Reports

Contact BaselArea.swiss

Allgemeine Anfragen


Tel. +41 61 295 50 00

info@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss
report Precision Medicine
Bacteria

11.10.2019

Basler Forscher präsentieren Innovation im Kampf gegen Resistenzen

Wissenschaftler des in Basel ansässigen ETH-Departements für Biosysteme haben eine neue Methode zur Bekämpfung gegen Antibiotika-Resistenzen entwickelt. Sie stellen diese Methode, die eine personalisierte Behandlung von Infektionen ermöglicht, bei einem wissenschaftlichen Wettbewerb in Boston vor.

Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) nimmt zwischen dem 31. Oktober und 4. November 2019 in Boston an dem Wettbewerb Genetically Engineered Machine (iGEM) teil. Am 2. November werden dabei Vertreter des ETH-Departements für Biosysteme (D-BSSE) aus Basel eine neue Methode im Kampf gegen Resistenzen vorstellen, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Die D-BSSE-Wissenschaftler haben ihre Methode im Rahmen des Projektes T007-License to lyse entwickelt, welches sie auch in einem Video vorstellen. Dieses Projekt basiert auf dem Einsatz von Bakteriophagen, auch Phagen genannt. Diese Viren stellen den „natürlichen Feind von Bakterien“ dar, wie in dem Video erläutert wird. Sie binden an die Bakterien an und injizieren diesen ihre DNA. Bei der Behandlung von Infektionen werden Phagen daher gezielt eingesetzt, falls sie in der Lage sind, sich an bestimmte Krankheitserreger zu binden. Diese Fähigkeit hängt wiederum von den Proteinen der Phagen ab. Dieses Verfahren wird Lysotypie genannt. Allerdings sind bislang nur recht wenige Phagen bekannt, welche auf diese Art zur Bekämpfung von resistenten Bakterien eingesetzt werden können. Dies wollen die Basler Forscher nun mit ihrer Innovation ändern.

Dazu stellen sie per Genom-Editierung verschiedene Versionen der notwendigen Bindungsproteine her, um somit die Einsatzmöglichkeiten von Phagen zu erweitern, wie einer Beschreibung zu entnehmen ist. Sie haben dazu ein System entwickelt, bei welchem die genetischen Informationen von Phagen zufällig angeordnet werden, um somit ein grundsätzlich sehr umfangreiches Verzeichnis von Phagen beziehungsweise ihren Bindungsproteinen zu erhalten. Ein eigens von den Basler Wissenschaftlern entwickelter Bioreaktor dient dazu, aus diesem Verzeichnis theoretischer Möglichkeiten die bestmöglichen Varianten zu selektieren. Der dadurch entstehende Überblick über Kandidaten für eine Bekämpfung von Bakterien soll die Basis für personalisierte Behandlungsmethoden darstellen.

Cookies

BaselArea.swiss verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewähren. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Ok