Willkommen bei BaselArea.swiss

Wir fördern Innovation und beschleunigen Geschäftsvorhaben in der dynamischsten Wirtschaftsregion der Schweiz >>>>

Nr. 1 in Swissness

Swissness bedeutet Wirtschaftsfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Produktivität. Dafür steht die Region Basel mit ihrer Wirtschafts... >>>> Swissness bedeutet Wirtschaftsfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Produktivität. Dafür steht die Region Basel mit ihrer Wirtschaftskraft und liberalen Grundhaltung ein.

Nr. 1 in Life Sciences und Healthcare

Die komplette Life Sciences-Wertschöpfungskette auf engstem Raum:
Das macht die Region Basel einmalig und zum bevorzugten Stan... >>>>
Die komplette Life Sciences-Wertschöpfungskette auf engstem Raum:
Das macht die Region Basel einmalig und zum bevorzugten Standort
für Forschungs- und Entwicklungs-, Produktions- und Headquarter-Funktionen
von über 600 Unternehmen.

Nr. 1 in innovativen Industrien

Die Schweiz gilt gemäss verschiedener Studien als innovativstes Land der Welt. Zugang zu Wissen, qualifizierte Mitarbeitende aus al... >>>> Die Schweiz gilt gemäss verschiedener Studien als innovativstes Land der Welt. Zugang zu Wissen, qualifizierte Mitarbeitende aus aller Welt, gepaart mit einem starken industriellen Rückgrat machen die Region Basel zum führenden Innovations-Hub der Schweiz.

Nr. 1 in Anbindung von und nach Europa

Ob per Containerschiff über die Weltmeere oder per Flugzeug: Die hervorragenden Verkehrsanbindungen, die zentrale Lage mitten in Eu... >>>> Ob per Containerschiff über die Weltmeere oder per Flugzeug: Die hervorragenden Verkehrsanbindungen, die zentrale Lage mitten in Europa und an der Grenze zu Deutschland und Frankreich machen die Region Basel zur bevorzugten Logistikzentrale und Handelsmetropole.

Nr. 1 in Kultur und Freizeit

Kunstschätze und Sportanlässe von Weltformat, internationales, urbanes Ambiente umgeben von intakter Naturlandschaft zur Naherholun... >>>> Kunstschätze und Sportanlässe von Weltformat, internationales, urbanes Ambiente umgeben von intakter Naturlandschaft zur Naherholung machen die Region Basel zu einem der lebenswertesten Wohn- und Arbeitsorte der Welt.

Als die gemeinsame Innovationsförderung und Standortpromotion der Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura unterstützt BaselArea.swiss Firmengründer und Unternehmen aus dem In- und Ausland bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Innovations- und Geschäftsvorhaben in der Region Basel.

Über ein Netzwerk von über 8’500 Entscheidern, Innovatoren, Experten und Multiplikatoren vermittelt BaselArea.swiss ihren Kunden den gezielten Zugang zu Wissen und spezialisiertem Know-how.

Ihren Kunden bietet BaselArea.swiss Services in vier Bereichen an:

  • Unter Invest in Basel Region erhalten Kunden massgeschneiderte Entscheidungshilfen für die Ansiedlung ihrer Geschäftsaktivitäten in der Region und werden während ihres gesamten Niederlassungsprozesses kompetent beraten.
  • Unter Connecting Innovators erhalten Unternehmen und Forscher Unterstützung in den Themen Technologie, F&E und Innovation innerhalb der Technologiefelder „Life Sciences“, „Medtech“, „ICT“, „Micro, Nano & Materials“ sowie „Production Technologies“.
  • Unter Supporting Entrepreneurs erhalten Unternehmer, die sich in der Region ansiedeln oder hier neu gegründet werden, allgemeine Hilfestellung zur operativen Umsetzung ihres Vorhabens. Darüber hinaus werden Start-ups sowie expandierende KMUs in den oben genannten Technologiefeldern durch die gezielte Vernetzung mit Fachexperten und Investoren gefördert.
  • Unter Accessing China können sich Nordwestschweizer Unternehmen, die nach China expandieren wollen, über ein kompetentes Partnernetzwerk den erleichterten Marktzugang verschaffen und ihr Expansionsvorhaben optimal umsetzen.

Darüber hinaus betreibt BaselArea.swiss eine umfassende Informationsplattform, welche die Kompetenzen in der Wirtschaftsregion Basel aufzeigt und somit die Vernetzung unter den Akteuren fördert:

  • „Innovation Reports“: Berichtet über das Innovationsgeschehen in der Region Basel und publiziert monatlich einen Newsletter mit Interviews, Hintergrundberichten sowie Informationen zu Firmengründung und Unternehmensansiedlungen.
  •  „Innovation Events“: An über 50 Events pro Jahr mit Fokus auf Knowledge-Transfer und Entrepreneurship vernetzt die BaselArea.swiss Innovatoren und Unternehmensgründer zu aktuellen Themen.

Die Schweiz gehört seit Jahren punkto Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu den führenden Wirtschaftsstandorten der Welt. Verschiedene Faktoren setzen die Schweiz auf den Spitzenrang. Nebst dem hohen Ausbildungstand und der State of the Art-Infrastruktur ist sicher auch die Effizienz der Behörden einer der Hauptgründe dafür, dass Swissness gemeinhin mit Wirtschaftsfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Produktivität gleichgesetzt wird. Unternehmen profitieren denn auch seit Jahrzehnten von einer hohen Rechts-, Planungs- sowie Investitionssicherheit und verfügen damit über die wichtigsten Grundvoraussetzungen für eine nachhaltige Expansion in neue Märkte. Nicht umsonst findet sich in der Schweiz die höchste Dichte an multinationalen Grossunternehmen.

Zu diesem Erfolg der Schweiz trägt die Region Basel massgeblich bei. Nicht nur haben hier zahlreiche global führende Unternehmen ihren Ursprung, vielmehr sorgen diese auch für eine anhaltende Wirtschaftsdynamik: So wächst das Bruttoinlandprodukt in der Region Basel deutlich über dem Landesdurchschnitt – und zwar auf höchstem Niveau: So weist die Grossagglomeration Basel das höchste BIP pro Kopf aus. Gleichzeitig stützt die Region aufgrund ihres weltweit führenden und produktivsten Life Sciences Clusters sowie des hohen Anteils an Hightech-Industrien die Innovationsstärke des Landes massgeblich. So wird rund ein Fünftel des exportierten Warenwertes der Schweiz in der Region Basel hergestellt – notabene von deutlich weniger als 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung.

Vier wesentliche Faktoren sind es, welche die Schweiz im Allgemeinen und die Region Basel ganz besonders als weltweit führenden Wirtschafts-, Industrie- und Wissensstandort auszeichnen:

  • Vernünftige Steuerpolitik: Der föderalistische Staatsaufbau der Schweiz sorgt für Steuerwettbewerb unter den Kantonen und hält damit die Belastung des Fiskus in einem vernünftigen Rahmen. Abgesehen vom fixen Bundesanteil obliegt die Festlegung des Steuersatzes den Kantonen – und diese bieten bestmögliche Rahmenbedingungen. Davon profitieren in der Region Basel insbesondere Unternehmen, die im hochwertschöpfenden Innovationsbereich tätig sind und hohe Investitionen in Forschung, Entwicklung sowie Produktion tätigen werden.
  • Liberaler Arbeitsmarkt: Aufgrund der hohen Dichte international tätiger Unternehmen in der Hochtechnologie sind die Behörden in der Region Basel überaus unterstützend, um der Nachfrage nach ausländischen Fachkräfte gerecht werden zu können. Darüber hinaus profitieren Unternehmen von einer der liberalsten Arbeitsgesetzgebungen in Europa bei gleichzeitig hoher sozialer Absicherung für den einzelnen Arbeitnehmer, was Unternehmen erlaubt, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.
  • Nachhaltige Infrastruktur: Eine Zugverspätung von fünf Minuten gilt in der Schweiz bereits als Ärgernis – und Ausnahme. Darüber können viele ausländische Gäste nur schmunzeln. Doch Tatsache ist, dass die Schweizer Infrastruktur zu den modernsten und solidesten der Welt gehört. Davon profitieren auch Unternehmen in der Region Basel: hervorragende Anbindung per Auto, auf der Schiene sowie per Flugzeug von und nach Europa sowie über den Rhein auf dem Wasserweg in die ganze Welt.
  • Praxisnahe Ausbildung: Nur ein Drittel aller jungen Schweizer schliesst die Schulbildung auf der Stufe Gymnasium ab und studiert an einer der Schweizer Spitzenuniversitäten. Was für viele Volkswirtschaften eine katastrophale Quote darstellen würde, gehört zur absoluten Stärke der Schweiz. Denn das sogenannte duale Bildungssystem sieht vor, dass die Mehrheit der jungen Menschen eine Berufslehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis absolviert und sich damit sehr früh ins Arbeitsleben integriert. Allerdings nicht ohne sich später meist „on the job“ an einer der Fachhochschulen praxisnah zu spezialisieren. Damit verfügt der Schweizer Arbeitsmarkt über junge Mitarbeitende, die einige Jahre Berufserfahrung mitbringen und sich flexibel in Fachrichtungen weiterbilden, die von der Industrie auch tatsächlich nachgefragt werden. Darüber hinaus bietet gerade die Region Basel ein breites Angebot an internationalen Schulen, die es Mitarbeitenden von multinationalen Unternehmen erleichtert, sich hier mit ihren Familien zu integrieren.

Als einziges Staatswesen, das die direkte Demokratie kennt, hat die Schweiz über Jahrhunderte zu diesem sehr spezifischen politischen und gesellschaftlichen System gefunden. Es zeichnet sich aus durch föderalistische Selbstbestimmung, Konkordanz sowie Verlässlichkeit und ist Grundvoraussetzung für ein politisch und gesellschaftlich stabiles Umfeld. Dies gilt ganz besonders auch für die Region Basel, wo Unternehmen dank der Offenheit sowie einer pragmatischen, lösungsorientierten Grundhaltung von Behörden und Bürgern die Vorzüge der Swissness zu ihrem Erfolgsfaktor machen können.

Die Region Basel gehört weltweit zu den führenden Life Sciences-Standorten und ist klar die Nummer 1 Europas. Mit Roche und Novartis stammen gleich zwei der drei globalen Marktführer aus der Region Basel und betreiben hier in Basel ihre globale Konzernzentrale.

Neben den Grossen sind weitere internationale Player mit bedeutenden Geschäftsfunktionen vor Ort. Darunter Elanco (Eli Lilly Company), Abott oder Bayer. Hinzukommen eine ganze Reihe von Newcomer wie Actelion, Basilea, Evolva sowie Spezialisten wie Bachem oder
Polyphor. Zudem hat sich die Region Basel zum Hotspot vielversprechender Start-ups entwickelt.

Insgesamt zählt die Region Basel über 600 Life Sciences-Firmen, welche zu einem dynamischen Wirtschaftsumfeld beitragen. Der Erfolg dieser Unternehmen gründet auf drei wesentlichen Faktoren:

  • Die Life Sciences-Industrie ist der Wachstumsmotor der Region Basel – und hier fest verankert: Mit insgesamt 27’000 Arbeitnehmenden im Life Sciences-Sektor bringt die Region Basel jede Stunde Güter und Dienstleistungen im Wert von 301 Millionen Dollar hervor. Damit gehört die Region Basel weltweit mit Abstand zur Life Sciences-Destination mit der höchsten Produktivität. Aber auch in punkto Bruttowertschöpfung ist die Region Basel Weltmeister: Mit 13 Milliarden Dollar pro Jahr werden nirgends in der Welt höhere Volumen produziert. Gleichzeitig ist die Region Basel mit jährlich 9 Milliarden Dollar Investitionen global führend in Forschung und Entwicklung. Die Life Sciences sorgen für ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum der Region Basel und entsprechend hoch ist ihr Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung.
  • In der Region Basel finden sich Talente und Experten aus allen Kompetenzbereichen – nicht selten in Gehdistanz: Von der Forschung über Start-ups bis hin zu Produktion, Marketing und Vertrieb, befindet sich in der Region Basel die komplette Life Sciences-Wertschöpfungskette vor Ort. Dies generiert einen Fundus an erfahrenen Spezialisten und Experten für jede Unternehmensphase und Unternehmensfunktion. Hinzu kommen Weltklasse-Forschungsinstitute wie das Biozentrum der Universität Basel, das Department of Biosystems Science and Engineering der ETH Zürich sowie das Friedrich Miescher Institute. Diese Breite an Ressourcen, Expertise und Talente auf kleinstem Raum – nicht selten buchstäblich in Gehdistanz - ist weltweit einmalig und bietet einen unvergleichlichen Nährboden für künftige Innovationen.
  • Innovation in Life Sciences hat in der Region Basel Tradition - seit über 250 Jahren: Die Region Basel ist der Life Sciences-Standort mit der längsten Geschichte. Angefangen Mitte des 18. Jahrhunderts im Zuge der industriellen Seidenbandfärberei bis hin zur Biotech-Revolution ist es dem Basler Life Sciences-Ökosystem immer wieder gelungen, sich neu zu erfinden und alle massgeblichen Entwicklungen zu gestalten und mitzugehen. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter, denn im Gegensatz zu anderen historisch gewachsenen Life Sciences-Standorten ist die Region Basel in den vergangenen Jahren solide gewachsen und setzt mit rund 7 Milliarden Franken geplanter Investitionen in den nächsten Jahren in öffentliche und private Infrastrukturprojekte schon zum nächsten Entwicklungsschub an.

Tradition, ein starkes industrielles Rückgrat und über Jahrzehnte gewonnene Expertise in Forschung und Entwicklung sowie bei der Kommerzialisierung machen die Region Basel mit zur komplettesten Life Sciences-Destination der Welt. Nirgends lassen sich Life Sciences-Projekte effizienter zur Marktreife entwickeln und nachhaltiger zum Erfolg führen wie in der Region Basel.

 

Hochtechnologie treibt die Wirtschaft der Region Basel an und sorgt für ein überdurchschnittliches Wachstum. Dies wird auch in Zukunft so bleiben. Denn ein starkes industrielles Rückgrat, ein internationales Geschäftsumfeld, das Talente und Fachleute aus aller Welt anzieht, kombiniert mit Schweizer Hochschul- und Berufsausbildung auf Weltklasseniveau machen die Region Basel zum idealen Nährboden für Innovation. Unternehmen - insbesondere aus der Medizinaltechnologie, dem ICT-Sektor sowie der Präzisionsgüterindustrie und Chemie - profitieren dabei von folgenden Standortvorteilen:

  • Die Region Basel verfügt über eine starke industrielle Basis in den Hochtechnologien: 92 Prozent der industriellen Wertschöpfung im Kanton Basel-Stadt stammt von Hightech-Firmen. Auch in den ländlichen Kantonen Baselland und Jura beträgt diese Quote über 70 Prozent. Dies ist deutlich mehr als der Landesdurchschnitt von rund 60 Prozent - und damit reiht sich die Schweiz bekanntlich unter die innovativsten Nationen der Welt.
  • Die Region Basel ist Spitzenreiter in Forschung und Entwicklung: In der Schweiz sorgt der private Sektor für 69 Prozent der Investitionen in Forschung und Entwicklung. Zu diesem - im globalen Vergleich sehr hohen - Anteil steuert die Region Basel 40 Prozent bei, obwohl nur zehn Prozent der Schweizer Bevölkerung hier leben. Von den zehn Schweizer Unternehmen, welche die meisten Patente einreichen, haben deren fünf ihren Hauptsitz in der Region Basel: Roche, Novartis, Clariant, Syngenta und Endress+Hauser. Es gibt auch keine andere Schweizer Region, die mehr Arbeitnehmende in der industriellen Forschung und Entwicklung beschäftigt.
  • Die Region Basel ist global vernetzt und verfügt über einen Talentpool aus aller Welt: Rund jeder fünfte der über 700'000 Einwohner stammt aus dem Ausland, darunter 36’000 Expats. An der Grenze zu Deutschland und Frankreich gelegen, strömen jeden Tag 70'000 Mitarbeitende aus dem benachbarten Ausland in die Region. Es gibt wenige Wirtschaftsstandorte, wo sich auf kleinstem Raum ein derart internationales Geschäftsumfeld konzentriert und damit Fachspezialisten aus aller Welt anziehen.
  • Wissenschaft und Hochschulausbildung auf Weltklasseniveau: Neben der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Industrie ist Basel auch hervorragend eingebettet in die Hochschullandschaft. Die Universität Basel mit 2’000 Dozierenden und 12'000 Studierenden gehört zu den ältesten in Europa und rangiert unter den Top 100 der Welt. In weniger als zwei Stunden Bahnfahrt sind zudem die Eidgenössischen Technischen Hochschulen ETH Zürich (mit Life Science-Ableger in Basel) sowie EPFL Lausanne zu erreichen, beides weltweite Spitzen-Universitäten. Insgesamt finden sich in der Region Basel inklusive benachbartem Ausland nicht weniger als 167 Forschungsinstitute im Umkreis von ein paar hundert Kilometern. Darüber hinaus sorgt auch das duale Bildungssystem der Schweiz sowie die Fachhochschule Nordwestschweiz für bestens ausgebildete Berufsleute und Fachspezialisten.

Studien setzten die Schweiz immer wieder auf den Spitzenplatz der führenden Innovationstandorte der Welt. Mit seinem starken industriellen Rückgrat, dem internationalen Geschäftsumfeld, das Talente und Fachleute aus aller Welt anzieht, kombiniert mit der Schweizer Hochschul- und Berufsbildung wurde Basel zum führenden Innovations-Hub der Schweiz. Einzigartig ist dabei die Dichte des Angebots: Wissenschaftliche Höchstleistung, Fachexpertise, industrielles Know-how und höchst qualifizierte Mitarbeitende sind nicht selten in Gehdistanz zu finden.


Bereits zur Römerzeit stellte der Basler Rheinhafen die südlichste schiffbare Verbindung zur Nordsee dar. Mit der Erstellung der ersten und während langer Zeit einzigen Brücke über den Rhein zwischen Bodensee und Nordsee im Jahr 1226, entwickelte sich die Stadt zur bedeutenden Handelsmetropole. Die bevorzugte Lage mitten in Europa und an der Grenze zu Deutschland und Frankreich machen die Region Basel noch heute zum wichtigsten Logistikzentrum der Schweiz. Davon profitiert die Industrie.
Aber auch als Standort für internationale Headquarters und für global tätige Handelsunternehmen bietet der Standort in Europa einmalige Vorzüge:

  • Die Region Basel ist eine europäische Verkehrsdrehscheibe: Nur 15 Minuten per Bus oder Taxi vom Stadtzentrum entfernt, fliegt der EuroAirport über 90 Destinationen in Europa, Nordafrika und im Nahen Osten an. Aus den drei Rheinhäfen lassen sich Container direkt in drei Tagen nach Rotterdam und von da über die Weltmeere verschiffen. Per Bahn können sämtliche grösseren Städte wie Zürich (inklusive internationaler Flughafen Kloten), Bern, Lausanne und Genf sowie die Wirtschaftszentren am Oberrhein (Freiburg, Karlsruhe oder Strassburg) im Stundentakt angefahren werden. Auch Europas Metropolen Frankfurt, Paris und Mailand sind per Hochgeschwindigkeitszug in wenigen Stunden bequem zu erreichen.
  • Die Region Basel ist das führende Logistikzentrum der Schweiz: 842'000 Tonnen Nahrungsmittel und 12 Prozent des Schweizer Aussenhandels werden in den drei Rheinhäfen jährlich umgeschlagen. Ein Drittel des gesamten Schweizer Aussenhandels wird über die Region Basel abgewickelt. Der EuroAirport ist der führende Flughafen der Schweiz für Luftfracht. Dies kommt nicht von ungefähr: 23'000 Erwerbstätige der Region Basel sind in der Logistik beschäftigt. 990 Logistikfirmen - darunter führende Unternehmen wie DHL, Panalpina, Goldrand oder Kerry Logistics -  sind in der Region Basel niedergelassen und bieten Lösungen für komplexe Supply Chain Management-Anforderungen wie sie in den Life Sciences und der chemischen Industrie vielfach anzutreffen sind.
  • Die zentrale Lage macht die Region Basel zum idealen Geschäftssitz für internationale Handelsunternehmen: Ob Tabak (Davidoff), Einzelhandel (Dufry), Gastronomie (Transgourmet) oder internationaler Finanzaustausch (BIZ): Güter und Dienstleistungen aller Art werden von Basel aus gehandelt. So haben auch Coop (Nummer 2 im Schweizer Detailhandel) sowie Manor (grösste Schweizer Warenhauskette) hier ihre Hauptsitze. Grosse Bedeutung hat die Region Basel auch als internationaler Messe-Standort. So wird ein Grossteil des Uhren- und Schmuckgeschäfts an der jährlich stattfindenden Basel World abgewickelt und die Art Basel ist die bedeutendste Kunstmesse der Welt. Die Vorzüge von Basel als Handelsstadt entdecken zudem immer mehr ausländische Brands und eröffnen ihren Europasitz in der Region. Beispiele sind der Lifestyle Brand Fossil, der Fahrrad-Hersteller Cannondale oder das Modelabel Tally Weijl.

Aufgrund der hervorragenden Verkehrsanbindung sowie der vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen in Logistik und internationalem Handel wird die Region Basel von global tätigen Unternehmen mehr und mehr als europäischer oder globaler Sitz entdeckt. Aber auch etablierte Unternehmen und Start-ups profitieren von der zentralen Lage des Standortes. Nicht zuletzt prägen die Grenzsituation und der konstante Austausch mit aller Welt die offene Mentalität der Bevölkerung und sorgen für eine konstant dynamische Entwicklung der gesamten Wirtschaftsregion.

Frühstücken in Deutschland, Lunch in Frankreich und Abendessen in der Schweiz: Eingebettet im Dreiländereck und geprägt durch das internationale Ambiente der globalen Industrie bietet die Region Basel eine einmalige Lebensqualität. Und dies weit kostengünstiger als in den restlichen Schweizer Grossagglomerationen. Mit ihrer preisgekrönten Architektur, dem historischen Stadtkern und dem reichhaltigen Kulturangebot - von hip bis klassisch - lässt es sich in der Region Basel sehr urban leben. Gleichzeitig sorgt ein bestens ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz für den schnellen und unkomplizierten Anschluss zu den ländlichen Wohngegenden und Naherholungsgebieten.
Die Zuzügler müssen es wissen: Die Region Basel verfügt nicht nur über die grösste Expat Community mitsamt umfassendem Angebot von internationalen Schulen für deren Nachwuchs, sondern auch über den höchsten Anteil an Zuzügler,  die sich länger als fünf Jahre in der Region niederlassen und zuhause fühlen. Dafür gibt es mehr als einen Grund:

  • Urbaner Lebensstil und reichhaltiges Kulturangebot für jeden Geschmack: Basels Wurzeln reichen weit zurück bis zu den Römern und Kelten. Die erste Blüte erlebte die Region im späten Mittelalter und der beginnenden Neuzeit. Dennoch ist man keineswegs stehen geblieben. Im Gegenteil: eine lebendige Kreativszene sorgt – gepaart mit gastronomischer Vielfalt und einem reichhaltigen Angebot an Veranstaltungen – für einen grossstädtischen Lebensstil. Ob Fasnachtsbummel durch die pittoreske Altstadt, Sinfoniekonzert im neobarocken Musiksaal des Stadtcasinos oder Filmgenuss im Open Air Kino auf dem Münsterplatz: In Basel herrscht rund ums Jahr Hochbetrieb.     
  • Kunstliebhaber sind in der Region Basel am richtigen Ort: Das Basler Kunstmuseum, 1671 gegründet, gilt als älteste öffentliche Kunstsammlung eines Gemeinwesens und gehört gemäss einem Rating der Londoner „Times“ zu den fünf besten Kunstmuseen der Welt. Ein nicht minder internationaler Anziehungspunkt ist die Fondation Beyeler, erbaut vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano. Als weitere Superlative lädt die führende Kunstmesse der Welt – Art Basel – alljährlich zum Stelldichein der Kunstwelt sowie des internationalen Jetsets. Aber auch Produktionen des Stadttheaters (Oper, Schauspiel und Ballett) schaffen es regelmässig in internationalen Wettbewerben aufs Podest.
  • Sport ist in der Region Basel immer angesagt, nicht nur im Stadion oder auf der Couch: Die Créme de la Crème des europäischen Fussballs werden vom FC Basel im St. Jakob-Park empfangen und die Tenniselite spielt an den Swiss Indoors auf – mitsamt dem Superstar aus der Region, Roger Federer. Aber auch ausserhalb der Sportarenen zeigt sich die Bevölkerung der Region Basel sportbegeistert. So wird in keiner anderen Stadt mehr Fahrrad gefahren wie in Basel, sei es zur Arbeit oder auf den zahlreichen Velowegen übers Land. Laufsportler können ungehindert am Rheinufer entlangrennen. Langläufer finden im Jura kilometerlange Loipen und Skifahrer stehen in weniger als zwei Stunden Autofahrt auf einer Piste in den Schweizer Alpen.
  • Eingebettet im Dreiländereck und am Tor zur Schweiz lockt eine Vielfalt von Aktivitäten: Ob Wein degustieren im Elsass, Schlemmen in Südbaden oder ein lauschiges Picknick auf der Jurahöhe: In der Region Basel gibt es kaum einen Wunsch, der nicht in wenig mehr als einer Stunde Autofahrt erfüllt werden könnte. Und noch mehr gilt es zu entdecken, zum Beispiel einen Sprung in den Fluss, wenn sich an lauen Sommerabenden das Basler Rheinufer in eine veritable Riviera verwandelt.

Vielseitigkeit in kürzester Distanz, eine öffentliche Verkehrs-Infrastruktur, die weltweit ihresgleichen sucht, sowie die politische Sicherheit und Stabilität bringen die Schweiz in allen gängigen Studien punkto Lebensqualität regelmässig auf die Spitzenränge. All dies findet sich selbstverständlich auch in der Region Basel, angereichert mit viel Kultur, Lifestyle und internationalem Flair. Nicht umsonst zählt Basel bei der jungen Bevölkerung zu einem der trendigsten Orte der Schweiz.

 

Our services

Invest in Basel Region

Ihr Unternehmen ist auf Expansionskurs? Sie wollen in Europa und in der Schweiz Fuss fassen und neue Märkte erschliessen? Dann ist die Region Basel Ihre erste Wahl. Auf engstem Raum finden Sie hier alles, was es zum langfristigen und nachhaltigen Erfolg braucht.

Mehrere multinationale Konzerne, allen voran aus der Life Sciences-Industrie, sorgen für ein internationales Geschäftsumfeld. Entsprechend ist in der Region ein global ausgerichteter Talentpool mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeitenden aus sämtlichen Kompetenzbereichen vorhanden. Mitten in Europa, an der Grenze zu Frankreich und Deutschland gelegen, bietet die Region Basel attraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen und höchste Schweizer Lebensqualität.

Soll auch Ihr Unternehmen von diesen Standortvorteilen profitieren? Gerne zeigen wir Ihnen, wie. Unsere Spezialisten beraten und begleiten Unternehmen kompetent und umfassend während des gesamten Ansiedlungsprozesses:

  • Evaluation: Steuern? Arbeitsmarkt? Konkurrenzsituation? Bewilligungen? Industrielles Umfeld? Zugeschnitten auf Ihr Vorhaben können wir sämtliche standort-relevanten Informationen zur Region Basel und der Schweiz zusammenstellen.
  • Standortwahl: Noch offene Fragen? Überzeugen Sie sich aus erster Hand. Wir vermitteln persönliche Kontakte zu Behörden, Experten sowie Entscheidungsträgern und unterstützen Sie kompetent bei der Flächensuche.
  • Standortbesuch: Sie wollen die Region Basel kennenlernen? Wir gestalten Ihren Besuch so effizient wie möglich und erarbeiten - ganz zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse -  ein individuelles Besuchsprogramm.
  • Geschäftsaufbau: Sie wollen keine Zeit verlieren? Wir unterstützen Sie bei der Kontaktanbahnung zu wichtigen Partnern und Institutionen und beschleunigen so den Zugang in die vielfältige Wirtschafts- und Innovationslandschaft der Region Basel.

Dieser vollumfängliche Service ist kostenlos für alle Unternehmen, die nachhaltig zur Dynamik unseres Wirtschaftsstandortes beitragen. Innovation und Offenheit für Neues hat in der Region Basel seit Jahrhunderten Tradition. Wir sind gespannt auf Ihr Geschäftsvorhaben und freuen uns, diesem zu einem erfolgreichen Start zu verhelfen.

Gabriela Güntherodt

Ihre Kontaktperson

Gabriela Güntherodt

Member of the Management Board, Head of International Markets & Promotion

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Connecting Innovators

„Connecting Innovators“ vernetzt Ideen, Unternehmen und Entrepreneurs. Einerseits geschieht dies informell an den von BaselArea.swiss organisierten Fachveranstaltungen, andererseits unterstützt BaselArea.swiss Projekte auf individueller Basis durch Vermittlung von Experten, Kooperationspartnern und Finanzierung. Dabei können die Experten von BaselArea.swiss auf ein breites Netzwerk von über 8’000 Innovatoren zurückgreifen.

Thematisch fokussiert „Connecting Innovators“ auf fünf Kernbereiche: „Life Sciences“, „Medtech“, „Information and Communications Technology“, „Production Technologies“ sowie „Micro, Nano & Materials“. Jedes dieser Technologiefelder wird von einer Fachperson gemanagt. In enger Zusammenarbeit mit der Industrie setzt der Technologiefeldmanager das Veranstaltungsprogramm fest, fungiert als Ansprechpartner für Projektvorhaben und pflegt Partnerschaften zu den relevanten Forschungseinrichtungen sowie anderen Institutionen in der Region Basel.

Damit bietet „Connecting Innovators“ den idealen Eingangspunkt, um in der Region Basel Fuss zu fassen und von ihrem vielfältigen Innovations-Ökosystem zu profitieren. An jährlich mehr als 80 Veranstaltungen treffen sich Unternehmer, Innovatoren und Experten zum regelmässigen Ideen- und Wissensaustausch – in unterschiedlichen Formaten:

  • Innovation Events: Fokussieren auf den Wissenstransfer, bieten Unternehmen und insbesondere auch Start-ups die Gelegenheit, sich und ihr Projektvorhaben vorzustellen, und fördern den regelmässigen, firmen- und disziplinenübergreifenden Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den Innovatoren in der Region Basel.
  • Innovation Workshops: Vertiefen ein Thema, indem sie den Dialog innerhalb eines firmen- und disziplinenübergreifenden Fachgremiums ermöglichen - mit dem Ziel, das Anwendungsspektrum neuer Technologien auszuloten und konkrete Projekte und Kooperationen anzubahnen.
  • Technology & Innovation Circles: Verstehen sich als Initiativen, die über mehrere Jahre laufen, um ein Innovationsthema innerhalb einer firmen- und disziplinenübergreifende Gemeinschaft weiter zu entwickeln und sich neue Marktpotentiale zu erschliessen.
    Darüber hinaus unterstützt BaselArea.swiss Innovatoren und Entrepreneurs auf individueller Basis im Rahmen von Einzelgesprächen und Expertenworkshops bei der Beurteilung ihrer Business-Ideen und Vermittlung zu potentiellen Kooperations-, Forschungs- und Finanzierungpartnern.

Unternehmen in der Gründungsphase bietet BaselArea.swiss zudem spezifische Veranstaltungen und Dienstleistungen unter Supporting Entrepreneurs.

 
 

Sebastien Meunier

Ihre Kontaktperson

Sebastien Meunier

Member of the Management Board, Head of Innovation & Entrepreneurship


Tel. +41 61 295 50 15

sebastien.notexisting@nodomain.commeunier@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss
Sebastien Meunier

Ihre Kontaktperson

Sebastien Meunier

Member of the Management Board, Head of Innovation & Entrepreneurship

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Supporting Entrepreneurs

Sie wollen ein Unternehmen gründen? Das freut uns, denn unsere Wirtschaftsregion lebt vom Unternehmertum. Als Innovationsförderung und Standortpromotion der Region Basel unterstützt BaselArea.swiss vor allem Unternehmer, die ihren Fokus auf Technologie und Innovation setzen.

Im Zentrum des Angebots steht unser Seminar- und Workshop-Programm: Der Gründerkurs als unser Basisangebot richtet sich an alle Interessierten, die eine Firmengründung planen:

  • Gründerkurs: Vermittelt werdenden Unternehmern einen Überblick über alle relevanten Aspekte, die es bei der Gründung der eigenen Firma zu beachten gilt. Der Gründerkurs findet in Kooperation mit dem Institut für Jungunternehmen 10-mal im Jahr statt. Hier finden Sie die Übersicht zu den nächsten Kursen

Das weiterführende aufbauende Angebot richtet sich ausschliesslich an Start-up und Entrepreneurs mit konkreten Projektvorhaben aus dem Innovations- und Technologiebereich:

  • Innovationsseminare und -workshops für Entrepreneurs: Erlaubt die tiefergehende Auseinandersetzung mit verschiedenen unternehmerischen Fragestellungen wie Businessplan, Finanzierung, Produktentwicklung, Preisgestaltung, geistiges Eigentum sowie Marketing und Kommunikation.

Zusätzlich zur Veranstaltungsserie Innovationsseminare und -workshops bietet BaselArea.swiss auch Beratungen auf individueller Basis zu konkreten Projektvorhaben aus dem Innovations- und Technologiebereich:

  • „Connect & Advisory“: In einem ersten Beratungsgespräch ermitteln unsere Spezialisten den Unterstützungsbedarf und stellen Verbindungen her zu Fachexperten, Forschungseinrichtungen oder potentiellen Kooperationspartnern.
  • „New Venture Assessment“: Im Rahmen eines geführten Prozesses und anlässlich individuell einberufener Experten-Meetings können Start-ups und innovative KMUs ihr Geschäftsvorhaben von ausgewiesenen Industrieexperten, Unternehmern und Investoren überprüfen lassen. Weitere Informationen

Mit diesen Services deckt BaselArea.swiss vor allem die Frühphase der Unternehmensgründung ab. Ziel ist es, zwischen Idee und tatsächlicher Gründung bis hin zur ersten Umsetzungsplanung und Finanzierungsrunde wertvolle Informationen und handfeste Empfehlungen mit auf den Weg zu geben. Damit erhalten Unternehmer mehr Sicherheit und können die Umsetzung ihres Vorhabens wesentlich beschleunigen.

Weitere Informationen zum Thema Unternehmensgründung finden Sie im Magazin «Gründen», das von BaselArea.swiss mitherausgegeben wird. Das pdf finden Sie hier

Sebastien Meunier

Ihre Kontaktperson

Sebastien Meunier

Member of the Management Board, Head of Innovation & Entrepreneurship

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Gabriel Schweizer

Ihre Kontaktperson

Gabriel Schweizer

Senior Project Manager Asia


Tel. +41 61 295 50 13

gabriel.notexisting@nodomain.comschweizer@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss

Accessing China

Die Bedeutung von China als Wirtschaftsstandort hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Dies nicht nur als Offshore-Destination für die kostengünstige Produktion von Konsumgütern, vielmehr und vermehrt auch als bedeutender Absatzmarkt. Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen, die im Hochtechnologiebereich tätig sind, bietet die Geschäftsexpansion nach China grosse Wachstumspotenziale. Allerdings ist es nicht einfach, in diesem komplexen Wirtschaftsraum Fuss zu fassen.

Unternehmen aus der Region Basel (Kantone Basel-Stadt, Baselland und Jura) bietet BaselArea.swiss deshalb umfassende Unterstützung aus einer Hand –  von der ersten Marktevaluation über Unternehmensreisen bis hin zur konkreten Vermittlung von Geschäftspartnern. Neben der nötigen Fachkompetenz verfügen unsere Berater über exzellente Kontakte vor Ort, die über den jahrelangen Austausch sowohl auf politischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene gefestigt wurden. Zudem pflegt BaselArea.swiss ein grosses Netzwerk von Unternehmern und Experten mit Chinaerfahrung, die sich regelmässig über die neusten Entwicklungen informieren.

Konkret profitieren Unternehmen von den folgenden Dienstleistungen:

  • „Connect & Advisory“: Vermitteln von Grundlagenwissen für den Aufbau der Geschäftstätigkeit in China sowie individuelle und fallbezogene Beratung durch Experten von Switzerland Global Enterprise.
  • Unternehmens- und Delegationsreisen: Neben dem offiziellen Programm können auch individuell Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern angebahnt werden.
  • Events: Vertiefen den Austausch zwischen China und der Region Basel mit dem Ziel, neue gemeinsame Geschäftspotenziale zu erschliessen.

Life Sciences-Unternehmen profitieren zudem von den Partnerschaften mit dem Zhangjiang High-Tech Park sowie dem neuen Fenglin Life Sciences Park in Shanghai und erhalten so Zugang zum führenden Life Sciences-Standort Chinas. Das langjährige Partner-Team vor Ort unterstützt sowohl beim Geschäftsaufbau in Shanghai (Produktregistrierung, Finanzierung, Vermarktung usw.) sowie bei der Kontaktaufnahme zu potentiellen Geschäftspartnern und Kunden.

Gabriel Schweizer

Ihre Kontaktperson

Gabriel Schweizer

Senior Project Manager Asia


Tel. +41 61 295 50 13

gabriel.notexisting@nodomain.comschweizer@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss

Our Channels: EVENTS | REPORTS

report ICT

«Ein gutes Netzwerk ist Power»

03.04.2018

Melanie Kovacs war frustriert von ihrem Informatik-Unterricht – und entwickelte mit Master21 ihr eigenes Angebot. Dass sie damit Erfolg hat, verdankt sie nicht zuletzt ihrem intensiv gepflegten Netzwerk, das in Basel weiter gewachsen ist: Mit dem Netzwerk im Bereich Tech- und Innovation «We Shape Tech» verfolgen Melanie Kovacs und ihre Mitstreiterinnen das Ziel, Frauen, die in Firmen im Tech- und Innovationsbereich arbeiten, sichtbarer zu machen und damit die Diversität zu fördern.

Frau Kovacs, Sie haben mit 28 Jahren Master 21 gegründet. Wie kam es dazu?

Ich hatte als Mit-Initiantin des Gründerinnennetzwerks Aspire viele spannende Frauen kennengelernt. Eine davon war Valérie Vuillerat, die Geschäftsführerin von Ginetta. Sie bot mir einen Job an, den ich akzeptierte. In der Agentur war ich das Bindeglied zwischen Kunden und Entwicklern. Ich arbeitete eng mit den Leuten aus dem technischen Bereich zusammen, sprach aber deren Sprache nicht. Ich habe dann nochmals Kurse an der Uni besucht. Aber das war furchtbar theoretischer, langweiliger Frontalunterricht, der mir keinen Spass machte. Ich war sicher, jeder kann Programmieren lernen, aber ich fand, das muss auch anders gehen.

Was macht Ihre Firma denn besser?

Wir machen genau das, was mir damals fehlte: Wir vermitteln Personen ohne technischen Hintergrund in einer angenehmen Atmosphäre und anhand vieler praktischer Übungen genügend Kompetenzen und Selbstvertrauen im Programmieren. Dabei geht es den meisten wie mir – sie wollen nicht unbedingt eine neue Karriere einschlagen, sondern auf einer soliden Basis mit Entwicklerinnen und Entwicklern zusammenarbeiten. Bei Master21 lernen sie die grundlegenden Begriffe und Konzepte und verstehen, wie Design, Frontend, Backend und Datenbanken zusammenhängen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen HTML, CSS, Javascript, Ruby kennen und probieren selbst aus, wie objektorientiertes Programmieren funktioniert.

Wie lief der Gründungsprozess?

Ich habe neben meinem Job bei Ginetta schon ein Pilotprojekt für Master21 gestartet. Für mich war der fliessende Übergang ideal. Mein Co-Founder ist für den technischen und inhaltlichen Teil zuständig, ich fürs Business. Ich bin ganz froh, dass er mir damals einen Schubs gab, endlich anzufangen. Ich bin nicht sicher, ob ich es mir allein zugetraut hätte, eine Firma auf die Beine zu stellen. Vor einigen Monaten konnten wir eine neue Mitarbeiterin anstellen. Ich finde es sehr motivierend, wenn nicht jede Initiative nur an mir hängt, sondern wenn ich mich mit einem Team austauschen kann.

Was schätzen Sie am meisten daran, Unternehmerin zu sein?

Ich kann meinen Tagesablauf flexibel gestalten, ich lerne viel und ich arbeite jeden Tag mit gescheiten, spannenden Menschen zusammen. Ausserdem stelle ich fest, dass mein Angebot die Kursteilnehmer direkt beeinflusst: Es gab sogar schon zwei Fälle, in denen Leute sich im Kurs trafen und anschliessend ein eigenes Projekt miteinander starteten. Schwieriger ist es, Entwicklerinnen und Entwickler zu finden, die gern und gut unterrichten.

Wie geht es mit Master21 weiter?

Derzeit nehme ich am Accelerator Program von Entrepreneurs’ Organization teil. Zusätzlich arbeite ich mit einem Coach zusammen. Derzeit ist eine Finanzierungsrunde kein Thema für mich, weil ich gern unabhängig von Investoren weiterwachsen möchte. Ich will, dass die Firma sich entwickelt, aber in meinem eigenen Tempo und mit einer langfristigen Perspektive.

Firmensitz ist in Zürich, Sie leben in Basel. Was passiert wo?

In Zürich bin ich, wenn ich im Impact Hub arbeiten und Leute treffen will. Auch die Kurse finden bisher dort statt. In Basel arbeite ich im Homeoffice an der Unternehmensstrategie und schreibe Texte. Wenn es mir zu ruhig wird, gehe ich ins Unternehmen Mitte und arbeite dort oder ich treffe mich in der Markthalle mit jemandem zum Mittagessen. Ich finde, man spürt in Basel dank der vielen Expats eine grosse Offenheit.

Wie wichtig ist Ihr persönliches Netzwerk für den Erfolg von Master21?

Mein Netzwerk ist absolut zentral. Ich habe zu Beginn jeden einzelnen meiner Kontakte per Mail angeschrieben, von meinem neuen Projekt berichtet und zu Feedback eingeladen. Ich pflege mein Netzwerk per LinkedIn und per Mail, ich gehe regelmässig mit Leuten Kaffee trinken. Ich besuche auch Events wie TEDxZürich – und ich bin aktiv bei We Shape Tech.

Sie sind eine begeisterte Netzwerkerin.

Ja, mir fällt das leicht. Networking ist ja bei vielen so negativ besetzt. Mir geht es nicht darum, Kärtchen einzusammeln. Ich möchte Leute kennenlernen. Und ich führe lieber ein Gespräch mit einer Person als vielen schnell meine Karte in die Hand zu drücken. Mir macht Netzwerken richtig Spass, denn ich kann von allen etwas lernen. Vor ein paar Jahren war ich einfach überall dabei, auch, um mein Business zu promoten. Mittlerweile finde ich es langweilig, wenn jeder nur seinen Pitch abliefert und wähle besser aus, wo ich teilnehme. Ich finde Netzwerken besonders bereichernd, wenn man sich mit anderen in kleinen Gruppen über ein gemeinsames Thema austauschen kann.

Sie haben die Initiative für Diversität, das Netzwerk We Shape Tech, das zuvor bereits in Zürich und Bern aktiv war, nach Basel gebracht. Warum hat das in Basel noch gefehlt?

Im Tech- und Innovationsbereich hat Basel noch viel Potenzial. Das haben wir auch daran gemerkt, dass wir mit offenen Armen empfangen wurden. Unser Board-Member Elaine Skapetis ist Entwicklerin bei Adobe. Die Firma hat uns bei unseren ersten zwei Basler Events ohne zu zögern grosszügig unterstützt. Beim Launch-Event war der Raum zum Bersten voll, wir haben unglaublich viel Zuspruch erhalten. Wir bieten Menschen, die im Tech- und Innovationsbereich arbeiten oder die daran interessiert sind die Möglichkeit, sich miteinander auszutauschen und von anderen zu lernen. Dabei setzen wir auf ein spezielles Format, bei dem eine Person ihre persönliche Story erzählt, eine Diskussion angestossen wird und Zeit zum Netzwerken vorhanden ist. Unser Ziel ist es, Menschen zu verbinden, Wissen zu vermitteln und Zugang zu anderen Organisationen und Partnern zu gewährleisten. Wissen und ein gutes Netzwerk sind Power.

Was bringen Netzwerke, die sich hauptsächlich an Frauen richten?

In Basel sind auch Männer bei «We Shape Tech» willkommen. Um Diversity voranzutreiben, braucht es sowohl Männer als auch Frauen. Allerdings machen bis jetzt leider nur wenige Männer von der Möglichkeit Gebrauch. Die wenigen Männer, die an den Treffen dabei sind, erleben den Anlass so, wie ihn Frauen auch oft erleben, nämlich als Teil einer Minderheit. Wenn Frauen unter sich sind, entsteht eine entspanntere Atmosphäre. Das erlebe ich auch in den Kursen speziell für Frauen bei Master21: Sind Frauen unter sich, getrauen sie sich mehr. Dann stellen sie auch die Fragen, die sie sich mit Männern im Raum verkneifen würden und äussern sich mehr und selbstbewusster, als wenn Männer dabei sind.

Über Melanie Kovacs
Melanie Kovacs gründete Master21, wo Interessierte in praxisbezogenen Kursen in die Grundlagen des Programmierens eingeführt werden. Zuvor hatte sie das Gründerinnennetzwerk Aspire gegründet und Start-up-Weekends organisiert. Die Unternehmerin studierte Business Administration an der Zürcher Hochschule für Wirtschaft und an der Universität Madrid und absolvierte einen CAS in Requirements Engineering an der Hochschule für Technik Rapperswil. Zusammen mit Aileen Zumstein und Elaine Skapetis hat Melanie Kovacs das Netzwerk «We Shape Tech» nach Basel geholt. Die Initiative für “Movement in Diversity” bietet eine Plattform und Community für Menschen, die im Tech- und Innovationsbereich etwas bewegen wollen. Parallel fokussiert sich die Organisation auf Wissensvermittlung und fördert den Austausch.

report Innovation

Endress+Hauser gewinnt Red Dot Award

23.04.2018

event Life Sciences

Andreas Plückthun – between basic research and biotech entrepreneurship

Datum: 24.04.2018

Ort: Halle 7, Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192, 4053 Basel

report BaselArea.swiss

Die Wirtschaftsregion Basel-Jura entwickelt sich stabil

28.03.2018

Die Wirtschaftsregion Basel-Jura bietet Unternehmen ein erstklassiges Umfeld. Dies das Fazit des aktuellen Jahresberichts 2017 von BaselArea.swiss.

In ihrem Jahresbericht 2017 zeigt sich BaselArea.swiss zufrieden mit der Entwicklung der Region Basel-Jura. Zwar pendelte sich die Zahl der von der Innovationsförderung und Standortpromotion der Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura betreuten Ansiedlungen nach dem Rekordjahr 2016 wieder auf Vorjahresniveau ein. Gemessen an der Anzahl der geplanten Arbeitsplätze in den kommenden drei bis fünf Jahren knüpft das Ergebnis jedoch ans 2016 an. «Dies ist angesichts der erschwerten Rahmenbedingungen ein gutes Resultat», freut sich CEO Christof Klöpper. Insbesondere habe die Ablehnung der Unternehmenssteuerreform III zu Verunsicherungen auf Kundenseite geführt.

Bezüglich geografischer Herkunft und Tätigkeitsfeld der angesiedelten Unternehmen dominierten einerseits die USA sowie die Life Sciences (inklusive Chemie). Zu den grösseren Ansiedlungen zählten: Bio-Rad (USA), die in Basel den Europäischen Hauptsitz eröffneten, Idemitsu (Japan), die in Basel ein Forschungszentrum für organische Leuchtdioden einrichteten, sowie SpiroChem, die ihren Hauptsitz von Zürich nach Basel verlegten. Zudem gelang es, die Pipeline mit neuen Ansiedlungsprojekten zu füllen: So besuchten im vergangenen Jahr 90 Firmen im Rahmen einer Standortevaluation die Region.

Mehr Unternehmertum

Positiv entwickelten sich die Unternehmensgründungen in der Region Basel-Jura. So verzeichnete BaselArea.swiss eine erhöhte Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich Supporting Entrepreneurs und konnte mehr als 60 Neugründungen und Start-ups unterstützen. Die von BaselArea.swiss organisierten Veranstaltungen, Seminare und Workshops brachten über 5500 Teilnehmende zu Innovationsthemen zusammen, was ebenfalls ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr darstellt.

BaselArea.swiss gelang es im Jahr 2017 eine Reihe von Aktivitäten in neuen, für die Region wichtigen Innovationsthemen anzustossen. So wurden die Aktivitäten im Bereich Industrie 4.0 ausgebaut. Diese sollen im 2018 mit Partnern aus dem benachbarten Ausland innerhalb eines Interreg-Projekts weiterentwickelt werden.

Ein weiterer thematischer Schwerpunkt fokussiert auf Innovationen in der chemischen Industrie. Unter dem Namen DayOne wurde 2017 eine vielbeachtete Initiative zum Thema Precision Medicine und Digital Health lanciert.

Überaus erfolgreich erwies sich der im 2017 lancierte Healthcare Accelerator BaseLaunch. Nicht nur gelang es mit Johnson & Johnson Innovation, Novartis Venture Fund, Pfizer und Roche sowie Roivant Sciences die Unterstützung von fünf Industrieschwergewichten für den Accelerator zu gewinnen. Auch am Markt wurde BaseLaunch gut aufgenommen: Über 100 Bewerbungen von Start-up-Projekten aus mehr als 30 Ländern gingen bei BaselArea.swiss ein. Sechs Start-up-Firmen werden nun in der Region Basel-Jura gegründet und während eines Jahres beim Firmenaufbau mit bis zu 250'000 Franken sowie Infrastrukturleistungen im Switzerland Innovation Park Basel Area unterstützt.

report Innovation

Künstliches Muttermal soll vor Krebs warnen

19.04.2018

event Supporting Entrepreneurs

Workshop «Mixed Management Pickles»

Datum: 25.04.2018

Ort: Startup Academy, Picassoplatz 4, 4052 Basel

report Life Sciences

«Ich denke gern über scheinbar unlösbare Probleme nach»

13.03.2018

Andreas Plückthun forscht da weiter, wo andere aufhören: In seinem Labor arbeiten 40 Mitarbeitende im Protein-Engineering. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für drei Biotech-Firmen: Morphosys bei München sowie Molecular Partners und G7 Therapeutics (jetzt Heptares Zürich) in Schlieren. Andreas Plückthun erzählte uns am Rand des Antibody Congress in Basel, warum er der Forschung treu geblieben ist.

Herr Plückthun, Sie haben in drei Jahrzehnten drei Biotech-Firmen mitgegründet. Wie kam es dazu?

Andreas Plückthun: Am Anfang stand immer die Neugier, etwas herauszufinden – nie der Wunsch, eine Firma zu gründen. Nachdem wir künstliche Antikörper hergestellt und gelernt hatten, wie wir das Immunsystem nachahmen können, haben wir die Firma Morphosys gegründet. Dann stellte sich die nächste Frage: Können wir das auch mit anderen Proteinmolekülen machen und damit neue Probleme lösen? Daraus entstanden die Designed Ankyrin Repeat Proteins (DARPins) und eine zweite Firma, Molecular Partners in Schlieren. Die nächste Herausforderung bestand darin, Rezeptoren durch Protein-Engineering zu stabilisieren um für diese Angriffspunkte besser Medikamente entwickeln zu können. Aufgrund dieser Forschung haben wir die dritte Firma gegründet, G7 Therapeutics.

Wer hat die Ausgründungen jeweils vorangetrieben?

Bei der ersten Firma waren das meine Forscherkollegen. Ich war damals der skeptischere von uns dreien. Die beiden anderen Firmen sind klassische Spinoffs meiner Doktoranden und Postdoktoranden.

Wie geht es den Unternehmen heute?

Morphosys hat heute 430 Mitarbeitende. Vor kurzem hat die Firma ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Ausserdem haben wir die erste Zulassung von der FDA für einen Antikörper erhalten, der also jetzt am Markt erhältlich ist. Die Firma ist eine der wenigen, die noch genau das macht, was wir damals in den Businessplan geschrieben haben, und damit erfolgreich ist. Molecular Partners hat 130 Mitarbeitende, mehrere Studien in Phase zwei und drei und ist wie Morphosys an der Börse. G7 Therapeutics wurde vom englischen Unternehmen Heptares gekauft, die wiederum zur japanischen Firma Sosei gehört. Kurz: Es geht allen Firmen gut. Ich halte das Gründen selbst für keine besondere Errungenschaft. Die Errungenschaft ist eher, dass die Firma floriert und Medikamente auf den Markt bringt.

Welche Veränderungen haben Sie im Lauf der Jahrzehnte bei den Gründungen wahrgenommen?

Das Klima hat sich völlig verändert. In Europa war es vor 25 Jahren völlig gegen den Strich, eine Biotechfirma zu gründen. Dafür ging man nach Kalifornien. In Amerika wurde ich als Forscher und Gründer an einem Symposium mal mit den Worten vorgestellt: "He is like us". Dort war es schon viel länger üblich, Forscher und Unternehmer zu sein. Auch bei uns ist die Skepsis inzwischen weg, jetzt werden solche Gründungen positiv beurteilt. Ausserdem gibt es unterdessen eine Venture Capital-Szene. Fairerweise muss ich sagen, dass es Geldgebern gegenüber hilft, wenn man bereits eine erfolgreiche Firma gegründet hat. Der erste Deal ist der schwerste.

Sie scheinen als Gründer recht erfolgreich zu sein. Hat es Sie nie gereizt, in eine Ihrer Firmen zu wechseln?

Für mich stand es nie zur Diskussion, die Hochschule zu verlassen. Es ist ein unglaubliches Privileg, vom Staat dafür bezahlt zu werden, verrückte Sachen zu machen. Ich wollte immer an der Hochschule über die nächste Herausforderung nachdenken. In diesem Rahmen keine Rechenschaft über den Quartalsgewinn ablegen zu müssen, ist die einzige Möglichkeit, wie Fortschritt entstehen kann. In einer Firma, die Geld von Investoren verforscht, kann man die risikoreichen und langfristigen Projekte, die mich interessieren, gar nicht machen. Ich kann aber behaupten, dass ich dank der Firmen, die auf meiner Forschung basieren, meine Dividende zurückbezahlt und viele Arbeitsplätze geschaffen habe.

Sie widmen sich also weiter der Grundlagenforschung. Lässt sich die überhaupt in Richtung Kommerzialisierbarkeit steuern?

Wir wollten immer ein Problem lösen, das uns bedeutend genug erschien. Irgendwann stellt sich in der Forschung die Frage, wie man die Ergebnisse verwendet, was man daraus macht. Hätten wir die Ergebnisse nicht kommerzialisiert, hätten die Projekte an einem interessanten Punkt einfach aufgehört. Wir wären auf halber Strecke stehengeblieben. Das ist vergleichbar mit einem Bauplan für einen Computer, den man dann aber nicht baut. Indem wir die Firmen gegründet haben, konnten wir sicherstellen, dass die Projekte weitergehen.

Gibt es im Rahmen Ihrer Forschung Kollaborationen mit der Industrie?

Die direkte Zusammenarbeit zwischen der Pharmaindustrie und unserem Labor hat noch nie richtig funktioniert. Die Erwartungen und Zeithorizonte sind sehr unterschiedlich. Wir entwickeln neue Ideen und Konzepte – das passt oft nicht recht zur grossindustriellen Pharmaforschung. Ich glaube, ich trete niemandem auf den Schlips, wenn ich sage, dass die Pharmaindustrie sehr konservativ ist. Wir haben zwar viele Kontakte, aber kaum Kollaborationen. Allerdings arbeiten unsere Ausgründungen sehr gut mit der Pharmaindustrie zusammen.

Welchen Themen widmen Sie sich als nächstes?

Wir forschen an künstlichen Viren, die sich nicht vermehren können. Die Viren sollen die Proteine, die man als Therapeutika braucht, gleich im Körper produzieren. Das ist so weit weg von der praktischen Umsetzung, dass ein solches Projekt nur an einer Hochschule möglich ist. Aber ich bin absolut überzeugt, dass es eine enorme Bedeutung hätte, wenn es funktionieren würde. Ich könnte nicht ruhig sitzen, wenn wir es nicht wenigstens versuchen würden. Wir versuchen in meinem Labor also einmal mehr, ein Problem zu lösen, das die meisten im Feld als unlösbar ansehen würden. Das ist das, was mich morgens aufstehen lässt. Ich will zeigen, dass es doch geht.

Erfahren Sie an unserer Veranstaltung am 24. April mehr über Andreas Plückthun und seine Arbeit zwischen Grundlagenforschung und Unternehmertum.


Über Andreas Plückthun
Andreas Plückthun ist Biochemiker und forscht auf dem Gebiet des Protein-Engineering und der gerichteten Evolution von Proteinen, insbesondere von Antikörpern, synthetischen Bindungsmolekülen und Membranproteinen. Seit 1993 ist er Professor am Biochemischen Institut der Universität Zürich. Er studierte Chemie an der Universität Heidelberg und promovierte an der Universität San Diego in Kalifornien. Sein Postdoktorat absolvierte er am Institut für Chemie und Chemische Biologie der Harvard Universität. Nach seinem siebenjährigen Amerikaaufenthalt kehrte Andreas Plückthun nach Deutschland zurück und wurde Gruppenleiter am Genzentrum der Universität München und am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. Er ist Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO) und gehört der Leopoldina an, der Nationalen Akademie der Wissenschaften. Er erhielt zahlreiche internationale Preise und wurde als Pionier des Protein Engineering ausgezeichnet. Andreas Plückthun ist Mitgründer der beiden Spin-Off Firmen Morphosys (heute: 400 Mitarbeiter) und Molecular Partners (heute 40 Mitarbeiter), die an der Börse notiert sind.

Interview: Annett Altvater und Stephan Emmerth, BaselArea.swiss

report Innovation

Basler Forscher züchten Knorpel aus Stammzellen

17.04.2018

event Innovation

Digital Business Lunch: Améliorer sa communication grâce aux outils digitaux

Datum: 25.04.2018

Ort: Campus Strate J, Route de Moutier 14, 2800 Delémont

report BaseLaunch

Meet the BaseLaunch Startups

11.03.2018

Six of the BaseLaunch startups recently started Phase II. They received either grants up to 250,000 Swiss francs or gained free of charge access to BaseLaunch laboratory and office space at the Switzerland Innovation Park Basel Area. Hear what the startups, the BaseLaunch team and selection committee members experienced in the first year. Find out more about what makes BaseLaunch unique.

The BaseLaunch accelerator is now open for applications for the second cycle. Entrepreneurs with a healthcare based project or a game-changing innovation in diagnostics, medtech or related field at the pre-seed or seed funding stage are invited to submit their applications to the program.

Following the application deadline on 14 May, promising projects will be admitted to the accelerator program for a period of 15 months. In phase I, the startups will benefit from the support of industry experts, office- and laboratory space free of charge and access to healthcare partners. After three months, they will be invited to present their idea to the selection committee. They will determine which promising startups will proceed to Phase II that runs for one year.

BaseLaunch is backed by five industry leaders — Johnson & Johnson Innovation, Novartis Venture Fund, Pfizer, Roche and Roivant Sciences. Other public and private partners such as KPMG and Vossius & Partner also support the initiative.

report Invest in Basel region

Coop kauft Siroop auf

17.04.2018

event Innovation

The ICO-craze - true disruption or just a gamble?

Datum: 26.04.2018

Ort: Schmatz, Frankfurt-Strasse 36, 4142 Münchenstein

report Supporting Entrepreneurs

«Als Unternehmerin muss man Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen»

06.02.2018

Vor fünf Jahren gab Alisée de Tonnac ihre Stelle bei L’Oréal auf und reiste um die Welt, um den Startup-Wettbewerb Seedstars World zu organisieren. Fünf Jahre später ist Seedstars in über 85 Städten weltweit präsent, betreibt eigene Co-Working- und Schulungszentren und plant, bis Ende 2018 15 Seedspaces für Co-Working und Co-Living zu eröffnen. Letzten November trat Alisée de Tonnac beim Swiss Innovation Forum in Basel auf. Anschliessend traf sie sich mit BaselArea.swiss zum Gespräch.

Was war der Hauptgrund für Sie, Ihre Karriere bei einem internationalen Unternehmen aufzugeben und Unternehmerin zu werden?

Ich erinnere mich, wie ich über folgendes Zitat von Eleanor Roosevelt gestolpert bin: «Tue jeden Tag etwas, was dir Angst macht.» Ich dachte, Mensch, ich mache genau das Gegenteil. Ich war selbstzufrieden (ich frage mich, ob dies nicht gleichbedeutend mit «unglücklich» ist), ich war mit meinem beruflichen und privaten Alltag nicht zufrieden oder zumindest wusste ich nicht, wie ich das erreichen sollte. Ich ahnte damals nicht, dass Unternehmertum und der Aufbau von etwas Eigenem die nötige Veränderung bringen würden. Aber genau das ist jetzt ein Teil von mir und hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.

Was bedeutet Unternehmertum für Sie?

Zunächst einmal bin ich der Meinung, dass es verschiedene Arten von Unternehmern gibt. Der eine baut alles aus dem Nichts auf und ruht nicht, bis die Idee Realität ist. Andere wie ich nehmen bestehende Ideen auf, die sie gut finden, und setzen sie in grösserem Massstab um. Potenziell kann Unternehmertum also für jeden passen, je nach Persönlichkeitseigenschaften. Und natürlich muss man mit Unsicherheit, Risiken und Selbstmanagement umgehen können. Mir gefällt, dass ich selbst entscheide, wie ich meinen Tag gestalte. Das ist spektakulär. Um ehrlich zu sein, ist einer der wesentlichsten Bestandteile meines beruflichen und persönlichen Erfolgs, dass ich mit einem unglaublichen Team zusammenarbeite. Meine Mitgründer machen den Unterschied aus. Ich weiss nicht, ob ich in der Lage gewesen wäre, ein Unternehmen auf eigene Faust zu gründen. Das Team ist entscheidend – schliesslich verbringt man jeden Tag mit diesen Leuten.

Was ist Ihrer Meinung nach wichtig in einem Team von Mitgründern?

Meine Mitgründer und ich ergänzen einander perfekt. Ich denke operativ, eine Strategin bin ich nicht. Ein Stratege plant die nächsten fünf Jahre, sieht alle Hindernisse und macht trotzdem weiter. Noch wichtiger ist jedoch, dass wir sichergestellt haben, dass unsere Werte übereinstimmen. Wir haben uns gefragt, ob wir in guten und in schlechten Zeiten zueinander stehen können. Gemeinsame Werte haben sich als unsere grösste Stärke herausgestellt und sind einer der Gründe, weshalb wir fünf Jahre später immer noch da sind. Wir wollen Gutes mit guten Menschen aufbauen. Wir glauben, dass wir Gutes tun und dabei profitabel sein können. Das Wichtigste ist dieses Wertefundament, das uns unter allen Belastungen zusammenhält – zumindest bis jetzt ...

Bevor Sie Seedstars mitbegründet haben, waren Sie für L’Oréal tätig. Wie wichtig war diese Erfahrung für Ihre jetzige Arbeit?

Ich lernte viel über die Geschäftswelt, Kultur, Teamwork und sozialen Druck. Ich weiss auch, was ich nicht tun will. Das ist genauso wichtig. Bei L’Oréal lernte ich auch, wie ich die Kultur unserer neuen Struktur aufbauen will. Die Kultur ist grundlegend bei der Führung und Vergrösserung des Unternehmens. Ich würde sagen, man lernt in Konzernen, was sie voneinander unterscheidet und was eine klar definierte und kommunizierte Kultur ausmacht.

Was hat Sie am meisten überrascht, als Sie Unternehmerin wurden?

Die selbstständige Gestaltung des eigenen Tages und der eigenen Handlungen. Man muss Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen. Man kann es nicht überspielen und man kann sich nicht hinter der Marke oder hinter cc-Mails verstecken. Als ich merkte, dass nur ich die ganze Maschine in Gang bringen konnte, war das beängstigend – und gleichzeitig sehr erfüllend.

Sie arbeiten mit Unternehmern in über 60 Ländern zusammen. Mit welchen Themen beschäftigen sich die?

Im Gesundheitswesen gibt es zahlreiche digitale Plattformen. Mit einer kann man beispielsweise gefälschte Medikamente erkennen. Das ist in Schwellenmärkten wie etwa Nigeria sehr wichtig. Es gibt auch Telemedizinplattformen, über die Patienten aus ländlichen Regionen Fachärzte erreichen. Oder Aufklärungsapps für schwangere Frauen, denn die Entbindung ist in dieser Region immer noch eine häufige Todesursache.

Seedstars hat eigene Schulungen für Unternehmer lanciert. Weshalb war das nötig?

Fähige Menschen gibt es überall, aber nicht jede talentierte Person hat denselben Zugang zu Bildung, Kontakten und Infrastruktur. Mit unseren Schulungen erreichen wir fähige Menschen, zu denen bislang noch kein Kontakt möglich war.

Was haben Sie durch Ihre Erfahrung in Lagos gelernt?

Wir sind in Märkten präsent, die einen grossen Teil der Welt ausmachen. Wenn man sich mit den verschiedenen Konsumgewohnheiten, radikalen Veränderungen und wachsenden Städten auseinandersetzt, kann man die Welt von morgen besser verstehen. Wir leben heute in einer globalen Wirtschaft. Die Welt endet nicht an Staatsgrenzen. Wer das ignoriert, schränkt sich beruflich wie persönlich ein. Nehmen wir Lagos als Beispiel: Dort leben 20 Millionen Menschen, auf den Strassen ist unglaublich viel los, alle sind jung und man spürt diese «Alles ist möglich»-Dynamik. Die Gegensätze sind krass, wenn man nach Genf zurückkehrt. Dort liegen zwischen mir und der nächsten Person ein paar Meter Platz. Nach zwei Wochen beschwere ich mich, wenn der Bus fünf Minuten Verspätung hat. Uns geht es sehr gut, und wir können uns glücklich schätzen – und genau das kann auch Innovationen erschweren. Ein hoher Lebensstandard kann ein Ziel sein, aber in vielerlei Hinsicht hält er den Fortschritt auf.

Ihr Unternehmen ist in Genf eingetragen. Wie wichtig ist der Schweizer Hauptsitz?

Zunächst sind wir sehr stolz auf das «Swiss made». Diese Herkunft hat bei der weltweiten Geschäftsskalierung geholfen. Die Werte, die mit der Flagge assoziiert werden – Qualität, Professionalität und Neutralität –, wollen wir auch vor Ort leben. Da alle Partner in der Schweiz aufgewachsen sind, stehen wir in enger Verbindung unseren privaten und öffentlichen Kontakten. Ausserdem ist die Schweiz eine bedeutende internationale Drehscheibe. Starke öffentliche Institutionen wie die UNO in Genf oder das WEF in Davos spielen in den Märkten, in denen wir mit Seedstars präsent sind, eine wichtige Rolle. Viele multinationale Unternehmen, die ihren Sitz hier haben, sind ebenfalls sehr an diesen Schwellenmärkten interessiert, nicht zuletzt wegen der Talentakquise. Ausserdem stellen sie potenzielle Lösungen bereit. Es ist entscheidend, in der Schweiz sowie in den Ländern, in denen wir unsere Wettbewerbe durchführen, präsent zu sein. Interessanterweise beginnen Innovationen langsam in die umgekehrte Richtung zu fliessen: Safaricom ist der grösste Mobilfunkprovider in Kenia und hat die Zahlungslösung M-Pesa auf den Markt gebracht. Das Unternehmen testet momentan seine Lösung in Rumänien und Albanien. Ich bin sicher, dass in Zukunft Produkte nicht mehr nur im Norden entwickelt und im Süden verkauft werden. Da werden die Trennlinien allmählich verschwimmen.

Über Alisée de Tonnac
Alisée de Tonnac studierte nach ihrem Abschluss an der HEC Lausanne an der Bocconi-Universität in Mailand internationales Management (Master). Die französische Staatsbürgerin lebte in Singapur, im Silicon Valley, in der Schweiz, in Italien sowie in Lagos (Nigeria). Sie war Produktmanagerin für Luxusmarken bei der L’Oréal-Gruppe und arbeitete für Voyage Privé, eines der interessantesten europäischen Start-ups. Nachdem sie 2013 ein Jahr um die Welt gereist war, um die erste Ausgabe des Start-up-Wettbewerbs von Seedstars World zu organisieren, führt Alisée de Tonnac nun das Unternehmen. Ihr Wissen über Technologie-Trends, Social Media und das Konsumentenverhalten in aufstrebenden Märkten ist höchst umfangreich. Alisée de Tonnac ist Verwaltungsratsmitglied der School of Management in Fribourg und Mitglied im Innovationsrat der Schweizerischen Agentur für Innovationsförderung. 2017 wurde sie vom US-Wirtschaftsmagazin «Forbes» auf die Liste der 30 wichtigsten sozialen Unternehmer unter 30 gesetzt. 2015 war sie Innovation Fellow des britischen Techmagazins «Wired».


Über Seedstars
Seedstars ist eine Schweizer Gruppe, die es sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben von Menschen in Schwellenmärkten mittels Technologie und Unternehmertum positiv zu beeinflussen. Seedstars verbindet Stakeholder, baut mit Hilfe der öffentlichen Hand und privater Partner Unternehmen auf und investiert in wachstumsstarke Start-ups aus diesen Ökosystemen. Seedstars sucht vielversprechende Start-ups, baut Unternehmen auf und betreibt Beschleunigungsprogramme. Durch diese Arbeit hat das Team ein leistungsfähiges Netzwerk aufgebaut, in dem Unternehmern, Investoren, Inkubatoren, Konzerne und Regierungsvertreter aus mehr als 65 rasch wachsenden Volkswirtschaften weltweit vertreten sind. Seedstars ist seit 2013 aktiv, als in 20 Schwellenmärkten der erste Start-up-Wettbewerb veranstaltet wurde. 2018 läuft der Wettbewerb in mehr als 85 Städten. Gleichzeitig ruft die Seedstars Group weltweit 15 strategische Drehscheiben (Seedspaces, Co-Working-Aktivitäten, Beschleunigungsprogramme und Schulungszentren) ins Leben. Das Geschäftsmodell setzt auf wiederkehrende Partnerschaften mit lokalen und internationalen Akteuren, die am sogenannten Impact Investment in den Bereichen Technologie und Innovation beteiligt sein wollen. Ein Teil des Umsatzes wird mit einem hybriden Unternehmensaufbaumodell generiert, innerhalb dessen Seedstars in neuen Märkten Unternehmen gründet, deren bewährten Geschäftsmodelle an die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. Bisher hat Seedstars in 15 Start-ups investiert. Weitere 10 bis 15 Investitionen sind für das dritte Quartal 2018 vorgesehen.

report Medtech

Straumann investiert in Künstliche Intelligenz

16.04.2018

event Life Sciences

Aiming for novel antibiotic approaches: Challenges, new technologies and potential collabo...

Datum: 26.04.2018

Ort: SUD, Burgweg 7, 4058 Basel

report Supporting Entrepreneurs

«Wir versetzen Basel ins Impact Hub-Fieber»

09.01.2018

Impact Hubs sind eine Erfolgsgeschichte: 2005 in London ins Leben gerufen, gibt es unterdessen über 100 Impact Hubs in aller Welt, denen über 15'000 Mitglieder angehören. Nach Bern, Zürich, Genf und Lausanne soll auch Basel seinen Impact Hub bekommen. Dafür engagiert sich der Verein Hubbasel, den der Unternehmer André Moeri, die Nachhaltigkeitsexpertin Connie Low sowie die Anwältin Hanna Byland gründeten. Warum ein Impact Hub mehr ist als ein Coworking-Space und wie nicht nur Entrepreneurs, sondern auch Investoren und Unternehmen davon profitieren, erklärt Hanna Byland im Interview.

Frau Byland, Sie engagieren sich seit Anfang 2017 ehrenamtlich bei Hubbasel. Wie kam es dazu?

Ich war zur Eröffnung des Impact Hubs in Bern eingeladen und war begeistert vom Konzept. Also habe ich herumgefragt, ob es auch in Basel Bestrebungen für einen Impact Hub gibt und kam so mit Connie Low und André Moeri zusammen. Wir teilen die gleichen Werte, von der respektvollen Zusammenarbeit über eine positive Zukunftsvision bis hin zur Bereitschaft, uns aktiv dafür einzusetzen. Gleichzeitig bringt jeder von uns unterschiedliche Fähigkeiten ein. Connie ist sattelfest im Nachhaltigkeitsbereich und eine stetige treibende positive Kraft. André kümmert sich um die Unternehmenskomponente und sieht das Potenzial in Ideen und Menschen. Ich bin eher praktisch veranlagt und behalte die rechtliche Komponente und Durchführbarkeit im Blick – eine ideale Kombination. Den Verein Hubbasel haben wir Anfang 2017 zu dritt gegründet. Inzwischen sind wir bereits zu acht. Alle haben unermüdlich an der Realisation dieses Vorhabens gearbeitet und dazu beigetragen, dass wir im globalen Netzwerk bereits für den Status «Impact Hub Candidate» nominiert wurden.

Wann wird der Impact Hub Basel eröffnet?

Wir würden gerne in der zweiten Hälfte 2018 eröffnen. Derzeit sind wir in den Launchlabs bei Andreas Erbe zu Gast. Der Ort ist ideal, sehr inspirierend. Aber wir suchen nach eigenen Räumlichkeiten, die 1'000 bis 2'000 Quadratmeter Platz bieten. Die Räume sollen so ausgelegt sein, dass Unternehmen flexibel wachsen und schrumpfen können.

Inwiefern unterscheidet sich der Impact Hub von einem Co-Working-Space?

Ein Impact Hub besteht immer aus drei Komponenten: Inspire - Connect - Enable. Bei uns sollen Unternehmer, Investoren und Kreative zusammenkommen und Inspiration und Unterstützung für ihre Vorhaben finden. Wir wollen nicht nur einen Arbeits-, sondern einen Vernetzungsort schaffen. Jeder Impact Hub bezieht sich auf seinen Standort, bietet aber gleichzeitig die Möglichkeit, in anderen Impact Hubs überall auf der Welt Zugang zu Gleichgesinnten zu finden und so eine lokale Idee mit globalem Impact zu generieren. Bei uns finden all jene zusammen, die durch ihre Arbeit, ihr Unternehmen oder ihre Innovation die Welt ein Stück verbessern möchten. Das sind grosse Ziele, aber irgendwo müssen wir ja anfangen.

Es gibt bereits in Zürich, Bern, Genf und Lausanne Impact Hubs. Warum braucht es in Basel einen weiteren?

Genf pflegt den Austausch zu internationalen Organisationen, Bern eher zur Regierung. Zürich ist näher an der Wirtschaft dran. Ich bin der Meinung, dass Basel einen idealen Nährboden für einen Impact Hub bietet. Wir haben hier weltweit agierende Unternehmen. Gleichzeitig ist das Verantwortungsbewusstsein in der Bevölkerung sehr gross. Diese Basler Kombination ist einzigartig.

Wie äussert sich dieses Verantwortungsbewusstsein in Basel?

In verschiedenen kleinen Initiativen, im Tätigkeitsbereich von Stiftungen, aber auch in einem Ort wie der Markthalle oder dem Gundeldingerfeld. In Basel hat die nachhaltige Stadt- und Raumentwicklung einen hohen Stellenwert. Die Lebensmittelproduktion, Ernährung und Foodwaste, aber auch soziale Gerechtigkeit im Sinn von Chancengleichheit in der Bildung und Gleichstellung sind wichtige Themen für die Basler Gemeinschaft. Es gibt viele Akteure und Projekte, die in eine ähnliche Richtung gehen. Dennoch sind viele Initiativen momentan Einzelprojekte. Wir glauben, dass wir diese Kräfte besser bündeln können – durch das Impact Hub Netzwerk sogar weltweit.

An wen richtet sich der Impact Hub Basel?

Wir wollen Unternehmen abholen, die ein Interesse an Nachhaltigkeit haben, ihnen ein Zuhause geben und zeigen, dass sie nicht die Einzigen sind. Für Unternehmen ist der Impact Hub auch eine Quelle für neue Talente. Für Investoren gibt es noch keine vergleichbare Plattform. Man muss bedenken, dass es für Investoren Arbeit ist, gute Firmen zu finden, in die sie investieren können. Da können wir helfen. Auch Unis und Hochschulen sind an einem Ort der Zusammenarbeit interessiert. Sie haben das Wissen und die ausgebildeten Leute und finden über uns den Zugang zur Praxis.

Welches Feedback erhalten Sie bis jetzt?

Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv. Unsere Kommunikationskanäle wie Newsletter, Meetup und Facebook werden rege genutzt. Einmal monatlich veranstalten wir Events, um herauszufinden, wie unsere Gemeinschaft aussieht. An unseren Veranstaltungen nehmen je zwischen 40 und 60 Leute teil. Der Austausch ist lebendig, und das Feedback ist sehr motivierend. In Zukunft wollen wir noch viel mehr Veranstaltungen anbieten, von Workshops und Eventserien über Hackathons bis zu Accelerators, Incubators und Fellowships. Gerade in diesen letztgenannten Bereichen ist uns die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren sehr wichtig. Ferner konnten wir die Christoph Merian Stiftung, die Gebert Rüf Stiftung und die Fondation Botnar davon überzeugen, uns bei der Initialzündung zu unterstützen. Darüber haben wir uns natürlich unglaublich gefreut.

Worum geht es an den Veranstaltungen?

Wir haben immer wieder Unternehmerinnen und Unternehmer zu Gast, die wir mit Investoren und Coaches zusammenbringen. In der Regel steht ein Thema oder eine Problematik im Mittelpunkt. Wir stellen fest, dass viele ihre Fähigkeiten und Hilfe gerne anbieten und einsetzen. Bisher fehlt ein Ort, der einen solchen Austausch möglich macht und wo diese Ideen zur Projekten und Geschäftsideen werden. Der nächste öffentliche Event, bei dem wir mit Studierenden der FHNW zusammenarbeiten, wird am 13. Februar 2017 stattfinden.

Über Hanna Byland
Hanna Byland ist juristische Mitarbeiterin bei der Advokatur und Notariat Neidhardt/Vollenweider/Jost/Stoll/Gysin/Tschopp in Basel. Sie studierte Recht an den Universitäten Luzern und Neuchâtel. Hanna Byland war Mitglied der Jungliberalen im Aargau und engagiert sich seit Anfang 2017 ehrenamtlich beim Verein Hubbasel.

report Precision Medicine

Digital Nudges in healthcare - still to be explored

13.04.2018

event Supporting Entrepreneurs

Seminar «Vorbereitung zur Firmengründung»

Datum: 03.05.2018

Ort: BaselArea.swiss, Dufourstrasse 11, 4010 Basel