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report BaselArea.swiss

GRID erhöht Innovationskraft der Region Basel

26.09.2019

Auf dem BaseLink Areal in Allschwil BL haben die Arbeiten am Innovations- und Gewerbekomplex GRID begonnen. Mitte 2022 wird der Switzerland Innovation Park Basel Area dort als Ankermieter seine Arbeit aufnehmen.

Durch GRID (Grand Réseau d’Innovation et de Développement) und den benachbarten Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts soll das Ökosystem der Region Basel in den Bereichen Life Sciences, Biotech, Public Health und Medtech weiter ausgebaut werden, heisst es in einer Medienmitteilung des Switzerland Innovation Park Basel Area, dessen Betreiberin BaselArea.swiss und der Senn Resources AG. Diese realisiert das von den Basler Architekten Herzog & de Meuron entworfene GRID-Gebäude.

In diesem Gebäude, dem GRID Campus of Collaboration, entstehen auf 50.000 Quadratmetern über fünf Geschosse Flächen für „Büros und Labors für Lehre, Forschung, Entwicklung und die Herstellung zukunftsträchtiger Produkte“. Dafür werden 150 Millionen Franken investiert. Auf Mitte 2020 wird der Switzerland Innovation Park Basel Area seinen bisherigen Standort in Allschwil aufgeben und im GRID eine Fläche von 6000 Quadratmetern mieten. Es wird erwartet, dass bis zu diesem Zeitpunkt auch die weiteren Flächen vermietet sind. Insgesamt soll GRID Arbeitsplätze für 2200 Menschen ermöglichen.

Der GRID wird dann das Bachgrabengebiet zusätzlich bereichern. Schon jetzt sind dort Firmen wie Actelion und Idorsia sowie Institutionen aus den Bereichen Life Sciences, Biotech, Public Health und Medtech ansässig. Hinzu kommt der Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts. Der GRID wird nun ebenfalls dazu beitragen, „dass die Region Basel als erstklassiges europäisches Ökosystem für Innovationen weiter an Bedeutung gewinnt“.

Der Standort in Allschwil ist der grösste der drei geplanten Standorte des Switzerland Innovation Park Basel Area. Dieser verfügt über einen zweiten Standort in Basel, ein dritter in Delémont soll hinzukommen. Der Switzerland Innovation Park Basel Area ist einer der fünf Netzwerkstandorte des Switzerland Innovation Park. Er wird von beiden Basel, dem Jura, der Handelskammer beider Basel und der Universität Basel getragen.

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«Das Level an Innovation im Jura fasziniert mich»

11.06.2019

Der Switzerland Innovation Park Basel Area umfasst mit Allschwil und Basel bereits zwei Standorte und wird bald um einen dritten Ableger im Jura erweitert. Dieser jurassische Standort wird zurzeit auf dem Campus Innodel in der Gemeinde Courroux, zwischen Delémont und Courrendlin, eingerichtet. Die offizielle Einweihung wird am 25. Oktober gefeiert.

Damit wird die intensive Arbeit gekrönt, die verschiedene regionale Akteure im Rahmen des ehrgeizigen Bundesprojektes bereits geleistet haben. Ziel der Innovationsparks ist es, Forschung und Entwicklung in der Schweiz und insbesondere in den Regionen zu fördern, sagt Frank Kumli, Leiter Innovation & Entrepreneurship bei BaselArea.swiss im Interview mit "Le Quotidien Jurassien".

Le Quotidien Jurassien: Was bedeutet der jurassische Standort für den Switzerland Innovation Park Basel Area?

Frank Kumli: Es ist ein Schritt nach vorne für die Innovation in der Region. Der Park fokussiert wie die anderen Standorte auch auf die Beschleunigung der Innovationstätigkeit. So kann sich der Jura endlich auch im Innovationspark einbringen. Für uns ist es sehr wichtig, dass der Jura daran teilnehmen kann und dass wir vom jurassischen Fachwissen und Know-how profitieren und zugleich die wirtschaftliche Entwicklung und Innovation in der Region fördern können. Für uns bietet der Switzerland Innovation Park Basel Area eine einzigartige Chance, diesen jurassischen Standort zu führen und zu unterstützen.

Welche Erwartungen werden an den jurassischen Standort gestellt?

Natürlich erwarten wir einen dynamischen Standort, an dem vieles geschieht, an dem die Menschen zusammenfinden, um neue Ideen zu entwickeln, sich auszutauschen und Innovationsprojekte aufzugleisen. Es muss im Bereich Innovation eine Schnittstelle entstehen zwischen den drei Kantonen Basel-Stadt, Baselland und Jura.

Wie viele Arbeitsplätze bietet der Standort?

Insgesamt verfügen wir über 1200 m² Fläche. Dies entspricht rund 60 Arbeitsplätzen, wobei diese zum Teil auch geteilt werden, d. h. es handelt sich etwa um 30 bis 35 Stellen.

Haben sich bereits Interessenten gemeldet?

Wir arbeiten eng mit der jurassischen Industrie- und Handelskammer und ihrem Direktor Pierre-Alain Berret zusammen, um den Innovationspark unter den KMU-Unternehmern im Jura bekannt zu machen. Viele haben Interesse an einer Zusammenarbeit geäussert. Darüber hinaus haben jurassische und französische Start-ups ihre Bereitschaft bekundet, sich am Standort niederzulassen.

Und wie sieht es mit den Bildungseinrichtungen aus?

Auf akademischer Ebene ist es uns gelungen, das Interesse des Schweizerischen Forschungszentrums für Elektronik und Mikrotechnik (CSEM) zu wecken, das am Standort vertreten sein wird. Wir haben auch mit der Hochschule HE-Arc gesprochen, um abzuklären, wie deren Präsenz am Standort integriert werden könnte. Diesbezüglich werden derzeit verschiedene Verträge unterzeichnet. Ziel ist es, eine gesunde Mischung aus Start-ups, akademischen Projekten und Unternehmensprojekten zu haben.

In welchen Bereichen wollen Sie ansetzen?

Wir setzen zwei Schwerpunkte: Es wird Projekte im Bereich Gesundheit und im Bereich Unternehmensflexibilität geben. Wir werden die Uhrmacherkunst nicht neu erfinden, sondern untersuchen, wie wir regionale Unternehmen verändern können, um sie flexibler zu gestalten, damit sie auf die Herausforderungen unserer im stetigen Wandel begriffenen Welt reagieren können. Im Gesundheitswesen arbeiten wir eng mit dem Spital Jura, seinem Direktor Thierry Charmillot und dem Vorsteher des Amtes für Gesundheit, Nicolas Pétremand, zusammen.

Was werden Sie im Gesundheitsbereich genau tun?

Wir haben Überlegungen angestossen mit Professor Hans-Florian Zeilhofer vom Universitätsspital Basel, mit dem wir mehrere gemeinsame Projekte geplant haben. Hans-Florian Zeilhofer hat sich auf Robotik und Automation in der Chirurgie spezialisiert. Er ist überzeugt, dass im Jura viel Know-how steckt, das in diesem Bereich umgesetzt werden könnte. Er hat bereits mit jurassischen Unternehmen zusammengearbeitet, besonders im 3D-Druck. Ziel ist es, über Haus- und Gebäudetechnik das Wohnumfeld von Patienten abzusichern, um diese früher aus dem Spital entlassen zu können, aber auch, den Eintritt in Heime nach Möglichkeit aufzuschieben und so die Zeit, die man zu Hause verbringen kann, zu verlängern.

Wie lange wird es dauern, bis Sie voll ausgelastet sind?

Da sind wir relativ optimistisch, angesichts der Unterstützung, die wir von der Industrie- und Handelskammer, vom Gesundheitsamt und von den Hochschulen erhalten. Ich denke, wir werden innert Jahresfrist weitgehend ausgelastet sein, wenn auch nicht für alle Arbeitsplätze, aber doch mit einem dynamischen Standort und innovativen Ideen. Wir erhalten in der Region viel Unterstützung, um schnell die passenden Projekte finden zu können.

Was wird im Bereich Industrie 4.0 entwickelt?

Für uns umfasst Industrie 4.0 natürlich alles, was mit Fertigungstechnologien zu tun hat. Hier wollen wir in Richtung Agilität gehen und dabei auf die menschlichen Aspekte fokussieren, auf Teams, Geschäftsmodelle und in dritter Linie auf Technologien, die für Transformation und Produktion erforderlich sind. Es geht darum, die KMU in die Lage zu versetzen, flexibler auf die fluktuierende Nachfrage, sowohl hinsichtlich des Volumens als auch des Produkts, eingehen zu können. Dafür braucht es viel reaktivere Teams. Wir haben mit der jurassischen Handelskammer CCIJ darüber gesprochen, darunter auch mit dem neuen Präsidenten Georges Humard. Unsere Gesprächspartner bestätigen, dass Design Thinking, Flexibilität und Lean Production zu den interessanten Themen gehören. Es wird viele Seminare, Kurse, Sensibilisierungsveranstaltungen und Beratungsangebote in diesen Bereichen geben.

Welche Themen werden im Gesundheitswesen genau angegangen?

Wir haben in mehreren Arbeitssitzungen mit Professor Zeilhofer, dem Spital und der Handelskammer drei Stossrichtungen ausgearbeitet. Der erste Schwerpunkt liegt auf der reinen Medizintechnik, mit Implantaten und 3D-Druck, also auf Fachbereichen, die nahe am jurassischen Know-how liegen. Dieser Bereich bildet den Hauptfokus. Der zweite Schwerpunkt befasst sich mit der sogenannten Health Tech, im Bereich Vernetzung und Digital Health. Die dritte Stossrichtung ist das Gesundheitswesen. Der Gesundheitsminister Jacques Gerber und Nicolas Pétremand sind überzeugt, dass das vergleichsweise kleine jurassische Gesundheitssystem einen schnelleren, direkteren Zugang zu Innovation und Experimenten ermöglicht als in anderen Kantonen.

Auf Ihrer Liste stehen auch Themen wie die Entwicklung von Projekten, Finanzierung, Animation, Arbeitsmethoden, …

Wir arbeiten daran, auf kantonaler Ebene Mittel zu finden, begleiten Unternehmen aber auch dabei, Finanzhilfen auf Bundesebene zu erhalten. Wir haben versprochen, ihnen Personen zur Seite zu stellen, die ihnen dabei helfen, den Weg durch die Bürokratie der Innovationsfonds zu finden, um schneller auf diese zugreifen zu können.

Was ist an der jurassischen Unternehmenskultur so besonders?

Hier hat Diskretion absoluten Vorrang. Der jurassische Unternehmer regelt alles selbst. So sind die Kompetenzen der jurassischen Unternehmen von aussen nur schwer ersichtlich. Wenn wir mit Unternehmen aus dem Bereich Bioengineering in Allschwil sprechen, bitten sie uns oft um Hilfe, um im Jura die richtigen Kompetenzen für ihre Projekte zu finden. Die Leute wissen, dass es im Jura viel Know-how gibt, aber sie wissen nicht, wie sie darauf zugreifen können. Das spricht dafür, dass die Unternehmen ihre Kompetenzen stärker kommunizieren sollten. Mit der jurassischen Handelskammer stellen wir die Verbindung zu den beiden Basel her. Eine informelle Gruppe aus Unternehmern, Vertreter des Spitals Jura und der Hochschulen wird den Innovationspark begleiten.

Somit fehlt im Kanton Jura der Zugang zum Innovations- und Experten-Netzwerk und zum regionalen Forschungs- und Entwicklungsgewebe?

Ja. Das Interesse an der Zusammenarbeit mit der Universität Basel, der FHNW Muttenz, der HE Arc in Neuenburg für die technologischen Aspekte ist gross. Ich denke, wir werden Brücken schlagen können zwischen den jurassischen Unternehmern und den Hochschulen und Universitäten. Das entspricht auch einem Bedürfnis der Kunden jurassischer Unternehmen, die sich wünschen, dass die Unternehmer mit den Universitäten zusammenarbeiten. Es gibt viel mehr Innovation als man denkt. Beim Besuch jurassischer Unternehmen fasziniert mich das Level an Innovation immer wieder. Ich finde es wunderbar, im Gespräch mit jurassischen Geschäftsführern zu sehen, wie pragmatisch sie ihre Entwicklung angehen.

Interview: Georges Maillard, Le Quotidien Jurassien

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EuroAirport ist bei Effizienz führend

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Basler Pharmafirmen investieren am stärksten in Forschung

15.07.2018

Die 24 Interpharma-Mitglieder haben 2017 weltweit insgesamt 96 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung ausgegeben. In die Schweiz flossen davon 7 Milliarden Franken. Damit übersteigen ihre Schweizer Forschungsinvestition den Umsatz, den sie in der Schweiz erzielen, um mehr als das Doppelte. Dies belegt laut dem Verband die grosse Bedeutung des Forschungsstandorts Schweiz und den Innovationsgedanken innerhalb der Firmen.

Insbesondere Firmen in der Schweiz wie Roche und Novartis haben viel für Forschung und Entwicklung am Standort Schweiz ausgegeben. Aber auch Firmen ohne Schweizer Hauptsitz wie Johnson & Johnson tätigten den Angaben zufolge grosse Investitionen. Zusätzlich zu den Investitionen in die Forschung haben die Unternehmen rund eine halbe Milliarde Franken für Anlagen wie technische Geräte, Maschinen, Gebäude- und Betriebsausstattung ausgegeben.

Interpharma betont in einer Medienmitteilung zur Studie auch die wichtige Rolle der Pharmabranche für die Schweizer Exportwirtschaft. Ausserdem hebt der Verband hervor, dass zwischen 2012 und 2016 aus der Schweiz über 86 Patente pro Million Erwerbstätige in der pharmazeutischen Forschung angemeldet wurden. Das sind doppelt so viele wie in Dänemark und fast fünfmal so viele wie in Deutschland.

In der Studie sind auch die Umsätze der untersuchten Firmen aufgeführt worden. Hinter Pfizer (47,4 Milliarden Dollar) folgt bereits Novartis (46,6 Milliarden Dollar). Roche (39,9 Milliarden Dollar) belegt hinter Johnson & Johnson und Sanofi den fünften Rang.

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