Innovation Report

 
report BaselArea.swiss

«Ich möchte innovative Forschung in neue Medikamente umsetzen»

04.07.2017

Jährlich erkranken etwa 250´000 Patienten an einer Krebsart, für die es zurzeit keine spezifische Therapie gibt, Krebs, der aufgrund einer fehlgesteuerten Kommunikation zwischen Zellen entsteht. Diese Fehlfunktion entsteht im sogenannten NOTCH-Signalweg. Wirksame Therapiemöglichkeiten fehlen – doch das soll sich ändern. Die Cellestia Biotech AG entwickelt ein neuartiges Medikament gegen diese Krebsart. Der neuartige Wirkstoff greift selektiv nur die fehlgesteuerte Zellkommunikation an. Damit könnten Leukämie, Lymphome und feste Tumore wie zum Beispiel Brustkrebs behandelt werden.

Im Jahr 2014 gründeten Professor Freddy Radtke und Dr. Rajwinder Lehal, der bereits mit seiner Dissertation an diesem Thema gearbeitet hatte, die Firma Cellestia Biotech AG. 2015 kam ein erfahrenes Team von Pharma- und Onkologie-Entwicklungsspezialisten um Michael Bauer hinzu, die sich als Mitgründer bei Cellestia engagierten. Bauer hatte zuvor zusammen mit seinem Team mehrere Jahre lang verschiedene Projekte geprüft, um den Aufbau eines solchen Start-up-Unternehmens mitzugestalten. Wir sprachen mit ihm über Risiken und Nebenwirkungen der Firmengründung.

Interview: Stephan Emmerth

Herr Bauer, wie lange mussten Sie suchen, bevor Sie ein Projekt gefunden haben, bei dem Sie einsteigen wollten?

Michael Bauer: Über viele Jahre hin habe ich zusammen mit Kollegen und neben dem regulären Job – mal mehr und mal weniger intensiv – eine Reihe von Projekten geprüft, evaluiert und wieder verworfen. Zum Teil waren das tolle Projekte, manche waren unglaublich innovativ. Aber immer wieder gab es leider Dinge, die uns bewogen haben, diese Projekte am Ende doch nicht weiter zu verfolgen.

Die Suche hat Sie wohl nicht nur viel Zeit gekostet, sondern auch Geld, immerhin musste ja jedes Mal eine Due Diligence durchgeführt werden?

Diesen Aufwand mussten wir natürlich leisten. Im Prinzip haben wir wie ein kleiner Venture Fund Projekte identifiziert, geprüft und evaluiert. Aufgrund der Zusammensetzung des Teams konnten wir viele Aufgaben selbst erfüllen, teilweise zogen wir Experten hinzu. In vielen Fällen haben uns Spezialisten aus unserem Netzwerk unterstützt, da gab es ein erhebliches Mass an Goodwill. Zum Teil kamen wir für die Kosten auf.

Und warum hatte es vor Cellestia nicht geklappt?

Viele Faktoren müssen stimmen: Als Grundlage natürlich hervorragende, innovative Forschungsergebnisse, die über Patente geschützt sind. Wichtig sind auch geregelte Eigentumsverhältnisse an den Erfindungen und vernünftige Lizenzbedingungen. Zu guter Letzt muss es eine Übereinkunft über die Erwartungen der am Projekt beteiligten Personen geben. Wir haben so ziemlich alles erlebt. In vielen Fällen stellte sich im Verlauf der Prüfung heraus, dass beispielsweise die Forschungsdaten doch nicht so überzeugend waren wie zunächst dargestellt. Oder die Erwartungen hinsichtlich der Lizenzkonditionen lagen zu weit auseinander. Bei einem Projekt wollte man uns Patente verkaufen, die längst verfallen waren. Oft kommt es vor, dass die Wissenschaftler unrealistische Vorstellungen bezüglich des Werts ihres Projekts haben. Ein pensionierter Professor, der schon mehrere Jahre vergeblich versucht hatte, seine Firma zu finanzieren, erwartete von uns, dass wir es für fünf Prozent der Anteile nochmals versuchen. Das ist natürlich keine Basis für eine Partnerschaft.

Forschung und Unternehmertum unter einen Hut zu bringen ist also die grosse Herausforderung?

Es gilt hier, ein Verständnis für die Relationen und den Beitrag der verschiedenen Parteien zu entwickeln, die sich mit sehr unterschiedlichem persönlichem Risiko an einem solchen Projekt engagieren. Hinter Cellestia stehen auf der einen Seite etwa 20 Jahre Grundlagenforschung, elf Jahre davon an der EPFL. Seit etwa neun Jahren leistet Rajwinder Lehal – zunächst im Rahmen seiner Dissertation, dann als Post-Doc und seit 2014 als Chief Scientific Officer – konkrete Arbeit an diesem Projekt. Diese Historie respektieren wir vom Managementteam und sind froh über den Zugang zu dem daraus resultierenden Wissen. Gleichzeitig muss die Erfinderseite den Gesamtaufwand sehen: An der EPFL wurden über die Jahre etwa fünf Millionen an öffentlichen Geldern investiert. Aber bis ein Produkt auf den Markt kommt, braucht es unter Umständen hunderte Millionen. Und der Weg vom ersten erfolgreichen Experiment im Tiermodell bis zu einem für Menschen zugelassenen Medikament ist weit. Insgesamt ist der Aufwand in der Forschung im Vergleich zu den Entwicklungs- und Marketingkosten unter Umständen marginal und beträgt nur noch wenige Prozent. Und die Entwicklungskosten werden von Investoren aufgebracht, für die sich ein Investment lohnen muss. All diese Faktoren müssen in einer Partnerschaft bedacht und respektiert werden. Mit unserem Team hat das geklappt.

Sie verfügen über langjährige Industrieerfahrung. Was hat Sie am Unternehmertum gereizt?

Für mich liegt der Reiz in der Herausforderung, bahnbrechende Erfindungen in Produkte umzusetzen. Ich sehe mich als Produktentwickler und wollte schon als Student eine Firma gründen. Rückblickend muss ich sagen, dass ich zum Glück erst einmal fast 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt habe. Dies ist wichtig, um die Komplexität der Herausforderungen in der Produktentwicklung in Life Sciences und Pharma gut verstehen und einschätzen zu können. Dieser Erfahrungsschatz hilft auch zu wissen, wo das eigene Wissen endet und wann welche Experten hinzugezogen werden müssen, um ein Projekt oder eine Firma erfolgreich voranbringen zu können.

Wie verlief die Inkubation vom ersten Kontakt bis zu Ihrem Einstieg als Mitgründer bei Cellestia?

Der heutige Chief Scientific Officer Rajwinder Lehal und ich waren über einige Jahre hinweg regelmässig miteinander in Kontakt. Zu dieser Zeit war das Projekt aber noch nicht weit genug fortgeschritten für eine Firmengründung. 2014 wurde dann Cellestia gegründet, zunächst von Professor Radtke, Rajwinder Lehal und Maximilien Murone. Im Sommer 2015 trafen wir uns einige Male mit dem Lausanner Forscher- und Gründerteam bei i-net, der Vorgängerorganisation von BaselArea.swiss. Dann ging es recht zügig. In wenigen Treffen konnten wir das Projekt evaluieren und ein gutes persönliches Verhältnis entwickeln, was für mich und meine Partner für einen Einstieg bei Cellestia sehr wichtig war. Wir waren uns schnell einig, es lief quasi per Handschlag. Danach kamen die notwendigen Verträge, und im November waren wir bereits im Handelsregister eingetragen. Unser Anwalt und Mitgründer Ralf Rosenow regelte die Formalitäten. Wir haben uns entschlossen, das Headquarter von Lausanne nach Basel zu verlegen und die Forschungsaktivitäten in Lausanne zu belassen, sozusagen eine transkantonale Partnerschaft.

Warum ist das Headquarter in Basel?

Für uns war das wichtigste Argument für Basel der Zugang zu Talenten und Ressourcen für die Produktentwicklung. Dies ergibt sich aus der Nachbarschaft zu führenden Pharmakonzernen wie Novartis, Roche, Actelion und vielen weiteren Firmen. Dieser Zugang zu erfahrenen Entwicklungsspezialisten ist in Lausanne schwieriger. Hinzu kommt, dass über unseren Mitgründer Roger Meier und weitere Kollegen bereits ein aktives Investoren-Netzwerk in Basel besteht, das Affinität zur Branche und zum Standort Basel mitbringt. Diesen Zugang hatten wir zu Beginn in Zürich oder Genf noch nicht. Mir persönlich gefällt auch die Arbeits- und Lebensqualität in Basel. Die Stadt ist übersichtlich und trotzdem international, mit einem vielfältigen Kulturangebot. Zudem hat der Flughafen Basel hervorragende Verbindungen – man befindet sich in der Mitte Europas und ist in nur ein bis zwei Flugstunden praktisch überall in Europa, in London, Berlin oder Barcelona. Für Lausanne spricht das herausragende akademische Umfeld mit EPFL und dem Swiss Institute für Experimental Cancer Research. Auch hier gibt es ein hervorragendes Umfeld für Start-up-Unternehmen, allerdings aus unserer Sicht eher in ingenieurwissenschaftlichen und technischen Disziplinen oder Medizintechnik. Jedes Jahr werden viele Firmen an der EPLF gegründet, das Innovationspotential ist enorm. Allerdings ist Cellestia die erste Firmengründung aus der EPFL, die ein Medikament in die klinische Entwicklung bringt. Wir sind froh, über den nun etablierten Ansatz mit zwei Standorten die positiven Elemente beider Regionen vereinen zu können.

Welche Voraussetzungen waren denn entscheidend, dass es schliesslich zur Zusammenarbeit und Firmengründung kam?

Es hat eigentlich von Anfang an alles gepasst. Zunächst einmal muss die persönliche Atmosphäre zwischen den beteiligten Persönlichkeiten stimmen. Dies war auch die Grundlage, um eine für alle Mitgründer faire Übereinkunft im Verständnis der Bewertung und Zuteilung der jeweiligen Anteile an der Firma zum Zeitpunkt der Gründung zu finden. Auf der anderen Seite war es natürlich zentral, dass die inhaltliche Prüfung des Projekts – sowohl was die wissenschaftlichen Grundlagen als auch was die Qualität der Daten betrifft – und die Prüfung des Patents sowie die Lizenzbedingungen der EPFL positiv waren. Wichtig war uns auch, dass das Risikoprofil überschaubar ist, also eine gute Balance zwischen Innovation und Bezug zu bereits geleisteter Forschung hält.

Wie wird sich Cellestia operativ weiterentwickeln?

Cellestia hat ja schon eine lange Vorgeschichte, beginnend mit den Forschungsaktivitäten an der EPFL. Mit der Managementerweiterung 2015 kamen neben mir weitere Mitgründer hinzu: Dirk Weber als Chief Medical Officer sowie die bereits erwähnten Mitgründer Ralf Rosenow und Roger Meier. Inzwischen beschäftigt Cellestia insgesamt sechs Mitarbeiter. Hinzu kommen zahlreiche Dienstleistungs- und Beratungsmandate, die je nach Bedarf unsere internen Ressourcen ergänzen. Insgesamt schätze ich, dass inzwischen weit über 100 Personen an Cellestia mitwirken, wenn man die externen Dienstleistungen mitberücksichtigt. Wir rechnen damit, dass wir mit dem Fortschritt unseres ersten Projekts in Richtung klinische Entwicklung weiter wachsen werden und das Team weiter ausbauen. Ausserdem möchten wir möglichst bald weitere Produkte in unserer Pipeline entwickeln. Dies wird sicherlich weitere finanzielle Mittel beanspruchen. Ebenfalls wird sich der Verwaltungsrat weiterentwickeln, der mit jeder Finanzierungsrunde erweitert und angepasst wird, um die neuen Investoren angemessen zu repräsentieren. Die Forschungsarbeiten laufen zunehmend über externe Dienstleister, sowie zum Teil weiterhin im Labor von Professor Freddy Radtke an der EPFL. Derzeit setzen wir mit der EPLF neue Rahmenverträge über die weitere Nutzung ihrer Infrastruktur auf. Die Flexibilität dort ist für uns sehr hilfreich.

Was sind die nächsten Meilensteine?

Ein entscheidender Meilenstein ist die Behandlung der ersten Krebspatienten. Wir hoffen, dass wir im Oktober die ersten Patienten behandeln können.

Wie sind die klinischen Studien aufgebaut?

Der Ablauf der klinischen Prüfung von neuen Wirkstoffen ist streng reglementiert. In der Phase-I-Studie wird zunächst die Verträglichkeit des Wirkstoffs geprüft. Hier werden wir Patienten behandeln, bei denen es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass sie an einer Krebsart leiden, bei denen NOTCH eine Rolle spielt. In der darauffolgenden Phase-II-Studie wird die Wirksamkeit unseres Medikaments in verschiedenen Krebsarten erforscht. Hier werden wir Patienten auswählen, bei denen die Aktivierung des NOTCH-Signalwegs mit einem von Cellestia etablierten Diagnoseverfahren nachgewiesen wird. Damit ist ein therapeutischer Nutzen für diese Patienten sehr wahrscheinlich.

Gab es bisher Überraschungen?

Nein, nicht wirklich, weil wir mit allem rechnen. Oder doch, ja, erfreuliche Überraschungen gab es: Wir waren aufgrund vieler Vorarbeiten schon sehr sicher, was den Wirkmechanismus angeht. Jetzt ist es aber nach langen Versuchen endlich gelungen, den exakten Bindungsmechanismus des Wirkstoffs nachzuweisen, was alle vorherigen Untersuchungen voll bestätigte. Dies ist auch die Grundlage dafür, das Programm deutlich auszudehnen. Wir können nun eine Plattform aufbauen, auf deren Grundlage wir neue Wirkstoffe für neue Indikationen generieren können. Ausserdem war es nicht ganz trivial, den Wirkstoff in grossem Massstab in hoher Qualität herzustellen. Dafür waren innovative Schritte nötig, die letztlich zu einem Patent führen.

Haben Sie schon die nächsten fünf Jahre vor Augen?

Wir sind sehr optimistisch, was unsere Erfolgsaussichten für Cellestia angeht und planen etwa zwei Jahre im Detail voraus. Natürlich haben wir auch einen Plan für die gesamte Entwicklung über fünf Jahre hinaus. Allerdings ändern sich solche Pläne erfahrungsgemäss immer wieder mit den erzielten Resultaten. Das ist auch der Reiz und die Herausforderung in der Medikamentenentwicklung – es lässt sich nicht alles im Detail vorausplanen und man muss flexibel auf neue Ergebnisse reagieren. Dies gilt selbstverständlich auch für eventuelle Rückschläge. Es ist wichtig, hinreichend Reserven zu haben, um diese zu verarbeiten und zu lösen. Dank der erfolgreichen Finanzierungsrunden, die wir im Januar 2017 abschliessen konnten, sind wir in der Lage, schon jetzt mit der Phase I zu beginnen und parallel die weitere Finanzierung in Angriff zu nehmen.

Wer hat bislang in Cellestia investiert?

Die ersten Investoren nach der Einlage des Gründungskapitals waren vor allem viele unserer Berater, also mit der Branche vertraute Experten sowie Privatpersonen, die sich als Investoren im Life-Sciences und Pharma-Sektor engagieren. Etwa ein Drittel der Aktionäre sind Experten aus dem Pharma und Life-Sciences Umfeld. Im Laufe der SEED A-, B- und C-Runde kamen dann auch einige grössere Investments seitens Family Offices hinzu. Der erste institutionelle Investor, die PPF Group, beteiligte sich nach einer ausführlichen Due Diligence, durchgeführt durch Experten der Firma Sotio. Insgesamt konnten wir bislang acht Millionen Franken mobilisieren, um die Produktentwicklung von Cellestia voranzutreiben. In Vorbereitung auf die nächste Finanzierungsrunde sind wir mit privaten Investoren, Venture Funds sowie Pharma-Unternehmen im Gespräch. Wir sind zuversichtlich, gute Partner für die nächste Phase von Cellestia gewinnen zu können. Die richtige Mischung aus Partnerschaft und Finanzierung ist wichtig. Wir brauchen starke Partner an Bord, um unser Medikament Patienten schnell zugänglich zu machen.


Zur Person
Michael Bauer (geboren 1966) ist seit November 2015 CEO bei Cellestia. Er studierte an der Universität Hamburg Chemie und absolvierte von 1994 bis 1997 sein Doktorat in Biotechnologie an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Nach dem Berufseinstieg in der Metabolismus-Forschung bei der Firma Zeneca in England wechselte er 2001 nach Basel zu Syngenta. Dort arbeitete er als Global Regulatory Affairs Manager, im Projekt- und Portfolio-Management. Von 2007 bis 2009 war er als Projektleiter bei Arpida, einer Biotech-Firma im Bereich Antibiotikaentwicklung, tätig. 2009-12 leitete er als Global Program Manager bei Novartis globale Entwicklungsprojekte im Bereich Onkologie und brachte eine Reihe von Produkten in die klinische Entwicklung. 2012-15 war er bei Polyphor Leiter der Klinischen Entwicklung. 

report BaselArea.swiss

Pratteln erhält neues Forschungsareal

16.08.2017

report Life Sciences

Roivant Sciences sichert sich Milliarden-Investition

10.08.2017

report Invest in Basel region

Roivant sorgt in Basel für Aufsehen

13.06.2017

Mehr als 150 Gäste wollten wissen, wie Vivek Ramaswamy die Zukunft des Gesundheitswesens sieht. Der Gründer von Roivant und fünf anderen Biotech-Unternehmen gab eine pointierte Grundsatzrede und nahm anschliessend an einem lebhaften Podiumsgespräch mit anderen Vertretern von Pharma- und Biotech-Unternehmen teil. Roivant und BaselArea.swiss hatten am 8. Juni gemeinsam Interessierte aus den Life Sciences in die Halle 7 im Basler Gundeldingerfeld geladen. Roivant liess sich kürzlich mit Unterstützung von BaselArea.swiss in Basel nieder.

Das Publikum folgte mit Interesse dem Vortrag des «Wunderkinds», wie das Magazin «Forbes» ihn betitelte. Ramaswamy hat eine Mission. «Wir konzentrieren uns auf vielversprechende Forschung und auf leidenschaftliche Forscher. So verringern wir systematisch Zeit, Kosten und Risiken, bis neue Medikamente auf den Markt kommen», sagte er. Roivant entwickelt Medikamente weiter, die von anderen Pharmafirmen aufgegeben wurden und die irgendwo in der Pipeline steckengeblieben sind. Seine Mittel, um doch noch einen alternativen Weg zum Ziel zu finden: Spitzentalente der Medikamentenentwicklung und aus anderen Wirtschaftszweigen konzentrieren sich in schlanken und dynamischen Strukturen auf die Assets.

Ramaswamy hat nicht nur die Muttergesellschaft Roivant, sondern auch fünf weitere Unternehmen gegründet, die spezifische Medikamente in verschiedenen Therapiegebieten entwickeln: Axovant beschäftigt sich mit Demenz, Dermavant mit der Dermatologie. Myovant konzentriert sich auf die Gesundheit von Frauen, Urovant auf die Urologie, und Enzyvant entwickelt Therapien für Patienten mit seltenen Krankheiten. Diese Unternehmen können auf die gemeinsamen Kapazitäten und Datenbanken zurückgreifen, die Roivant aufgebaut hat. Gleichzeitig entwickeln sie eigene Kapazitäten für ihre spezifischen Themenfelder und Märkte. Ramaswamy ist überzeugt, dass Daten zentral sind, um Medikamente rasch auf den Markt zu bringen.

Ohne Bürokratie in Basel angekommen

Ramaswamy wand in seiner Rede auch ein Kränzchen für Basel. «Hier kommen verschiedene Nationalitäten zusammen, auf der Strasse werden drei verschiedene Sprachen gesprochen.» Basel-Stadt und Basel-Landschaft seien zwar nicht gross, kämpften aber klar in einer Gewichtsklasse über ihrer eigenen. Er verwies auch auf die florierende Biotech-Szene und auf die tief verankerte humanistische Tradition. Ramaswamy dankte zudem den Basler Behörden für die niedrigen Einstiegshürden. «Es gab keine Bürokratie. Es war ein Vergnügen, sich hier anzusiedeln.»

Auf dem Podium diskutierten Vas Narashiman, Global Head of Drug Development und Chief Medical Officer bei Novartis, Jonathan Knowles, Chairman of the board of directors bei Immunocore Ltd, David Hung als CEO von Axovant und Vivek Ramaswamy über die Zukunft des Gesundheitswesens. Die Diskussion wurde von Alethia de Léon von BaselArea.swiss moderiert und vertiefte Themen wie das Sammeln und Teilen von Daten. Dabei wurden auch heikle Fragen zu den Herausforderungen und Chancen angesprochen, denen die Pharma derzeit gegenübersteht. So könnten Big Data und Biomarker der Branche helfen, Fragen rund um die Produktivität von Forschung und Entwicklung zu klären.

report Life Sciences

Evotec übernimmt Aptuit

02.08.2017

report Life Sciences

Myovant verstärkt Führungsmannschaft

20.07.2017

report Invest in Basel region

Basel-Landschaft kann neue Unternehmen begrüssen

21.04.2017

Der Kanton Basel-Landschaft konnte in den vergangenen Wochen eine Reihe von Unternehmensansiedlungen verbuchen. Daran hatte BaselArea.swiss einen grossen Anteil.

Die neu in Basel-Landschaft vertretenen Firmen stammen aus einer Reihe von verschiedenen Branchen. So sind sie im Vertrieb medizintechnischer Produkte oder auch der Herstellung diagnostischer Tests tätig. Auch ein Musikgeschäft, eine Kreativagentur und ein Anbieter von Präsentationsobjekten sind neu im Kanton vertreten. BaselArea.swiss hat diese Unternehmen betreut und bei der Ansiedlung unterstützt.

Die Medi-CENT Innovation AG vertreibt von Liestal aus medizintechnische Produkte. Das Unternehmen hat einen Fokus auf die Reparatur von Sonden und kann seinen Kunden zur Überbrückung Mietsonden anbieten. Systeme für die Schmerztherapie und Knochendichtemessung sind weitere Schwerpunkt der Medi-Cent Innovation AG. Die Predemtec AG entwickelt diagnostische Tests, mit denen Risikofaktoren bei demenziellen Erkrankungen bestimmt werden können. Sie ist nun am Standort Binningen vertreten.

Musik Hug hat in Allschwil eine neue Musikwelt eröffnet und bietet dort nun seine breite Palette an Musikinstrumenten an. Zusätzlich befinden sich an dem Standort eine Piano- und eine Blasinstrumentewerkstatt. Die Kreativagentur MJM.CC AG ist auf Produktionen für Preisverleihungen wie den Schweizer Filmpreis und Best of Swiss Web spezialisiert und neu im Dreispitzareal ansässig. Die Achilles Präsentationsobjekte GmbH führt in Allschwil die Geschäfte der KMC Karl Meyer AG fort. Durch diesen Übergang können die bisherigen Kunden nicht nur weiterhin die Beratungs- und Dienstleistungsangebote in Anspruch nehmen, die sie von der KMC Karl Meyer AG gewohnt waren. Sie erhalten zudem Zugang zu einem der grössten Angebote an Ordner- und Präsentationssystemen in Europa.

report Precision Medicine

Clinerion vereinfacht Datenerfassung

17.07.2017

report Supporting Entrepreneurs

Visionarity setzt sich gegen europäische Start-ups durch

05.07.2017

report Invest in Basel region

Schweiz bleibt für Firmen attraktiv

05.04.2017

Bern - Im vergangenen Jahr haben sich in der Schweiz ebenso viele ausländische Firmen niedergelassen wie im Jahr zuvor. Die Standortpromotion warb dabei vor allem um innovative Unternehmen mit hoher Wertschöpfung.

Einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektorenkonferenz (VDK) zufolge haben sich im vergangenen Jahr 265 neue ausländische Firmen in der Schweiz niedergelassen. Dadurch wurden insgesamt 1005 neue Arbeitsplätze geschaffen. Im Jahr zuvor waren 264 Ansiedlungen und 1082 zusätzliche Arbeitsplätze verzeichnet worden

„Mit Blick auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld“ spricht die VDK in der Mitteilung von einem „soliden Ergebnis“. Trotz starkem Franken und Unsicherheiten bei den steuerlichen und politischen Rahmenbedingungen könne sich „der Standort Schweiz im internationalen Umfeld offensichtlich behaupten“.

Der gleichzeitig veröffentlichten Übersicht zufolge bildeten die Life Sciences mit 60 Unternehmen den Spitzenreiter bei den Neuansiedlungen, gefolgt von 52 Unternehmen aus der ICT-Branche. Jeweils 23 Neuansiedlungen kamen aus den Bereichen Handel und Rohstoffe sowie Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Insgesamt 18 der neuen Firmen sind in der Finanzbranche tätig, zwölf arbeiten im Bereich Cleantech und Greentech.

In diesem und den nächsten Jahren will die von der Steuerungsgruppe Landesmarketing (SG LM) geführte Standortpromotion des Bundes und der Gemeinden Switzerland Global Enterprise vermehrt um Firmen in Schlüsselindustrien werben. In den wichtigen Märkten Deutschland, Frankreich, Italien, Russland, USA, Japan, Indien, China, Grossbritannien und Brasilien kann sich die Schweiz dabei auf die Zusammenarbeit mit den Swiss Business Hubs (SBH) an den Schweizer Botschaften stützen. hs

report Invest in Basel region

Kühne + Nagel feiert Spatenstich für Pharma Hub

26.06.2017

report Invest in Basel region

Switzerland is the world’s most innovative country

20.06.2017

report Invest in Basel region

Schweizer zählen zu den glücklichsten Menschen

20.03.2017

Die Schweiz gehört laut dem neuesten Weltglücksbericht zu den vier glücklichsten Ländern weltweit. Bei der Studie werden unter anderem das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und das Vertrauen in die Regierung und Unternehmen berücksichtigt.

Die Schweiz hat es beim diesjährigen Weltglücksbericht auf den Platz vier geschafft. Sie zählt damit zusammen mit Norwegen (Platz eins), Dänemark (Platz zwei) und Island (Platz drei) zu den Ländern mit den glücklichsten Menschen weltweit. Die Autoren des Berichts weisen jedoch darauf hin, dass der Unterschied zwischen den vier Ländern an der Spitze sehr gering ist. Somit ändert sich die Reihenfolge bei den Spitzenplätzen jedes Jahr ein bisschen. Im Jahr 2015 lag die Schweiz etwa auf Platz eins.

Zu den besten 20 Ländern gehören unter anderem auch Finnland (Platz fünf), Kanada (Platz sieben), Israel (Platz elf), Costa Rica (Platz zwölf), die USA (Platz 14) und Deutschland (Platz 16). Am untersten Ende der Skala befindet sich die Zentralafrikanische Republik.

Für den Bericht haben internationale Forscher insgesamt 155 Länder untersucht. Bei der Auswertung werden sowohl Länderdaten als auch die Ergebnisse von Befragungen zur Selbstwahrnehmung der Einwohner berücksichtigt. Verglichen werden beispielsweise Faktoren wie das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, die durchschnittliche Lebenserwartung sowie das Vertrauen in die Regierung und Unternehmen bezüglich Korruption. Es wird jedoch auch in Betracht gezogen, wie frei sich Menschen bei grundlegenden Entscheidungen bezüglich ihres eigenen Lebens fühlen oder wie grosszügig sie bei Spenden sind.

 

report Invest in Basel region

Die Luye Pharma Group etabliert ihr europäisches Hauptquartier in Basel

08.06.2017

report Life Sciences

Roivant gliedert Firma für Urologie aus

07.06.2017

report Invest in Basel region

Basel besticht mit Lebensqualität

14.03.2017

Basel gehört zu den zehn Städten, die weltweit die höchste Lebensqualität aufweisen. Dies zeigt die neue Städterangliste vom Beratungsunternehmen Mercer, bei der Basel 2017 zum ersten Mal bewertet wurde.

Der Einstieg von Basel beim weltweiten Index für Lebensqualität von Mercer war ein Erfolg. Ausländische Arbeitnehmer haben der Stadt hervorragende Noten gegeben. So teilt sich Basel gemeinsam mit Sydney den Platz zehn auf der Rangliste. Den ersten Platz belegt in diesem Jahr erneut die Stadt Wien, gefolgt von Zürich. Platz drei erhält das neuseeländische Auckland und Platz vier München. Mit Genf (Platz acht) und Bern (Platz 14) schaffen es auch zwei weitere Schweizer Städte unter die besten 20.

Insgesamt wurden im Rahmen der Studie 231 Grossstädte miteinander verglichen. Zur Beurteilung der Lebensqualität in den einzelnen Städten wurden 39 Kriterien in Betracht gezogen. Zu diesen zählen unter anderem politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte. Beachtet werden jedoch auch Faktoren wie Gesundheit oder Bildungsangebote.

Eine wichtige Bedeutung wird weiter der Infrastruktur zugemessen. Dazu zählen beispielsweise die Wasserversorgung, Kommunikations- und Postdienstleistungen, der öffentliche Nahverkehr und die Verfügbarkeit von internationalen Flügen. Diesem Kriterium wurde ein eigenes Ranking gewidmet. Hier belegt Basel zusammen mit Bern den Platz 23. Zürich belegt gemeinsam mit Vancouver den Platz neun. Angeführt wird die Rangliste von Singapur.

Die jährliche Städterangliste von Mercer soll unter anderem multinationalen Unternehmen beim Vergleich von unterschiedlichen Standorten helfen.

report Invest in Basel region

Roche macht am meisten Gewinn

12.05.2017

report Invest in Basel region

Bio-Rad eröffnet im April 2017 europäischen Hauptsitz in Basel

12.04.2017

report Invest in Basel region

Roivant Sciences gründet Hauptsitz in Basel

19.12.2016

Basel - Das Biopharmazie-Unternehmen Roivant Sciences wird zukünftig weltweit von Basel als neuem Hauptsitz aus operieren. Gleichzeitig ziehen auch Partnerunternehmen nach Basel. Roivant und seine Partnerunternehmen wurden von BaselArea.swiss unterstützt.

BaselArea.swiss hat Roivant und seine Partnerunternehmen bei der Standortevaluierung und Ansiedlung unterstützt. Die Standortpromotionsorganisation der Nordwestschweiz begrüsst die neuen Unternehmen in der Region. Sie freut sich, dass solche spannenden und schnell wachsenden Firmen Basel für ihren Hauptsitz gewählt haben. „Die Zielsetzung von Roivant besteht darin, bei der Entwicklung neuer Medikamente für Patienten Zeit und Kosten zu reduzieren“, wird Vivek Ramaswamy, Gründer der Firmengruppe Roivant, in der Ankündigung zur Etablierung des neuen Hauptsitzes zitiert. „Wir sind der Überzeugung, dass dieser Standort im Zentrum der Talente und Pharmainnovationen Europas zu diesem Ziel beiträgt.“ Roivant Sciences hat sich auf den Abschluss der Spätphase der Entwicklung von Medikamenten spezialisiert. Dazu arbeitet Roviant unter anderem mit Eisai, GlaxoSmithKline und Takeda Pharmaceuticals zusammen. Zu den Interessensbereichen von Roivant zählen Neurologie, Onkologie, Endokrinologie, Dermatologie und Hepatologie.

Gleichzeitig mit Roivant planen auch Partnerunternehmen, ihren Hauptsitz nach Basel zu verlegen. In der Mitteilung wird darunter die Axovant Sciences Ltd. genannt. Das Biopharmazie-Unternehmen ist auf die klinische Phase bei der Entwicklung von Medikamenten gegen Demenzkrankheiten spezialisiert. Das Unternehmen beabsichtige, in Basel „eine vollständig integrierte Organisation aufzubauen, welche weltweit wirtschaftliche und medizinische Strategien, Herstellung und Lieferkette, geistiges Eigentum und weitere Firmenfunktionen verwaltet“, wird Mark Altmeyer, Präsident und Chief Commercial Officer von Axovant Sciences, in der Mitteilung zitiert. „Unsere Präsenz in Basel bedeutet den Zugang zu einem erstklassigen Talentpool, der für unseren weiteren Erfolg entscheidend sein wird.“ hs

report Invest in Basel region

BaselArea.swiss spricht mit chinesischen Unternehmen über „Swiss Made“

12.04.2017

report Invest in Basel region

US-Behörde genehmigt Übernahme von Syngenta

05.04.2017

report ICT

Dr. med. App – Digitale Transformation in den Life Sciences

30.11.2016

Die Zukunft gehört den datengetriebenen Therapieformen. Der Standort Basel nimmt die Herausforderung an und investiert in die sogenannte Precision Medicine.
Ein Text von Fabian Streiff* und Thomas Brenzikofer, erstmals erschienen am Freitag, 14. Oktober 2016 in der NZZ Verlagsbeilage „Swiss Innovation Forum“

Nun also auch die Life Sciences: Google, Apple und andere Technologie-Giganten haben den Gesundheitsmarkt entdeckt und bringen neben ihrer IT-Expertise viele Milliarden an Risikokapital mit. Völlig neue, datengetriebene und personalisierte Therapieformen – in einem Wort: Precision Medicine oder kurz PM – versprechen den Gesundheitssektor auf den Kopf zu stellen. Und wo es Veränderung gibt, da gibt es viel zu gewinnen. Zumindest aus Sicht der Investoren.

Anders sieht dies aus Sicht von Big Pharma aus. Für sie steht einiges auf dem Spiel. Gemäss Frank Kumli von Ernst & Young sind die Eintrittshürden bisher relativ hoch: «Wir bewegen uns in einem stark regulierten Markt, da dauert es länger bis Innovationen aufgenommen und durchgesetzt werden können.» Aber auch Kumli ist überzeugt, dass die Richtung vorgegeben ist und die Digitalisierung voranschreitet. Doch sieht er mehr Chancen als Gefahren: Die Schweiz und insbesondere Basel sei hervorragend positioniert, hier eine führende Rolle zu übernehmen. Mit der Universität Basel, dem D-BSSE der ETH, der FHNW, dem FMI und dem Universitätsspital Basel verfüge der Standort über starke Forschungsakteure. Zudem wird die gesamte Wertschöpfungskette in der Region abgedeckt, von der Grundlagenforschung, angewandten Forschung und Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb bis hin zu den Regulatory Affairs sowie entsprechenden IT-Kompetenzen. Zu den wichtigsten Treibern der digitalen Transformation hin zur Precision Medicine gehören digitale Tools, die ein Echt- zeit-Monitoring von Patienten – sogenannte Feedback Loops – ermöglichen. Die Kombination solcher Daten mit Informationen aus klinischen Tests und Genanalysen sind der Schlüssel zu neuen biomedizinischen Erkenntnissen und damit zu Innovationen.

Landesweit einheitliche Datenorganisation
Ähnlich wie im 16. Jahrhundert die Erfindung des Mikroskops das Feld zur modernen Medizin eröffnete, werden Daten und Algorithmen die Basis liefern, den künftigen Patienten sehr viel präzisere und kostengünstigere medizinische Lösungen und Therapien anbieten zu können. Derzeit besteht die Krux jedoch noch darin, dass die Daten an verschiedenen Orten in unterschiedlichen Formaten und meist in geschlossenen Systemen vorhanden sind. An diesem Punkt setzt das Projekt unter Leitung von Professor Torsten Schwede am Swiss Inrecistitute of Bioinformatics (SIB) an.

Im Rahmen der nationalen Initiative «Swiss Personalized Health Network» soll von der Leitungszentrale im Stücki Science Park Basel aus eine landesweit einheitliche Datenorganisation zwischen Universitätsspitälern und Hochschulen aufgebaut werden. Der Kanton Basel-Stadt hat eine Anschubfinanzierung für das Projekt bereits beschlossen. Durch die Standardisierung von Datenstrukturen, Semantik und Formaten zum Datenaustausch dürfte die klinische Forschung in der Schweiz – sowohl an Hochschulen sowie in der Industrie – deutlich an Qualität und Attraktivität gewinnen. An Interesse auf der Basis solcher klinischer Daten zu forschen und neue Geschäftsideen zu entwickeln, mangelt es nicht. Dieses zeigte sich anlässlich von Day One, einer von der Innovationsförderung und Standortpromotion BaselArea.swiss mitgetragenen und von der Precision Medicine Group Basel Area organisierten Workshop-Veranstaltung anlässlich der Basler Life Science Week.

Über 100 Experten fanden sich ein, um über zukünftige Geschäftsmodelle zu brüten. Insgesamt 14 Projekt- und Geschäftsideen wurden dabei näher in Betracht gezogen. Diese reichten von der Automatisierung der bildgestützten Diagnose über die Entwicklung von Sensoren in Wearables bis hin zu Smartphone-Apps zur besseren Involvierung von Patienten in den Therapieprozess.

Auch Big Pharma ist dabei
«Die Diversität der Projektideen war erstaunlich und zeigt, dass die Schweiz ein guter Nährboden sein kann für den nächsten Innovations- schritt in der Biomedizin», sagt Michael Rebhan von der Novartis und Founding-Mitglied der Precision Medicine Group Basel Area über- zeugt. Darauf will die Precision-Medicine-Initiative jetzt aufbauen: «Trotz der Innovations- kraft, die wir in den einzelnen Disziplinen sehen, kommt Precision Medicine insgesamt nur lang- sam voran. Die Fortschritte sind in ihrer Gesamtheit noch unzureichend, weshalb wir enger zusammenarbeiten und unsere Anstrengungen integrieren müssen. Es braucht deshalb eine Plattform, wo Experten aus verschiedenen Disziplinen zusammenkommen», ist Peter Groenen von Actelion, ebenfalls Mitglied der Precision Medicine Group Basel, überzeugt.

Das Interesse der Industrievertreter an einem Open Innovation Hub mit einem Precision Medicine Lab als zentralem Bestandteil ist denn auch gross. Hier sollen die Projekte der Stake- holder in einem offenen und kollaborativen Umfeld vorangetrieben werden können. Darüber hinaus soll der Hub Talente und Projektideen von ausserhalb der Region Basel anziehen. Das neuartige Innovationsökosystem rund um Precision Medicine steht noch am Anfang. In einer Pilotphase sollen anhand erster konkreter Anwendungsfälle die Funktionen und Dimensionen des PM Hubs präzisiert werden, um danach die richtigen Partner für den Aufbau des gesamten Hubs zu identifizieren.

Die digitale Transformation voran mitgestalten
Die vielversprechendsten Projekte finden schliesslich Zugang zu einem Accelerator-Programm, wo sie weiter beschleunigt werden und in den bestehenden Innovationsinfrastrukturen wie Basel Inkubator, Technologiepark Basel oder Switzerland Innovation Park Basel Area zu einem Unternehmen reifen können.

Fazit: Die Region Basel schafft die Voraussetzungen, die digitale Transformation in den Life Sciences an vorderster Front mitzugestalten und damit diesen wichtigen Industriezweig für die Schweiz weiter auszubauen sowie für die Ansiedlung neuer Unternehmen attraktiv zu halten.

 

* Dr. Fabian Streiff leitet die Standortförderung des Kantons Basel-Stadt.

report Invest in Basel region

Zahl der Ansiedlungen wächst wieder

03.04.2017

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Baselworld feiert Jubiläum

23.03.2017

report Invest in Basel region

BaselArea.swiss welcomes Biopharmaceutical Company Ultragenyx

06.07.2016

BaselArea.swiss Economic Promotion is pleased to announce that Ultragenyx, a biopharmaceutical company focused on the development of novel products for rare and ultra-rare diseases based in the San Francisco Bay Area, California, is opening their European headquarters in the city of Basel, Switzerland. Stefano Portolano, M.D., has been appointed Senior Vice President and head of Ultragenyx Europe. In this role, Dr. Portolano will be responsible for building and leading the Ultragenyx commercialization efforts across Europe and developing the company's European organization.

«Ultragenyx selected Basel as our European headquarters because of the area’s thriving life sciences community, accessibility to the rest of Europe, business-friendly environment and strong international talent pool,» said Dr. Portolano. «On behalf of Ultragenyx, I would like to thank the team at BaselArea.swiss for their partnership throughout this process, as they have been invaluable as we look to establish our European presence and help bring promising therapies to patients throughout the region. We are focusing on key hires to establish necessary capabilities so that we are ready to launch if we receive approval, and we are confident we will be able to find and attract key talents in Basel».

Dr. Portolano brings over 20 years of experience in the biopharmaceutical industry, in medical, commercial and general management roles in both Europe and the United States. He has worked both on pre-launch and launches of products for rare diseases, both at Genzyme and Celgene. Before joining Ultragenyx, he spent ten years at Celgene Corporation in increasing leadership roles, most recently as Vice President of Strategy & Commercial Operations, EMEA. Prior to Celgene, he worked at Genzyme for eight years. Dr. Portolano received his M.D. degree from Federico II University in Napoli, Italy. He completed his postdoctoral fellowship and served as Adjunct Assistant Professor of Medicine at the University of California at San Francisco.

About Ultragenyx
Ultragenyx is a clinical-stage biopharmaceutical company committed to bringing to market novel products for the treatment of rare and ultra-rare diseases, with a focus on serious, debilitating genetic diseases. Founded in 2010, the company has rapidly built a diverse portfolio of product candidates with the potential to address diseases for which the unmet medical need is high, the biology for treatment is clear, and for which there are no approved therapies.

The company is led by a management team experienced in the development and commercialization of rare disease therapeutics. Ultragenyx’s strategy is predicated upon time and cost-efficient drug development, with the goal of delivering safe and effective therapies to patients with the utmost urgency.

The company's website for more information on Ultragenyx

About BaselArea.swiss
BaselArea.swiss is responsible for the international promotion of the economic region of Basel, Switzerland. In a joint effort, the economic promotion agencies of the Swiss cantons of Basel-Stadt, Basel-Landschaft, and the Jura support expansion and relocation projects of foreign companies, and offer consulting services to entrepreneurs and startups. The identification and procurement of suitable real estate and properties for international and national companies is an important service of BaselArea. BaselArea’s consulting services for interested parties are provided free of charge.

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