Innovation Report

Ralf Dümpelmann

Ralf Dümpelmann

Dr. | Senior Project Manager Micro, Nano & Materials


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report Micro, Nano & Materials
(img: University of Basel)

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12.04.2018

Zwei Forschende erhalten EU-Fördergelder in Millionenhöhe

Der Europäische Forschungsrat (ERC) zeichnet zwei Wissenschaftler der Universität Basel mit hoch dotierten Förderbeiträgen aus: Die Neurowissenschaftlerin Prof. Fiona Doetsch und der Physiker Prof. Christian Schönenberger erhalten je einen der begehrten «ERC Advanced Grants» über jeweils rund 2,9 Millionen Franken. Christian Schönenberger gehört zu den wenigen Wissenschaftlern, deren wegweisende Forschung bereits zum zweiten Mal mit einem ERC Advanced Grant honoriert wird.

Die «ERC Advanced Grants» des Europäischen Forschungsrats zählen zu den renommiertesten Auszeichnungen für Grundlagenforschung: 2167 Anträge wurden im Rahmen der diesjährigen Ausschreibung eingereicht – 269 davon konnten sich durchsetzen und werden finanziert. Gefördert wird Spitzenforschung, die innovative und risikoreiche Wege begeht. Die Fördersumme für ein einzelnes Projekt liegt im Allgemeinen bei rund 2,9 Millionen Franken, die Laufzeit beträgt bis fünf Jahre. Seit der ersten Ausschreibungsrunde 2007 sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Basel konstant erfolgreich aus dem hochkompetitiven Auswahlprozess hervorgegangen.

Verhalten von Stammzellen im erwachsenen Gehirn

Fiona Doetsch ist Professorin für Molekulare Stammzellbiologie am Biozentrum der Universität Basel. In ihrem ERC-Forschungsprojekt «Neural Circuit Regulation of Adult Brain Stem Cells» wird sie untersuchen, wie physiologische Bedingungen die Reifung und das Verhalten von Stammzellen im erwachsenen Gehirn modulieren.

Erst vor kurzem hat das Team um Doetsch Fernverbindungen im Gehirn entdeckt, die nur einen ganz bestimmten Pool von Stammzellen ansteuern und diese dazu anregen, bestimmte Typen von Neuronen auszureifen. In ihrem ERC-Projekt möchte Doetsch die Heterogenität von Stammzellpopulationen in der ventrikulären-subventrikulären Zone entschlüsseln und zudem herausfinden, wie neuronale Stammzellen Signale aus weit entfernten Hirnarealen integrieren, um je nach Bedarf, abhängig von den physiologischen Bedingungen, spezifische Typen von Neuronen zu bilden.

Supraleitfähigkeit von van der Waals-Heterostrukturen

Christian Schönenberger ist Professor für Experimentalphysik und Direktor des Swiss Nanoscience Institute an der Universität Basel. Er erhält nach 2012 bereits zum zweiten Mal einen ERC Advanced Grant. Sein Forschungsprojekt «Engineered Topological Superconductivity in van der Waals Heterostructures» untersucht die Supraleitfähigkeit von van der Waals-Heterostrukturen.

Seit Beginn seiner Tätigkeit an der Universität Basel im Jahr 1995 beschäftigt sich Schönenberger mit Fragestellungen zur Nanoelektronik mit dem Ziel, die besonderen Eigenschaften künstlicher Atome und Moleküle für Anwendungen in der Quanteninformation zu erschliessen. In seinem ERC-Projekt wird er verschiedene Materialien so kombinieren, dass neue physikalische Effekte auftreten, sogenannte topologische Zustände, die in der Natur nicht vorkommen, aber synthetisch in einem geeigneten Stapel von van der Waals-Materialien kontrolliert hergestellt werden können. Solche neuartigen topologischen Zustände sind Quantenzustände, die eine besondere Stabilität aufweisen und sich besonders gut zur Nutzung von Quanteninformation eignen.

Lesen Sie den Originaltext: Universität Basel