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Thomas Brenzikofer

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report BaselArea.swiss
Am Biotech and Digitization Day sprachen Experten über die Digitalisierung in den Life Sciences.

Am Biotech and Digitization Day sprachen Experten über die Digitalisierung in den Life Sciences.

08.06.2017

Mehr Geld für Start-ups und mit einem Moonshot in die digitale Zukunft

Wie können die Schweiz und die Region Basel ihre internationale Leadership-Rolle in den Life Sciences behaupten? Im Rahmen des «Biotech und Digitization Day» besuchte Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Region Basel, um mit einer hochrangigen Delegation aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie Start-ups über aktuelle Trends und Herausforderungen zu diskutieren. Organisiert wurde die Veranstaltung von BaselArea.swiss und digitalswitzerland. Der Anlass fand am 15. Mai am Sitz von Actelion in Allschwil statt.

Dabei standen insbesondere zwei Themen im Vordergrund: Wie kann das Unternehmertum hierzulande gefördert werden und welche Chancen bietet die Digitalisierung für den weltweit führenden Life Sciences-Standort Schweiz mit der Region Basel als ihrem Motor? An einem exklusiven Roundtable-Gespräch tauschte sich der Bundesrat mit Actelion-CEO Jean-Paul Clozel, Roche-CEO Severin Schwan, Reinhard Ambros, Head Novartis Venture Fund sowie mit Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel, und den beiden Start-up-Unternehmern Simon Ittig vom Uni-Spin-off T3 Pharmaceuticals und Michael Bauer von Cellestia aus.

Wieviel Staat für Start-ups?

Moderiert von Christof Klöpper, CEO von BaselArea.swiss, betonten die Diskussionsteilnehmer, dass insbesondere der Zugang zu Talenten von entscheidender Bedeutung sei. Dabei lobten sie den Standort und hoben insbesondere die funktionierenden staatlichen Institutionen sowie die hervorragende Infrastruktur hervor. Grosse Bedeutung massen sie ebenfalls der Grundlagenforschung bei.

In der Frage, inwiefern innovative Ideen und Start-ups unterstützt werden sollten, gab es unterschiedliche Haltungen. Diskussionspunkt war insbesondere die Rolle von staatlichen Fördermitteln. Gute Projekte und ein gutes Team hätten in der Schweiz noch immer Investoren gefunden, so die eine Seite. Andererseits wurde festgestellt, dass es gerade in der Frühphase, also beim Übergang von der Grundlagenforschung zum Unternehmertum wichtig sei, über freie, nicht aktiengebundene Finanzmittel zu verfügen. Entsprechend begrüsst wurde damit auch der neulancierte Healthcare Accelerator, BaseLaunch, den BaselArea.swiss als Teil des Kickstart Programms von digitalswitzerland betreibt.   

Im Anschluss ans Roundtable-Gespräch besuchte Bundesrat Schneider-Ammann im Switzerland Innovation Park Basel Area das Startup AOT. COO Cyrill C. Brätscher und Mitgründer Professor Hans-Florian Zeilhofer stellten CARLO vor, den ersten Operationsroboter weltweit, der Knochen berührungsfrei mit kalter Lasertechnologie schneiden kann. Diesen durfte Bundesrat Schneider-Ammann gleich selber ausprobieren.

Wer wagt den Moonshot?

Den letzten Programmpunkt, eine Paneldiskussion vor rund 100 geladenen Gästen zum Thema Digitalisierung in den Life Sciences, eröffnete Bundesrat Schneider-Ammann mit einer Ansprache. Dabei zeigte er sich überzeugt, dass noch in diesem Herbst ein Unternehmerfonds angekündigt werden könne und damit die Start-up-Szene in der Schweiz deutlich Auftrieb erhalte. Dies nahm auch Domenico Scala, Präsident von BaselArea.swiss, anerkennend entgegen und doppelte nach: «Das Geld ist da, aber es findet den Weg nicht zu den jungen, innovativen Unternehmen, insbesondere in der investitionsintensiven Wachstumsphase.»

Wie die Schweiz ihre Vorreiterrolle in den Life Sciences ausbauen kann, gab in der anschliessenden Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Forschung und Wirtschaft sowie Unternehmern zu reden: Clinerion-CEO Ulf Claesson, Peter Groenen, Head Translational Science Actelion, Domenico Scala von BaselArea.swiss, Martin Fussenegger, Professor am D-BSSE der ETH in Basel sowie am Biozentrum der Universität Basel, sowie Michael Seewald von Novartis diskutierten über die Herausfoderungen und Chancen der Digitalisierung im Healthcare-Bereich.

Dabei war man sich einig, dass die Schweiz über die besten Voraussetzungen verfügt, hierbei eine richtungsweisende Rolle einzunehmen und Veränderungen anzuführen. Beachtung fand dabei insbesondere das engagierte Votum von Martin Fussenegger, das der Forderung nach einem neuen Forschungsinstitut Ausdruck verlieh: «Wir müssen die eingespielten Strukturen aufbrechen und die verschiedenen Disziplinen, insbesondere die Medizin und die Ingenieurwissenschaften, zusammenbringen. Wie damals, als Basel mit der Gründung des Biozentrums Pioniergeist bewiesen hat, müssen wir auch jetzt wieder einen solchen Moonshot wagen.»

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