Reports

Contact BaselArea.swiss

Renseignements généraux


Tel. +41 61 295 50 00

info@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss
report Life Sciences
Basler Forscher beschleunigt Wirkstoffsuche

29.04.2019

Basler Forscher beschleunigt Wirkstoffsuche

Steven Schmitt vom Basler Department für Biosysteme der ETH Zürich hat eine Methode entwickelt, mit welcher Wirkstoffproduzenten deutlich schneller als bislang analysiert werden können. Dadurch konnten bereits neue Antibiotika-Kandidaten entdeckt werden.

Die von Steven Schmitt entwickelte Methode basiert auf dem Ansatz, mit welchem Alexander Fleming vor 90 Jahren mit Penicilin eines der ersten Antibiotika entdeckt hat. Schmitt und seine Kollegen aus der Gruppe von Professor Sven Panke am in Basel ansässigen Departement für Biosysteme (D-BSSE) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) haben diese Methode modernisiert und miniaturisiert. „Während es heute mit herkömmlichen Methoden bis zu einem Jahr dauert, um 10'000 Wirkstoffproduzenten zu testen, können wir innerhalb von wenigen Tagen Millionen von Varianten untersuchen“, wird Schmitt in einer News der ETH zitiert.

Schmitt und seine Kollegen nutzen dazu kleine Gel-Kügelchen von einem halben Millimeter Grösse. In diese Kügelchen betten sie sogenannte Sensor-Bakterien sowie einen Mikroorganismus ein, der den zu testenden Wirkstoff produziert. „Wirkt der produzierte Stoff tatsächlich antibiotisch, sterben die Sensor-Bakterien ab. Wirkt er nicht, vermehren sie sich und bilden Zellhaufen“, erklärt die ETH.

Mit der von Schmitt entwickelten Methode haben die Basler Forscher gemeinsam mit Kollegen aus den Niederlanden und Deutschland eine Reihe neuer Antibiotika-Kandidaten entdeckt. Nun werden sie deren Eignung für Anwendungen in der Medizin untersuchen. Die sogenannte Nano-Fleming-Methode dient aber auch dazu, wirksamere Antibiotika zu entdecken, da ihre Wirksamkeit auch bei kleineren Dosen überprüft werden kann. „Und weil wir nun in kurzer Zeit sehr viel mehr Wirkstoffproduzenten testen können als mit bisherigen Methoden, erhöht sich die Chance, Wirkstoffe von seltenen Mikroorganismen zu entdecken“, sagt Schmitt.

Aktuell wird über die Gründung eines Spin-Offs nachgedacht, „um die Methode zu kommerzialisieren“.

Cookies

Le site BaselArea.swiss utilise des cookies pour améliorer votre navigation. Pour continuer à surfer, veuillez accepter l'utilisation des cookies. 

Ok