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Kollegienhaus Universität Basel (img: Christian Flierl)

Das Kollegiengebäude der Universität Basel am Petersplatz (img: Christian Flierl)

08.04.2019

Universität Basel stellt sich internationalem Wettbewerb

Die Universität Basel hat ihre Strategie 2022–2030 vorgelegt. Sie möchte sich demnach als Volluniversität dem internationalen Wettbewerb stellen. Von ihrem Status als europäische Top-Universität soll die ganze Region profitieren.

Die Strategie 2022–2030 befindet sich nun in der Vernehmlassung, wie aus einer Mitteilung der Universität Basel hervorgeht. Die endgültige Fassung soll im Herbst vom Universitätsrat verabschiedet werden und stellt dann die Grundlage für den Antrag an die Trägerkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft für die Leistungsperiode 2022 bis 2025 dar.

Die Hochschule möchte demnach auch weiterhin als Volluniversität „einen wesentlichen Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt, zur Innovationskraft und zur Attraktivität der gesamten Region Basel als Lebens- und Arbeitsort“ leisten. Dazu hat sie vier strategische Leitlinien formuliert: Agilität fördern, die Universität weiter öffnen, Identifikation mit der Universität stärken und Standortvorteile nutzen. Zudem wurde die Lancierung einer Denkfabrik in dem Strategiepapier festgehalten, welche das Rektorat bei der Weiterentwicklung der Forschung in neuen Themenfeldern beraten soll.

Die Universität Basel möchte zudem ihre Attraktivität durch nationale und internationale Partnerschaften erhöhen. Dabei will sie „eine zentrale Rolle im regionalen Innovationssystem einnehmen, die Gründung von Spin-offs und Start-ups fördern und die Zusammenarbeit mit Unternehmen intensivieren, ohne dabei die Freiheit von Lehre und Forschung in Frage zu stellen“. Der Bio-Campus Oberrhein soll zum führenden Innovationscluster für Life Sciences in Europa ausgebaut werden.

Für diese ambitionierten Pläne braucht es eine entsprechende Finanzierung, wie auch der designierte Präsident des Unirates, Beat Oberlin, einräumt. Gegenüber SRF erklärt er, dass künftig mehr Drittmittel eingeworben werden sollen. Die Trägerkantone sollen zwar nicht aktiv um mehr Geld gebeten werden, „aber selbstverständlich sind wir glücklich, wenn wir mehr Mittel erhalten sollten“. Ein Grossteil dieser Mittel solle auch weiterhin in den Bereich Life Sciences fliessen. Dessen Bedeutung unterstreicht auch Rektorin Andrea Schenker-Wicki im Gespräch mit der Basler Zeitung: „Im Bereich der Life Sciences wollen wir für die ansässige Industrie, mit der wir eine gute Zusammenarbeit pflegen, eine attraktive Partnerin sein. Das können wir nur, wenn wir auch wirklich eine Top-Uni sind.“

Dazu will die Universität laut Schenker-Wicki teure Forschungsinfrastrukturen teilen, „auch mit der Privatwirtschaft“. Denn wenn die Hochschule in diesem Bereich nicht mehr mithalten könne, „kommen zuerst die guten Professoren nicht mehr zu uns, und danach meiden uns die guten Studentinnen und Studenten“. Aktuell sei die Universität eine der „weltweit 100 besten Forschungsuniversitäten“. Wenn sie aber nicht mehr mithalten könne, würde auch der Mehrwert für die Region sinken.

Im Telebasel Talk unterstreicht Schenker-Wicki dazu, dass die Kooperationen mit der Privatwirtschaft jedoch nicht zu Lasten der Forschungs- und Lehrfreiheit gehen sollen: „Wir haben ein ganz strenges Reglement, was das Sponsoring anbelangt.“ Man sei jedoch auf Drittmittel angewiesen, auch von Mäzenen.

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