Innovation Report

Stephan Emmerth

Stephan Emmerth

PhD | Senior Project Manager Biotech, Business Development Senior Manager BaseLaunch


Tel. +41 61 295 50 17

stephan.notexisting@nodomain.comemmerth@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss
report Precision Medicine
Research. (Img: Alex011973/shutterstock)

Research. (Img: Alex011973/shutterstock)

08.08.2017

Basler Forscher verbessern Analyse von Krankheitserregern

Viele Krankheitserreger mutieren sehr schnell. Für deren Analyse wird Software zur Untersuchung grosser Datenmengen genutzt. Basler Wissenschaftler arbeiten nun daran, die Kompetenz bei der Nutzung dieser Software zu erhöhen.

Die Ursachen für die schnelle Mutation von Krankheitserregern können durch eine Analyse des Genoms untersucht werden, heisst es in einer Mitteilung des in Basel ansässigen Departements Biosysteme (D-BSSE) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Die empirischen Untersuchungen sind sehr umfangreich, da immer mehr Informationen über Gensequenzen vorliegen. Zudem stehen immer mehr Anwendungen für die statistische Analyse solcher grossen Datenmengen zur Verfügung. Diese Analysen sollen Aufschluss über die Verbreitung von Krankheiten geben.

Dazu ist es notwendig, sehr komplexe Aufgabenstellungen in die verwendete Software zu integrieren. Das D-BSSE nutzt für diese Analyse beispielsweise die Software BEAST 2 und will nun deren Nutzung verbessern. Denn um BEAST 2 effizient einzusetzen, ist eine hohe Kompetenz der Anwender notwendig. Unter Leitung der D-BSSE-Wissenschaftlerin Tanja Stadler wurde eine Online-Plattform namens Taming the Beast (Zähme das Biest) eingerichtet. Hier wird Material, welches Experten zur optimalen Anwendung der Software verfasst haben, zusammengestellt. Dieses Material wird ständig aktualisiert, wobei auch die Nutzer sich an diesem Prozess beteiligen können. Ergänzend werden auch im Sommer Kurse zur Anwendung von BEAST 2 durchgeführt.

Indem das Fachwissen der Anwender der Software verbessert wird, soll die Analyse von besonders schädlichen Krankheitserregern vorangebracht werden.