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Sequencing (img: isak55/shutterstock)

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24.10.2019

Genedata stellt Plattform für Merck fertig

Genedata, ein in Basel ansässiger Softwareentwickler für die Biopharmabranche, und das Pharmaunternehmen Merck haben ein gemeinsames Projekt abgeschlossen. In diesem Rahmen wurde eine Plattform entwickelt, durch welche die Identifizierung von Biomarkern vorangetrieben wird.

Genedata und Merck haben ihre jüngste Zusammenarbeit nach mehreren Jahren erfolgreich abgeschlossen, wie aus einer Medienmitteilung von Genedata hervorgeht. Merck hatte sich an Genedata gewandt, da das Pharmaunternehmen eine Plattform zum Management und zur Analyse von grossen Datenmengen benötigt. Dabei handelt es sich um Daten von Patienten aus der ganzen Welt. Deren Analyse soll sowohl Anwendungen der translationalen Medizin, also der schnellen Überführung vorklinischer Forschung in die klinische Entwicklung, als auch der Identifizierung von Biomarkern dienen.

Die neue Plattform basiert daher auf der Software Genedata Profiler. Die Analysesoftware des Basler Unternehmens kann automatisch Biomarker in Proben von Patienten identifizieren, wodurch eine genauere Auswahl für klinische Tests ermöglicht wird. Die Identifizierung von Biomarkern ist für die Medikamentenentwicklung sehr wichtig, da anhand der Biomarker die Wirksamkeit oder auch eine schädliche Wirkung von Wirkstoffen überprüft wird.

Die neue Plattform nutzt dabei Entwicklungen aus zahlreichen Forschungsbereichen, die allesamt der Entwicklung neuartiger Medikamente dienen. Dazu gehört das Next-Generation-Sequencing (NGS), eine äusserst umfassende parallele Analyse verschiedener Bereiche einer Probe. Auf dieser Basis werden automatisierte Arbeitsprozesse ermöglicht, welche beispielsweise die Analyse der Tumormutationslast (Tumor Mutational Burden/TMB) erlauben. Dabei handelt es sich um einen Biomarker, der auf dem Ausmass der Mutationen eines Tumors basiert. Diese Anzahl ist für die Entwicklung von Immuntherapien bei Krebserkrankungen sehr wichtig.

„Merck Healthcare ist absolut entschlossen, die Digitalisierung bei der Forschung und Entwicklung voranzutreiben, um die Entwicklung von Präzisionsmedikamenten zum Wohle der Patienten zu fördern“, wird Joern Peter Halle in der Mitteilung zitiert, Head of Immuno-oncology and External Innovation bei Merck. „Die Genedata-Plattform ist dabei ein wichtiger Eckpfeiler, da sie die analytischen Kapazitäten unserer Teams durch modernste Technologie erweitert.“

Othmar Pfannes, CEO von Genedata, zeigt sich mit dem Erreichen eines „ersten Meilensteins“ der Zusammenarbeit sehr zufrieden. Laut der Mitteilung wollen beide Unternehmen gemeinsam an der Weiterentwicklung der Plattform arbeiten, unter anderem um modernste Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz zu integrieren.

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