Innovation Report

Stephan Emmerth

Stephan Emmerth

PhD | Senior Project Manager Biotech, Business Development Senior Manager BaseLaunch


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report Life Sciences
Giacomo Di Nepi (img: Polyphor)

Giacomo Di Nepi (img: Polyphor)

09.04.2018

Polyphor will an die Börse

Das Biopharmaunternehmen Polyphor plant für das zweite Quartal 2018 den Börsengang an der SIX Swiss Exchange. Das Aktienangebot soll im Bereich von 100 Millionen Franken bis 150 Millionen Franken liegen.

Im Mittelpunkt des geplanten Börsenganges liegt der Produktkandidat Murepavadin, wie es in einer Mitteilung von Polyphor heisst. Das Biopharmaunternehmen hat damit «die erste neue Klasse von Antibiotika gegen gramnegative Bakterien seit 50 Jahren entdeckt und entwickelt». Das Mittel befindet sich aktuell in der klinischen Phase III und soll im Kampf gegen Pseudomonas aeruginosa eingesetzt werden, «eines der gefährlichsten gramnegativen Bakterien». Im Bereich von im Spital erworbenen Lungenentzündungen schätzt Polyphor das Marktpotenzial von Murepavadin für 2028 auf 2 Milliarden Dollar bis 3 Milliarden Dollar. Ein wichtiger Teil der durch den Börsengang generierten Mittel soll für die Weiterentwicklung von Murepavadin verwendet werden.

«Der geplante Börsengang wird es uns ermöglichen, die Entwicklung von Murepavadin zur Behandlung von Pseudomonas aeruginosa, der zweithäufigsten Ursache der nosokomialen (im Krankenhaus erworbenen) Lungenentzündung mit Sterblichkeitsraten von circa 30 Prozent bis 40 Prozent fortzusetzen und die Entwicklung von Balixafortide sowie weiterer innovativer Antibiotika voranzutreiben», wird Geschäftsführer Giacomo Di Nepi in der Mitteilung zitiert. Bei Balixafortide handelt es sich um ein Mittel zur Behandlung von fortgeschrittenem, metastasierendem Brustkrebs.

Für den Börsengang sind ein öffentliches Angebot in der Schweiz sowie Privatplatzierungen in der Schweiz und im Ausland geplant. Dadurch sollen auch qualifizierte institutionelle Investoren aus den USA angesprochen werden. Es wird ausschliesslich ein Primärangebot unterbreitet, Sekundärmarktverkäufe werden nicht stattfinden.

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