Innovation Report

Stephan Emmerth

Stephan Emmerth

PhD | Senior Project Manager Biotech, Business Development Senior Manager BaseLaunch


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report Life Sciences

06.12.2017

Genentech erhält Zulassung für Hirntumormedikament

Die Roche-Tochter Genentech hat in den USA die endgültige Zulassung für Avastin erhalten. Mit dem Medikament wird eine der aggressivsten Formen von Hirntumoren behandelt.

Genentech hatte bereits zuvor eine vorläufige Zulassung für Avastin erhalten, wie die Roche-Tochter in einer Medienmitteilung erklärt. Nun hat die US-Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) die endgültige Zulassung erteilt. Diese gilt für die Behandlung von Patienten, die an einem Glioblastom leiden, einem bösartigen hirneigenen Tumor. Die Zulassung wurde für die Behandlung in Fällen vergeben, in denen der Tumor trotz vorheriger Behandlung weiter fortgeschritten ist. «Das Glioblastom ist die am weitesten verbreitete und aggressivste Form eines Hirntumors und kann nur sehr schwer behandelt werden», wird die leitende Medizinerin des Unternehmens, Sandra Horning, in der Mitteilung zitiert.

Avastin war in den USA zuvor bereits für andere Anwendungen zugelassen worden und verfügt nun über neun Zulassungen im Kampf gegen sechs verschiedene Arten von Krebserkrankungen. Für die nun erfolgte endgültige Zulassung waren unter anderem Daten aus der Phase-III-Studie EORTC 26101 vorgelegt worden. In dieser Studie war zwar nicht nachgewiesen worden, dass die Überlebenschancen durch das Medikament verbessert wurden. Dafür wurde jedoch festgestellt, dass bei mit Avastin behandelten Patienten die Zeit bis zum Fortschreiten der Erkrankung und bis zum Todesfall länger verlängert wurde als nur mit Chemotherapie. Zudem konnten mehr behandelte Patienten die Einnahme der Steroidhormone Corticosteroide beenden.

«Eine Verlangsamung des Fortschreitens der Krankheit und eine Reduzierung des Bedarfs nach Corticosteroiden während der Behandlung wird von den Menschen, die von dieser furchtbaren Krankheit betroffen sind, als wichtiges Ziel angesehen, zumal es dafür nur beschränkte Behandlungsmethoden gibt», heisst es von Horning.

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