Willkommen bei BaselArea.swiss

Wir fördern Innovation und beschleunigen Geschäftsvorhaben in der dynamischsten Wirtschaftsregion der Schweiz >>>>

Nr. 1 in Swissness

Swissness bedeutet Wirtschaftsfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Produktivität. Dafür steht die Region Basel mit ihrer Wirtschafts... >>>> Swissness bedeutet Wirtschaftsfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Produktivität. Dafür steht die Region Basel mit ihrer Wirtschaftskraft und liberalen Grundhaltung ein.

Nr. 1 in Life Sciences und Healthcare

Die komplette Life Sciences-Wertschöpfungskette auf engstem Raum:
Das macht die Region Basel einmalig und zum bevorzugten Stan... >>>>
Die komplette Life Sciences-Wertschöpfungskette auf engstem Raum:
Das macht die Region Basel einmalig und zum bevorzugten Standort
für Forschungs- und Entwicklungs-, Produktions- und Headquarter-Funktionen
von über 700 Unternehmen.

Nr. 1 in innovativen Industrien

Die Schweiz gilt gemäss verschiedener Studien als innovativstes Land der Welt. Zugang zu Wissen, qualifizierte Mitarbeitende aus al... >>>> Die Schweiz gilt gemäss verschiedener Studien als innovativstes Land der Welt. Zugang zu Wissen, qualifizierte Mitarbeitende aus aller Welt, gepaart mit einem starken industriellen Rückgrat machen die Region Basel zum führenden Innovations-Hub der Schweiz.

Nr. 1 in Anbindung von und nach Europa

Ob per Containerschiff über die Weltmeere oder per Flugzeug: Die hervorragenden Verkehrsanbindungen, die zentrale Lage mitten in Eu... >>>> Ob per Containerschiff über die Weltmeere oder per Flugzeug: Die hervorragenden Verkehrsanbindungen, die zentrale Lage mitten in Europa und an der Grenze zu Deutschland und Frankreich machen die Region Basel zur bevorzugten Logistikzentrale und Handelsmetropole.

Nr. 1 in Kultur und Freizeit

Kunstschätze und Sportanlässe von Weltformat, internationales, urbanes Ambiente umgeben von intakter Naturlandschaft zur Naherholun... >>>> Kunstschätze und Sportanlässe von Weltformat, internationales, urbanes Ambiente umgeben von intakter Naturlandschaft zur Naherholung machen die Region Basel zu einem der lebenswertesten Wohn- und Arbeitsorte der Welt.

Als die gemeinsame Innovationsförderung und Standortpromotion der Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura unterstützt BaselArea.swiss Firmengründer und Unternehmen aus dem In- und Ausland bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Innovations- und Geschäftsvorhaben in der Region Basel.

Über ein Netzwerk von über 15'000 Entscheidern, Innovatoren, Experten und Multiplikatoren vermittelt BaselArea.swiss ihren Kunden den gezielten Zugang zu Wissen und spezialisiertem Know-how.

Ihren Kunden bietet BaselArea.swiss Services in vier Bereichen an:

Invest in Basel Region

Unter Invest in Basel Region erhalten Kunden massgeschneiderte Entscheidungshilfen für die Ansiedlung ihrer Geschäftsaktivitäten in der Region und werden während ihres gesamten Niederlassungsprozesses kompetent beraten.

Connecting Innovators

Unter Connecting Innovators erhalten Unternehmen und Forscher Unterstützung in den Themen Technologie, F&E und Innovation innerhalb der Technologiefelder „Life Sciences“, „Medtech“, „ICT“, „Micro, Nano & Materials“ sowie „Production Technologies“.

Supporting Entrepreneurs

Unter Supporting Entrepreneurs erhalten Unternehmer, die sich in der Region ansiedeln oder hier neu gegründet werden, allgemeine Hilfestellung zur operativen Umsetzung ihres Vorhabens. Darüber hinaus werden Start-ups sowie expandierende KMUs in den oben genannten Technologiefeldern durch die gezielte Vernetzung mit Fachexperten und Investoren gefördert.

Accessing China

Unter Accessing China können sich Nordwestschweizer Unternehmen, die nach China expandieren wollen, über ein kompetentes Partnernetzwerk den erleichterten Marktzugang verschaffen und ihr Expansionsvorhaben optimal umsetzen.

Darüber hinaus betreibt BaselArea.swiss eine umfassende Informationsplattform, welche die Kompetenzen in der Wirtschaftsregion Basel aufzeigt und somit die Vernetzung unter den Akteuren fördert:

Innovation Reports

Berichtet über das Innovationsgeschehen in der Region Basel und publiziert monatlich einen Newsletter mit Interviews, Hintergrundberichten sowie Informationen zu Firmengründung und Unternehmensansiedlungen.

Innovation Events

An über 50 Events pro Jahr mit Fokus auf Knowledge-Transfer und Entrepreneurship vernetzt die BaselArea.swiss Innovatoren und Unternehmensgründer zu aktuellen Themen.

Die Schweiz gehört seit Jahren punkto Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu den führenden Wirtschaftsstandorten der Welt. Verschiedene Faktoren setzen die Schweiz auf den Spitzenrang. Nebst dem hohen Ausbildungstand und der State of the Art-Infrastruktur ist sicher auch die Effizienz der Behörden einer der Hauptgründe dafür, dass Swissness gemeinhin mit Wirtschaftsfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Produktivität gleichgesetzt wird. Unternehmen profitieren denn auch seit Jahrzehnten von einer hohen Rechts-, Planungs- sowie Investitionssicherheit und verfügen damit über die wichtigsten Grundvoraussetzungen für eine nachhaltige Expansion in neue Märkte. Nicht umsonst findet sich in der Schweiz die höchste Dichte an multinationalen Grossunternehmen.

Zu diesem Erfolg der Schweiz trägt die Region Basel massgeblich bei. Nicht nur haben hier zahlreiche global führende Unternehmen ihren Ursprung, vielmehr sorgen diese auch für eine anhaltende Wirtschaftsdynamik: So wächst das Bruttoinlandprodukt in der Region Basel deutlich über dem Landesdurchschnitt – und zwar auf höchstem Niveau: So weist die Grossagglomeration Basel das höchste BIP pro Kopf aus. Gleichzeitig stützt die Region aufgrund ihres weltweit führenden und produktivsten Life Sciences Clusters sowie des hohen Anteils an Hightech-Industrien die Innovationsstärke des Landes massgeblich. So wird rund ein Fünftel des exportierten Warenwertes der Schweiz in der Region Basel hergestellt – notabene von deutlich weniger als 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung.

Vier wesentliche Faktoren sind es, welche die Schweiz im Allgemeinen und die Region Basel ganz besonders als weltweit führenden Wirtschafts-, Industrie- und Wissensstandort auszeichnen:

Vernünftige Steuerpolitik

Der föderalistische Staatsaufbau der Schweiz sorgt für Steuerwettbewerb unter den Kantonen und hält damit die Belastung des Fiskus in einem vernünftigen Rahmen. Abgesehen vom fixen Bundesanteil obliegt die Festlegung des Steuersatzes den Kantonen – und diese bieten bestmögliche Rahmenbedingungen. Davon profitieren in der Region Basel insbesondere Unternehmen, die im hochwertschöpfenden Innovationsbereich tätig sind und hohe Investitionen in Forschung, Entwicklung sowie Produktion tätigen werden.

Liberaler Arbeitsmarkt

Aufgrund der hohen Dichte international tätiger Unternehmen in der Hochtechnologie sind die Behörden in der Region Basel überaus unterstützend, um der Nachfrage nach ausländischen Fachkräfte gerecht werden zu können. Darüber hinaus profitieren Unternehmen von einer der liberalsten Arbeitsgesetzgebungen in Europa bei gleichzeitig hoher sozialer Absicherung für den einzelnen Arbeitnehmer, was Unternehmen erlaubt, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.

Nachhaltige Infrastruktur

Eine Zugverspätung von fünf Minuten gilt in der Schweiz bereits als Ärgernis – und Ausnahme. Darüber können viele ausländische Gäste nur schmunzeln. Doch Tatsache ist, dass die Schweizer Infrastruktur zu den modernsten und solidesten der Welt gehört. Davon profitieren auch Unternehmen in der Region Basel: hervorragende Anbindung per Auto, auf der Schiene sowie per Flugzeug von und nach Europa sowie über den Rhein auf dem Wasserweg in die ganze Welt.

Praxisnahe Ausbildung

Nur ein Drittel aller jungen Schweizer schliesst die Schulbildung auf der Stufe Gymnasium ab und studiert an einer der Schweizer Spitzenuniversitäten. Was für viele Volkswirtschaften eine katastrophale Quote darstellen würde, gehört zur absoluten Stärke der Schweiz. Denn das sogenannte duale Bildungssystem sieht vor, dass die Mehrheit der jungen Menschen eine Berufslehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis absolviert und sich damit sehr früh ins Arbeitsleben integriert. Allerdings nicht ohne sich später meist „on the job“ an einer der Fachhochschulen praxisnah zu spezialisieren. Damit verfügt der Schweizer Arbeitsmarkt über junge Mitarbeitende, die einige Jahre Berufserfahrung mitbringen und sich flexibel in Fachrichtungen weiterbilden, die von der Industrie auch tatsächlich nachgefragt werden. Darüber hinaus bietet gerade die Region Basel ein breites Angebot an internationalen Schulen, die es Mitarbeitenden von multinationalen Unternehmen erleichtert, sich hier mit ihren Familien zu integrieren.

Als einziges Staatswesen, das die direkte Demokratie kennt, hat die Schweiz über Jahrhunderte zu diesem sehr spezifischen politischen und gesellschaftlichen System gefunden. Es zeichnet sich aus durch föderalistische Selbstbestimmung, Konkordanz sowie Verlässlichkeit und ist Grundvoraussetzung für ein politisch und gesellschaftlich stabiles Umfeld. Dies gilt ganz besonders auch für die Region Basel, wo Unternehmen dank der Offenheit sowie einer pragmatischen, lösungsorientierten Grundhaltung von Behörden und Bürgern die Vorzüge der Swissness zu ihrem Erfolgsfaktor machen können.

Die Region Basel gehört weltweit zu den führenden Life Sciences-Standorten und ist klar die Nummer 1 Europas. Mit Roche und Novartis stammen gleich zwei der drei globalen Marktführer aus der Region Basel und betreiben hier in Basel ihre globale Konzernzentrale.

Neben den Grossen sind weitere internationale Player mit bedeutenden Geschäftsfunktionen vor Ort. Darunter Elanco (Eli Lilly Company), Abott oder Bayer. Hinzukommen eine ganze Reihe von Newcomer wie Actelion, Basilea, Evolva sowie Spezialisten wie Bachem oder
Polyphor. Zudem hat sich die Region Basel zum Hotspot vielversprechender Start-ups entwickelt.

Insgesamt zählt die Region Basel über 700 Life Sciences-Firmen, welche zu einem dynamischen Wirtschaftsumfeld beitragen. Der Erfolg dieser Unternehmen gründet auf drei wesentlichen Faktoren:

Die Life Sciences-Industrie ist der Wachstumsmotor der Region Basel – und hier fest verankert

Mit insgesamt 33’900 Arbeitnehmenden im Life Sciences-Sektor bringt die Region Basel jede Stunde Güter und Dienstleistungen im Wert von 405 Millionen Dollar hervor. Damit gehört die Region Basel weltweit mit Abstand zur Life Sciences-Destination mit der höchsten Produktivität. Aber auch in punkto Bruttowertschöpfung ist die Region Basel Weltmeister: Mit 23 Milliarden Dollar pro Jahr werden nirgends in der Welt höhere Volumen produziert. Gleichzeitig ist die Region Basel mit jährlich 6 Milliarden Dollar Investitionen global führend in Forschung und Entwicklung. Die Life Sciences sorgen für ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum der Region Basel und entsprechend hoch ist ihr Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung.

In der Region Basel finden sich Talente und Experten aus allen Kompetenzbereichen – nicht selten in Gehdistanz

Von der Forschung über Start-ups bis hin zu Produktion, Marketing und Vertrieb, befindet sich in der Region Basel die komplette Life Sciences-Wertschöpfungskette vor Ort. Dies generiert einen Fundus an erfahrenen Spezialisten und Experten für jede Unternehmensphase und Unternehmensfunktion. Hinzu kommen Weltklasse-Forschungsinstitute wie das Biozentrum der Universität Basel, das Department of Biosystems Science and Engineering der ETH Zürich sowie das Friedrich Miescher Institute. Diese Breite an Ressourcen, Expertise und Talente auf kleinstem Raum – nicht selten buchstäblich in Gehdistanz - ist weltweit einmalig und bietet einen unvergleichlichen Nährboden für künftige Innovationen.

Innovation in Life Sciences hat in der Region Basel Tradition - seit über 250 Jahren

Die Region Basel ist der Life Sciences-Standort mit der längsten Geschichte. Angefangen Mitte des 18. Jahrhunderts im Zuge der industriellen Seidenbandfärberei bis hin zur Biotech-Revolution ist es dem Basler Life Sciences-Ökosystem immer wieder gelungen, sich neu zu erfinden und alle massgeblichen Entwicklungen zu gestalten und mitzugehen. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter, denn im Gegensatz zu anderen historisch gewachsenen Life Sciences-Standorten ist die Region Basel in den vergangenen Jahren solide gewachsen und setzt mit rund 6 Milliarden Franken geplanter Investitionen in den nächsten Jahren in öffentliche und private Infrastrukturprojekte schon zum nächsten Entwicklungsschub an.

Tradition, ein starkes industrielles Rückgrat und über Jahrzehnte gewonnene Expertise in Forschung und Entwicklung sowie bei der Kommerzialisierung machen die Region Basel mit zur komplettesten Life Sciences-Destination der Welt. Nirgends lassen sich Life Sciences-Projekte effizienter zur Marktreife entwickeln und nachhaltiger zum Erfolg führen wie in der Region Basel.

Hochtechnologie treibt die Wirtschaft der Region Basel an und sorgt für ein überdurchschnittliches Wachstum. Dies wird auch in Zukunft so bleiben. Denn ein starkes industrielles Rückgrat, ein internationales Geschäftsumfeld, das Talente und Fachleute aus aller Welt anzieht, kombiniert mit Schweizer Hochschul- und Berufsausbildung auf Weltklasseniveau machen die Region Basel zum idealen Nährboden für Innovation. Unternehmen - insbesondere aus der Medizinaltechnologie, dem ICT-Sektor sowie der Präzisionsgüterindustrie und Chemie - profitieren dabei von folgenden Standortvorteilen:

Die Region Basel verfügt über eine starke industrielle Basis in den Hochtechnologien

92 Prozent der industriellen Wertschöpfung im Kanton Basel-Stadt stammt von Hightech-Firmen. Auch in den ländlichen Kantonen Baselland und Jura beträgt diese Quote über 70 Prozent. Dies ist deutlich mehr als der Landesdurchschnitt von rund 60 Prozent - und damit reiht sich die Schweiz bekanntlich unter die innovativsten Nationen der Welt.

Die Region Basel ist Spitzenreiter in Forschung und Entwicklung

In der Schweiz sorgt der private Sektor für 69 Prozent der Investitionen in Forschung und Entwicklung. Zu diesem - im globalen Vergleich sehr hohen - Anteil steuert die Region Basel 40 Prozent bei, obwohl nur zehn Prozent der Schweizer Bevölkerung hier leben. Von den zehn Schweizer Unternehmen, welche die meisten Patente einreichen, haben deren fünf ihren Hauptsitz in der Region Basel: Roche, Novartis, Clariant, Syngenta und Endress+Hauser. Es gibt auch keine andere Schweizer Region, die mehr Arbeitnehmende in der industriellen Forschung und Entwicklung beschäftigt.

Die Region Basel ist global vernetzt und verfügt über einen Talentpool aus aller Welt

Rund jeder fünfte der über 700'000 Einwohner stammt aus dem Ausland, darunter 36’000 Expats. An der Grenze zu Deutschland und Frankreich gelegen, strömen jeden Tag 70'000 Mitarbeitende aus dem benachbarten Ausland in die Region. Es gibt wenige Wirtschaftsstandorte, wo sich auf kleinstem Raum ein derart internationales Geschäftsumfeld konzentriert und damit Fachspezialisten aus aller Welt anziehen.

Wissenschaft und Hochschulausbildung auf Weltklasseniveau

Neben der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Industrie ist Basel auch hervorragend eingebettet in die Hochschullandschaft. Die Universität Basel mit 2’000 Dozierenden und 12'000 Studierenden gehört zu den ältesten in Europa und rangiert unter den Top 100 der Welt. In weniger als zwei Stunden Bahnfahrt sind zudem die Eidgenössischen Technischen Hochschulen ETH Zürich (mit Life Science-Ableger in Basel) sowie EPFL Lausanne zu erreichen, beides weltweite Spitzen-Universitäten. Insgesamt finden sich in der Region Basel inklusive benachbartem Ausland nicht weniger als 167 Forschungsinstitute im Umkreis von ein paar hundert Kilometern. Darüber hinaus sorgt auch das duale Bildungssystem der Schweiz sowie die Fachhochschule Nordwestschweiz für bestens ausgebildete Berufsleute und Fachspezialisten.

Studien setzten die Schweiz immer wieder auf den Spitzenplatz der führenden Innovationstandorte der Welt. Mit seinem starken industriellen Rückgrat, dem internationalen Geschäftsumfeld, das Talente und Fachleute aus aller Welt anzieht, kombiniert mit der Schweizer Hochschul- und Berufsbildung wurde Basel zum führenden Innovations-Hub der Schweiz. Einzigartig ist dabei die Dichte des Angebots: Wissenschaftliche Höchstleistung, Fachexpertise, industrielles Know-how und höchst qualifizierte Mitarbeitende sind nicht selten in Gehdistanz zu finden.


Bereits zur Römerzeit stellte der Basler Rheinhafen die südlichste schiffbare Verbindung zur Nordsee dar. Mit der Erstellung der ersten und während langer Zeit einzigen Brücke über den Rhein zwischen Bodensee und Nordsee im Jahr 1226, entwickelte sich die Stadt zur bedeutenden Handelsmetropole. Die bevorzugte Lage mitten in Europa und an der Grenze zu Deutschland und Frankreich machen die Region Basel noch heute zum wichtigsten Logistikzentrum der Schweiz. Davon profitiert die Industrie.
Aber auch als Standort für internationale Headquarters und für global tätige Handelsunternehmen bietet der Standort in Europa einmalige Vorzüge:

Die Region Basel ist eine europäische Verkehrsdrehscheibe

Nur 15 Minuten per Bus oder Taxi vom Stadtzentrum entfernt, fliegt der EuroAirport über 90 Destinationen in Europa, Nordafrika und im Nahen Osten an. Aus den drei Rheinhäfen lassen sich Container direkt in drei Tagen nach Rotterdam und von da über die Weltmeere verschiffen. Per Bahn können sämtliche grösseren Städte wie Zürich (inklusive internationaler Flughafen Kloten), Bern, Lausanne und Genf sowie die Wirtschaftszentren am Oberrhein (Freiburg, Karlsruhe oder Strassburg) im Stundentakt angefahren werden. Auch Europas Metropolen Frankfurt, Paris und Mailand sind per Hochgeschwindigkeitszug in wenigen Stunden bequem zu erreichen.

Die Region Basel ist das führende Logistikzentrum der Schweiz

842'000 Tonnen Nahrungsmittel und 12 Prozent des Schweizer Aussenhandels werden in den drei Rheinhäfen jährlich umgeschlagen. Ein Drittel des gesamten Schweizer Aussenhandels wird über die Region Basel abgewickelt. Der EuroAirport ist der führende Flughafen der Schweiz für Luftfracht. Dies kommt nicht von ungefähr: 23'000 Erwerbstätige der Region Basel sind in der Logistik beschäftigt. 990 Logistikfirmen - darunter führende Unternehmen wie DHL, Panalpina, Goldrand oder Kerry Logistics -  sind in der Region Basel niedergelassen und bieten Lösungen für komplexe Supply Chain Management-Anforderungen wie sie in den Life Sciences und der chemischen Industrie vielfach anzutreffen sind.

Die zentrale Lage macht die Region Basel zum idealen Geschäftssitz für internationale Handelsunternehmen

Ob Tabak (Davidoff), Einzelhandel (Dufry), Gastronomie (Transgourmet) oder internationaler Finanzaustausch (BIZ): Güter und Dienstleistungen aller Art werden von Basel aus gehandelt. So haben auch Coop (Nummer 2 im Schweizer Detailhandel) sowie Manor (grösste Schweizer Warenhauskette) hier ihre Hauptsitze. Grosse Bedeutung hat die Region Basel auch als internationaler Messe-Standort. So wird ein Grossteil des Uhren- und Schmuckgeschäfts an der jährlich stattfindenden Basel World abgewickelt und die Art Basel ist die bedeutendste Kunstmesse der Welt. Die Vorzüge von Basel als Handelsstadt entdecken zudem immer mehr ausländische Brands und eröffnen ihren Europasitz in der Region. Beispiele sind der Lifestyle Brand Fossil, der Fahrrad-Hersteller Cannondale oder das Modelabel Tally Weijl.

Aufgrund der hervorragenden Verkehrsanbindung sowie der vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen in Logistik und internationalem Handel wird die Region Basel von global tätigen Unternehmen mehr und mehr als europäischer oder globaler Sitz entdeckt. Aber auch etablierte Unternehmen und Start-ups profitieren von der zentralen Lage des Standortes. Nicht zuletzt prägen die Grenzsituation und der konstante Austausch mit aller Welt die offene Mentalität der Bevölkerung und sorgen für eine konstant dynamische Entwicklung der gesamten Wirtschaftsregion.

Frühstücken in Deutschland, Lunch in Frankreich und Abendessen in der Schweiz: Eingebettet im Dreiländereck und geprägt durch das internationale Ambiente der globalen Industrie bietet die Region Basel eine einmalige Lebensqualität. Und dies weit kostengünstiger als in den restlichen Schweizer Grossagglomerationen. Mit ihrer preisgekrönten Architektur, dem historischen Stadtkern und dem reichhaltigen Kulturangebot - von hip bis klassisch - lässt es sich in der Region Basel sehr urban leben. Gleichzeitig sorgt ein bestens ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz für den schnellen und unkomplizierten Anschluss zu den ländlichen Wohngegenden und Naherholungsgebieten.
Die Zuzügler müssen es wissen: Die Region Basel verfügt nicht nur über die grösste Expat Community mitsamt umfassendem Angebot von internationalen Schulen für deren Nachwuchs, sondern auch über den höchsten Anteil an Zuzügler,  die sich länger als fünf Jahre in der Region niederlassen und zuhause fühlen. Dafür gibt es mehr als einen Grund:

Urbaner Lebensstil und reichhaltiges Kulturangebot für jeden Geschmack

Basels Wurzeln reichen weit zurück bis zu den Römern und Kelten. Die erste Blüte erlebte die Region im späten Mittelalter und der beginnenden Neuzeit. Dennoch ist man keineswegs stehen geblieben. Im Gegenteil: eine lebendige Kreativszene sorgt – gepaart mit gastronomischer Vielfalt und einem reichhaltigen Angebot an Veranstaltungen – für einen grossstädtischen Lebensstil. Ob Fasnachtsbummel durch die pittoreske Altstadt, Sinfoniekonzert im neobarocken Musiksaal des Stadtcasinos oder Filmgenuss im Open Air Kino auf dem Münsterplatz: In Basel herrscht rund ums Jahr Hochbetrieb.     

Kunstliebhaber sind in der Region Basel am richtigen Ort

Das Basler Kunstmuseum, 1671 gegründet, gilt als älteste öffentliche Kunstsammlung eines Gemeinwesens und gehört gemäss einem Rating der Londoner „Times“ zu den fünf besten Kunstmuseen der Welt. Ein nicht minder internationaler Anziehungspunkt ist die Fondation Beyeler, erbaut vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano. Als weitere Superlative lädt die führende Kunstmesse der Welt – Art Basel – alljährlich zum Stelldichein der Kunstwelt sowie des internationalen Jetsets. Aber auch Produktionen des Stadttheaters (Oper, Schauspiel und Ballett) schaffen es regelmässig in internationalen Wettbewerben aufs Podest.

Sport ist in der Region Basel immer angesagt, nicht nur im Stadion oder auf der Couch

Die Créme de la Crème des europäischen Fussballs werden vom FC Basel im St. Jakob-Park empfangen und die Tenniselite spielt an den Swiss Indoors auf – mitsamt dem Superstar aus der Region, Roger Federer. Aber auch ausserhalb der Sportarenen zeigt sich die Bevölkerung der Region Basel sportbegeistert. So wird in keiner anderen Stadt mehr Fahrrad gefahren wie in Basel, sei es zur Arbeit oder auf den zahlreichen Velowegen übers Land. Laufsportler können ungehindert am Rheinufer entlangrennen. Langläufer finden im Jura kilometerlange Loipen und Skifahrer stehen in weniger als zwei Stunden Autofahrt auf einer Piste in den Schweizer Alpen.

Eingebettet im Dreiländereck und am Tor zur Schweiz lockt eine Vielfalt von Aktivitäten

Ob Wein degustieren im Elsass, Schlemmen in Südbaden oder ein lauschiges Picknick auf der Jurahöhe: In der Region Basel gibt es kaum einen Wunsch, der nicht in wenig mehr als einer Stunde Autofahrt erfüllt werden könnte. Und noch mehr gilt es zu entdecken, zum Beispiel einen Sprung in den Fluss, wenn sich an lauen Sommerabenden das Basler Rheinufer in eine veritable Riviera verwandelt.

Vielseitigkeit in kürzester Distanz, eine öffentliche Verkehrs-Infrastruktur, die weltweit ihresgleichen sucht, sowie die politische Sicherheit und Stabilität bringen die Schweiz in allen gängigen Studien punkto Lebensqualität regelmässig auf die Spitzenränge. All dies findet sich selbstverständlich auch in der Region Basel, angereichert mit viel Kultur, Lifestyle und internationalem Flair. Nicht umsonst zählt Basel bei der jungen Bevölkerung zu einem der trendigsten Orte der Schweiz.

Our services
Gabriela Güntherodt

Ihre Kontaktperson

Gabriela Güntherodt

Member of the Management Board, Head of International Markets & Business Affairs

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Invest in Basel Region

Ihr Unternehmen ist auf Expansionskurs? Sie wollen in Europa und in der Schweiz Fuss fassen und neue Märkte erschliessen? Dann ist die Region Basel Ihre erste Wahl. Auf engstem Raum finden Sie hier alles, was es zum langfristigen und nachhaltigen Erfolg braucht.

Mehrere multinationale Konzerne, allen voran aus der Life Sciences-Industrie, sorgen für ein internationales Geschäftsumfeld. Entsprechend ist in der Region ein global ausgerichteter Talentpool mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeitenden aus sämtlichen Kompetenzbereichen vorhanden. Mitten in Europa, an der Grenze zu Frankreich und Deutschland gelegen, bietet die Region Basel attraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen und höchste Schweizer Lebensqualität.

Soll auch Ihr Unternehmen von diesen Standortvorteilen profitieren? Gerne zeigen wir Ihnen, wie. Unsere Spezialisten beraten und begleiten Unternehmen kompetent und umfassend während des gesamten Ansiedlungsprozesses:

Evaluation

Steuern? Arbeitsmarkt? Konkurrenzsituation? Bewilligungen? Industrielles Umfeld? Zugeschnitten auf Ihr Vorhaben können wir sämtliche standort-relevanten Informationen zur Region Basel und der Schweiz zusammenstellen.

Standortwahl

Noch offene Fragen? Überzeugen Sie sich aus erster Hand. Wir vermitteln persönliche Kontakte zu Behörden, Experten sowie Entscheidungsträgern und unterstützen Sie kompetent bei der Flächensuche.

Standortbesuch

Sie wollen die Region Basel kennenlernen? Wir gestalten Ihren Besuch so effizient wie möglich und erarbeiten - ganz zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse -  ein individuelles Besuchsprogramm.

Geschäftsaufbau

Sie wollen keine Zeit verlieren? Wir unterstützen Sie bei der Kontaktanbahnung zu wichtigen Partnern und Institutionen und beschleunigen so den Zugang in die vielfältige Wirtschafts- und Innovationslandschaft der Region Basel.

Dieser vollumfängliche Service ist kostenlos für alle Unternehmen, die nachhaltig zur Dynamik unseres Wirtschaftsstandortes beitragen. Innovation und Offenheit für Neues hat in der Region Basel seit Jahrhunderten Tradition. Wir sind gespannt auf Ihr Geschäftsvorhaben und freuen uns, diesem zu einem erfolgreichen Start zu verhelfen.

Gabriela Güntherodt

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Gabriela Güntherodt

Member of the Management Board, Head of International Markets & Business Affairs

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Connecting Innovators

„Connecting Innovators“ vernetzt Ideen, Unternehmen und Entrepreneurs. Einerseits geschieht dies informell an den von BaselArea.swiss organisierten Fachveranstaltungen, andererseits unterstützt BaselArea.swiss Projekte auf individueller Basis durch Vermittlung von Experten, Kooperationspartnern und Finanzierung. Dabei können die Experten von BaselArea.swiss auf ein breites Netzwerk von über 8’000 Innovatoren zurückgreifen.

Thematisch fokussiert „Connecting Innovators“ auf fünf Kernbereiche: „Life Sciences“, „Medtech“, „Information and Communications Technology“, „Production Technologies“ sowie „Micro, Nano & Materials“. Jedes dieser Technologiefelder wird von einer Fachperson gemanagt. In enger Zusammenarbeit mit der Industrie setzt der Technologiefeldmanager das Veranstaltungsprogramm fest, fungiert als Ansprechpartner für Projektvorhaben und pflegt Partnerschaften zu den relevanten Forschungseinrichtungen sowie anderen Institutionen in der Region Basel.

Damit bietet „Connecting Innovators“ den idealen Eingangspunkt, um in der Region Basel Fuss zu fassen und von ihrem vielfältigen Innovations-Ökosystem zu profitieren. An jährlich mehr als 80 Veranstaltungen treffen sich Unternehmer, Innovatoren und Experten zum regelmässigen Ideen- und Wissensaustausch – in unterschiedlichen Formaten:

  • Innovation Events: Fokussieren auf den Wissenstransfer, bieten Unternehmen und insbesondere auch Start-ups die Gelegenheit, sich und ihr Projektvorhaben vorzustellen, und fördern den regelmässigen, firmen- und disziplinenübergreifenden Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den Innovatoren in der Region Basel.
  • Innovation Workshops: Vertiefen ein Thema, indem sie den Dialog innerhalb eines firmen- und disziplinenübergreifenden Fachgremiums ermöglichen - mit dem Ziel, das Anwendungsspektrum neuer Technologien auszuloten und konkrete Projekte und Kooperationen anzubahnen.
  • Technology & Innovation Circles: Verstehen sich als Initiativen, die über mehrere Jahre laufen, um ein Innovationsthema innerhalb einer firmen- und disziplinenübergreifende Gemeinschaft weiter zu entwickeln und sich neue Marktpotentiale zu erschliessen.
    Darüber hinaus unterstützt BaselArea.swiss Innovatoren und Entrepreneurs auf individueller Basis im Rahmen von Einzelgesprächen und Expertenworkshops bei der Beurteilung ihrer Business-Ideen und Vermittlung zu potentiellen Kooperations-, Forschungs- und Finanzierungpartnern.

Unternehmen in der Gründungsphase bietet BaselArea.swiss zudem spezifische Veranstaltungen und Dienstleistungen unter Supporting Entrepreneurs.

 
 

Sébastien Meunier

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Sébastien Meunier

Director Industrial Transformation and Entrepreneurship


Tel. +41 61 295 50 15

sebastien.notexisting@nodomain.commeunier@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss

Supporting Entrepreneurs

Sie wollen ein Unternehmen gründen? Das freut uns, denn unsere Wirtschaftsregion lebt vom Unternehmertum. Als Innovationsförderung und Standortpromotion der Region Basel unterstützt BaselArea.swiss vor allem Unternehmer, die ihren Fokus auf Technologie und Innovation setzen.

Im Zentrum des Angebots steht unser Seminar- und Workshop-Programm: Der Gründerkurs als unser Basisangebot richtet sich an alle Interessierten, die eine Firmengründung planen:

  • Gründerkurs: Vermittelt werdenden Unternehmern einen Überblick über alle relevanten Aspekte, die es bei der Gründung der eigenen Firma zu beachten gilt. Der Gründerkurs findet in Kooperation mit dem Institut für Jungunternehmen 10-mal im Jahr statt. Hier finden Sie die Übersicht zu den nächsten Kursen

Das weiterführende aufbauende Angebot richtet sich ausschliesslich an Start-up und Entrepreneurs mit konkreten Projektvorhaben aus dem Innovations- und Technologiebereich:

  • Innovationsseminare und -workshops für Entrepreneurs: Erlaubt die tiefergehende Auseinandersetzung mit verschiedenen unternehmerischen Fragestellungen wie Businessplan, Finanzierung, Produktentwicklung, Preisgestaltung, geistiges Eigentum sowie Marketing und Kommunikation.

Zusätzlich zur Veranstaltungsserie Innovationsseminare und -workshops bietet BaselArea.swiss auch Beratungen auf individueller Basis zu konkreten Projektvorhaben aus dem Innovations- und Technologiebereich:

  • „Connect & Advisory“: In einem ersten Beratungsgespräch ermitteln unsere Spezialisten den Unterstützungsbedarf und stellen Verbindungen her zu Fachexperten, Forschungseinrichtungen oder potentiellen Kooperationspartnern.
  • „New Venture Assessment“: Im Rahmen eines geführten Prozesses und anlässlich individuell einberufener Experten-Meetings können Start-ups und innovative KMUs ihr Geschäftsvorhaben von ausgewiesenen Industrieexperten, Unternehmern und Investoren überprüfen lassen. Weitere Informationen

Mit diesen Services deckt BaselArea.swiss vor allem die Frühphase der Unternehmensgründung ab. Ziel ist es, zwischen Idee und tatsächlicher Gründung bis hin zur ersten Umsetzungsplanung und Finanzierungsrunde wertvolle Informationen und handfeste Empfehlungen mit auf den Weg zu geben. Damit erhalten Unternehmer mehr Sicherheit und können die Umsetzung ihres Vorhabens wesentlich beschleunigen.

Weitere Informationen zum Thema Unternehmensgründung finden Sie im Magazin «Gründen», das von BaselArea.swiss mitherausgegeben wird. Das pdf finden Sie hier

Sébastien Meunier

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Sébastien Meunier

Director Industrial Transformation and Entrepreneurship

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Gabriel Schweizer

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Gabriel Schweizer

Manager Asia


Tel. +41 61 295 50 13

gabriel.notexisting@nodomain.comschweizer@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss

Accessing China

Die Bedeutung von China als Wirtschaftsstandort hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Zunächst als Offshore-Destination für die kostengünstige Produktion von Konsumgütern und heutzutage vermehrt auch als bedeutender Absatzmarkt und Talentschmiede. Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen, die im Hochtechnologiebereich tätig sind, bietet die Geschäftsexpansion nach China grosse Wachstumspotenziale. Allerdings ist es nicht einfach, in diesem komplexen Wirtschaftsraum Fuss zu fassen.

Unternehmen aus der Region Basel (Kantone Basel-Stadt, Baselland und Jura) bietet BaselArea.swiss deshalb Unterstützung aus einer Hand –  von der ersten Marktevaluation bis hin zur konkreten Vermittlung von Geschäftspartnern. Neben der nötigen Fachkompetenz verfügen unsere Berater über exzellente Kontakte vor Ort, die über den jahrelangen Austausch sowohl auf politischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene gefestigt wurden. Zudem pflegt BaselArea.swiss ein grosses Netzwerk von Unternehmern und Experten mit Chinaerfahrung, die sich regelmässig über die neusten Entwicklungen informieren.

Als Co-Organisator des jährlichen Swiss-Chinese Life Sciences Forum, fördert BaselArea.swiss den Austausch zwischen China und der Region Basel.

Life Sciences-Unternehmen profitieren von den Partnerschaften mit dem Zhangjiang High-Tech Park sowie dem neuen Fenglin Life Sciences Park in Shanghai und erhalten so Zugang zum führenden Life Sciences-Standort Chinas. Das langjährige Partner-Team vor Ort unterstützt sowohl beim Geschäftsaufbau in Shanghai (Produktregistrierung, Finanzierung, Vermarktung usw.) sowie bei der Kontaktaufnahme zu potentiellen Geschäftspartnern und Kunden.

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Manager Asia


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Our Channels: EVENTS | REPORTS

report Precision Medicine

Gesundheitsinnovationen gewinnen mit dem DayOne Accelerator an Dynamik

05.03.2019

Vier innovative Start-ups im Healthcare-Bereich nehmen an der ersten Runde des DayOne Accelerator teil. Faraz Oloumi von Aurteen, Chang Yun von Noul sowie Christian Vogler und Leo Gschwind von Advancience zeugen davon, wie weit Überzeugung tragen kann.

BaselArea.swiss: Faraz, warum hast Du Aurteen gegründet?

Faraz: Während meines Studiums der Elektro- und Computertechnik arbeitete ich an der Netzhautanalyse und begann, mich für das Thema zu interessieren. Nachdem ich meinen Master und dann mein Doktorat beendet hatte, lehnte ich eine sichere Stelle ab, um das Thema weiterzuverfolgen. So wurde Aurteen ins Leben gerufen. Ich bin vollkommen von der Neuartigkeit und Notwendigkeit einer computergestützten Beurteilung der Retina überzeugt, denn die Gefässe im Augenhintergrund sagen eine Menge über die allgemeine Gesundheit von Netzhauterkrankungen bis hin zu Stoffwechsel- und Herz-Kreislaufstörungen aus.

Christian, gab es auch für Dich einen bestimmten Startpunkt?

Christian: Ich habe Psychologie und Genetik studiert. Um Genetik als Werkzeug zur Erforschung des menschlichen Geistes zu nutzen, begannen wir – meine Mitbegründer und ich –, uns mit Psychometrie zu befassen. Das typische Instrumentarium für psychometrische Tests stammt aus den 1940er bis 1970er Jahren. Wir haben psychometrische Tests ins 21. Jahrhundert übertragen, sie um spielerische Elemente ergänzt sowie unterhaltsam und skalierbar gestaltet. Damit sind wir in der Lage, eine hohe Anzahl an Studienteilnehmern zu verarbeiten. Wir möchten die Psychologie vorwärtsbringen. Wir sind überzeugt, dass sich unsere Tools für eine ganze Reihe unterschiedlicher Zwecke nutzen lassen: Sie dienen als Diagnosewerkzeug für die Untersuchung von Aufmerksamkeitsstörungen oder Gedächtnisschwächen ebenso wie als Instrument für den Personalbereich, um eine bessere Zusammenarbeit in Teams zu fördern.

Chang, Du bist vor einem Jahr zu Noul gestossen. Aus welchem Grund?

Chang: Einer der Mitbegründer ist biomedizinischer Techniker. Direkt nach dem Erwerb seines Doktortitels in den USA verbrachte er 1,5 Jahre in Malawi im freiwilligen sozialen Dienst. Er erlebte mit, wie viele Kinder an Malaria starben, und war überrascht, dass sich Gesundheitshelfer nach wie vor auf Tests verliessen, die ungenau und unpraktisch waren. 2015 gründete er Noul, um ein tragbares Gerät zu entwickeln, das eine Bildanalyse und künstliche Intelligenz zur Diagnose von Krankheiten anhand von Blutproben verwendet. Als sein enger Freund war ich von Anfang an an dem Projekt interessiert und stiess vor einem Jahr dazu – in der Gewissheit, dass meine Laufbahn bei den Vereinten Nationen dem Erfolg des Projekts förderlich sein würde. Ich habe Kenntnisse im Unternehmensmanagement und in der öffentlichen Verwaltung. Als Director of Global Business Development bei Noul habe ich jetzt das europäische Büro aufgebaut.

Was war beim Aufbau des Unternehmens am schwierigsten?

Chang: Bei uns war es die Wissenschaft. Wir folgten dem Prinzip «Versuch und Irrtum». Die klinischen Versuche im Labor funktionierten gut, doch die Ergebnisse in der Praxis waren oft unerwartet. Manchmal war es schwierig, genügend hochwertige Proben zu bekommen. Um diese Hürden zu überwinden, arbeiten wir mit dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel zusammen. Zudem sind für die Zulassung einer neuen Technologie wie der unseren auch neue Kriterien erforderlich. Das erfordert viel Zeit und hinreichend überzeugende Daten von unserer Seite.

Christian: Als Wissenschaftler wird man nicht über Nacht zum Unternehmer. Ich musste lernen, dass nicht nur wissenschaftliche Ergebnisse zählen. Vielmehr muss ich meine Ergebnisse verkaufen und über spezifische Leistungsversprechen nachdenken. Ich kenne mich in Psychologie, Genetik und Bioinformatik aus – und jetzt muss ich obendrein Business Cases vorlegen. In der Geschäftswelt treffen wir jeden Tag auf neue Probleme. Man braucht immer einen Plan B, C und D. Es ist enorm viel Arbeit, aber es macht auch viel Spass.

Faraz: Es ist nicht einfach, seinen Lebensunterhalt nicht selber sicherstellen zu können. Ich habe mir selbst in den letzten Jahren keinen Cent ausbezahlt. Das Schwierigste für mich war es, Menschen davon zu überzeugen, dass meine Ideen und meine Vision nicht verrückt sind. Ich musste gegen viele Widrigkeiten ankämpfen. Aber ich bereue nichts. Dann gab es noch andere Herausforderungen wie etwa, dass ich als CEO und nicht nur als CTO fungieren musste, was bedeutet, dass man kein Perfektionist mehr sein darf. Diese Herausforderung macht mir Spass.

Was hofft ihr in den nächsten Monaten im DayOne Accelerator zu erreichen?

Faraz: Obwohl Kanada für den telemedizinischen Ansatz gut geeignet ist und meine Mitarbeitenden und potenziellen Kunden dort sind, haben wir rein zahlenmässig keinen guten Business Case in Kanada. Zudem ist der Nachbarmarkt der USA stark fragmentiert und es ist schwierig, dort einzudringen. Die Teilnahme am DayOne Accelerator ist für uns die optimale Chance, den europäischen Markt zu sondieren und zu validieren. Weiterhin möchten wir unsere Liste an Leistungsversprechen bestätigen und Investoren finden.

Chang: Unsere Schweizer Partner haben uns ermutigt, uns für das Programm zu bewerben, und glücklicherweise wurden wir für eine Teilnahme ausgewählt. Ich glaube, dass Noul in den letzten drei Jahren sehr hart daran gearbeitet hat, noch nie dagewesene Diagnoselösungen zu entwickeln. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um auf das bis jetzt Erreichte zurückzublicken und den Input, den wir hier erhalten, zu nutzen, um unser Geschäftsmodell weiter zu konkretisieren. Wir möchten die Menschen kennenlernen, die uns bei der Erreichung dieses Ziels weiterhelfen können, und die Möglichkeiten ausloten.

Leo: Wir möchten lernen, wie wir das Geschäft aufbauen und betreiben können. Darüber hinaus wir möchten dafür gerüstet sein, potenzielle Investoren für uns zu begeistern und nach Startkapital Ausschau halten.

Das Förderprogramm begann im Januar. Welche Erfahrungen habt Ihr bis jetzt gemacht?

Faraz: Alles war eine angenehme Überraschung. Das Ökosystem in Form von Unterstützung für Start-ups ist so völlig anders als das, was ich bisher kannte. Ich spreche mit hochrangigen Vertretern der Pharmabranche und der klinischen Praxis, und die Gesamtförderung erfolgt auf einem sehr hohen Niveau. Dem DayOne-Team ist es ein Anliegen, dass mein Unternehmen und ich Erfolg haben. Ich bin überzeugt, dass wir hier mehr Dynamik gewinnen können. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen spiele ich mit dem Gedanken, mich hier in Basel niederzulassen. Das hier ist wirklich ein Segen für unser Team.

Chang: Ich bin beeindruckt. Die Treffen, die wir bis jetzt hatten, sind extrem nützlich und hilfreich gewesen. Unter strategischen Gesichtspunkten zahlt es sich aus, in Basel und nahe bei unserem Partner, dem Schweizerischen TPH, sowie in leicht überwindbarer Entfernung zu unseren Anspruchsgruppen in Genf zu sein. Bis jetzt erweist sich der Accelerator als äusserst wirksam.

Leo: Der Input ist enorm. Wir profitieren gewaltig und lernen, wie das Geschäft zu strukturieren ist. Es ist genial, sein Handwerk bei Experten zu lernen und unmittelbare Einblicke zu erhalten. Und die Finanzierung lindert die ärgsten Nöte.

Was war der grösste Kulturschock bei der Ankunft in Basel?

Chang: In meiner Kultur sind die Menschen nicht so direkt, während die Leute hier ihre Meinung offener äussern. Ich mag diese Vielfalt und wünschte, wir hätten mehr davon in unserem Team in Südkorea. Ich finde, hier gibt es auch wenig Staus.

Faraz: Es ist der Wahnsinn, dass scheinbar jeder hier Englisch versteht.

report BaselArea.swiss

SpiroChem geht Partnerschaft mit britischer Domainex ein

20.03.2019

event Life Sciences

Workshop A practical guide to financing terms of a Life Sciences start-up

Datum: 26.03.2019

Ort: Switzerland Innovation Park Basel Area AG, Gewerbestrasse 24, 4123 Allschwil

report Life Sciences

«Wir sind ein kleines Unternehmen mit einem grossen Portfolio»

05.02.2019

Nachdem Martine und Jean-Paul Clozel mit zwei weiteren Personen Actelion gegründet und in Europas grösstes Biotech-Unternehmen verwandelt hatten, wurden die Gesellschaft und ihre Entwicklungsprojekte in der Spätphase im Jahr 2017 von Johnson & Johnson übernommen. Mit der Entdeckungssparte und den in der Frühphase befindlichen Entwicklungsprojekten von Actelion gründete das Ehepaar das Start-up Idorsia mit dem Ziel, eines der führenden Biopharma-Unternehmen in Europa aufzubauen.

Wir sprachen mit Martine Clozel über ihre Leidenschaft für die Forschung, den medizinischen Gesichtspunkt in der Wissenschaft und was aufstrebende Biotech-Unternehmer brauchen.

BaselArea.swiss: Martine, ist Idorsia die neue Actelion?

Martine Clozel: Zum Teil ja, wir machen immer noch schwierige Sachen. Das hat sich gar nicht geändert. Wir haben die gleiche Kultur und die gleichen Ziele wie früher bei Actelion: Wir wollen innovative neue Arzneimittel entdecken, die möglicherweise bedeutende Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben. Wir freuen uns, weiterhin Medikamente entdecken zu können. Es ist herrlich, dass wir dazu in der Lage sind. Im Unternehmen herrscht helle Begeisterung. Actelion war beinahe ein grosses Biopharma-Unternehmen geworden und war in vielen Ländern vertreten. Idorsia hat ihren Sitz in Allschwil und konzentriert sich auf effiziente Forschung und Entwicklung. Wir denken schon an die Vermarktungsphase. Kürzlich haben wir einen Vertriebsleiter eingestellt und den ersten ausländischen Standort in Japan eröffnet.

Sind Ihre Portfolioentscheidungen ausschliesslich wissenschaftlich begründet? Oder berücksichtigen sie auch wirtschaftliche Faktoren?

Wir alle wissen, dass die Nachfrage nach Medikamenten für Schlaflosigkeit, Lupus oder Hypertonie sehr hoch ist. Die Wahl einer neuen klinischen Indikation hängt vom neuen Molekül ab, von seinem Wirkmechanismus und auch davon, wo das Molekül die grösste therapeutische Wirkung entfalten kann. Wir versuchen, sehr pragmatisch vorzugehen und der Wissenschaft dorthin zu folgen, wo sie uns hinführt. In der Phase II und darüber hinaus, wenn wir mehr verstehen und sehen, dass unsere Annahme sich bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit bestätigt, können wir ein Arzneimittel in Bezug auf Markteintritt und Vertriebspotenzial positionieren.

Wie gehen Sie bezüglich Ein- und Auslizenzierung vor?

Da wir viele faszinierende interne Aussichten haben, übernehmen wir keine Lizenzen. Derzeit befinden sich zehn Präparate in klinischer Entwicklung. Einige Forschungsprojekte nähern sich der Entwicklungsphase. Wir haben Auslizenzierungsabkommen, aber nicht, weil die Projekte nicht mehr prioritär sind, sondern weil unsere Organisation deutlich kleiner ist als früher. Wir besitzen nur mehr ein Drittel der klinischen Entwicklungskapazität und können uns nicht um alles selbst kümmern. Wir sind ein kleines Unternehmen mit einem grossen Portfolio.

Sie konzentrieren sich also vollständig auf Ihre internen Projekte? Order arbeiten Sie auch mit anderen Firmen zusammen?

Wir suchen nach massgeschneiderten Lösungen. Wenn wir etwas finden, das uns helfen kann, arbeiten wir auch gern mit externen Partnern zusammen, etwa Universitäten, Biotech-Firmen oder anderen. Viele unserer Projekte beginnen mit einem Papier, das wir lesen, oder spannenden neuen Daten, die wir zufällig finden und dann weiter untersuchen.

Auf Ihrer Website konzentrieren Sie sich bei der Beschreibung der Krankheiten zuerst auf die Symptome der Patienten. Erst danach gehen sie auf die wissenschaftlichen Aspekte ein. Wie stellen Sie sicher, dass Sie und die Mitarbeitenden von Idorsia immer nahe am Patienten bleiben?

Wir sind den Menschen nahe, die den Patienten nahe sind, also Ärzte, Pflegefachkräfte usw. Wir hören genau zu und versuchen wirklich, die Patienten zu verstehen. Wir laden auch Patienten ein. Ich bin Ärztin, deshalb vertrete ich bei allen unseren Forschungsarbeiten einen medizinischen Gesichtspunkt. Das gehört zu den Merkmalen von Idorsia.

Wenn wir schon von Personal sprechen: Wie leicht ist es, hier die richtigen Mitarbeitenden zu finden?

Es ist nicht einfach, aber wo ist es schon einfach? Ich bin von der Pharma-Branche begeistert. Es ist fantastisch, Patienten zu helfen, Tausende Menschen behandeln zu können. Pharmazie ist grossartig und doch wissen das nicht alle. Es mangelt an Berichten, was die Pharmabranche macht, sei es nun die Verlängerung der Lebenserwartung, die Revolutionen in der Onkologie, die Verbesserung der Lebensqualität, alle diese Fortschritte! Wir müssen mehr über die Bedeutung der Pharmazie sprechen, um Nachwuchstalente anzuziehen.

Amerikanischen Biotech-Unternehmen scheint es eher zu gelingen, unabhängig zu bleiben. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Ich weiss nicht, ob das stimmt. Sehen Sie sich doch die jüngsten Übernahmen an: Celgene, Tesaro, Kite und Loxo durch BMS, GSK, Gilead bzw. Eli Lilly. Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Heute bleiben Biotech-Unternehmen selten unabhängig, auch in den USA, weil die grossen Konzerne von ihren Entdeckungen abhängen. Bei Actelion hatten wir eine ehrgeizige, langfristige Vision. Es war nie unser Ziel, übernommen zu werden. Wir wollten stattdessen eine Struktur aufbauen, nicht nur ein Molekül oder eine Technik, sondern eine Organisation, die in der Lage ist, viele Arzneimittel zu entdecken. Wir waren ehrgeizig und gingen Risiken ein, das kommt ziemlich selten vor. Vielleicht haben amerikanische Biotech-Unternehmen etwas mehr Ambition, aber Europa besitzt einige Besonderheiten, auf denen die Branche aufbauen sollte. Beispielsweise ist die Chemie in der Schweiz und Deutschland aussergewöhnlich. Aber auch generell ist Europa voller spannender Forschungsprojekte und grossartiger Menschen.

Warum arbeiten Sie lieber in einem Start-up als in einem Grossunternehmen?

Ein kleines Unternehmen sorgt für grössere Freiheit und, was noch wichtiger ist, Nähe zwischen den Fakten und den Risiken. Unser Portfolio ist so klein, dass die Geschäftsleitung alle Projekte kennt. Wir können sehr effizient Entscheide treffen, das wäre in einem Grossunternehmen viel schwieriger.

Was raten Sie Unternehmern, die eine Biotech-Firma gründen wollen?

Sie sollten gleichzeitig an das Überleben und die Rentabilität denken. Sowohl langfristig als auch kurzfristig planen, sich nicht nur auf den nächsten Meilenstein konzentrieren, sondern von Anfang an etwas Großes anstreben. Und Entscheide pragmatisch treffen. Vor allem nicht allein, sondern in einem Team.

In Bezug auf Geschäftspartner: Sie gründeten Actelion und Idorsia mit Ihrem Mann. Wie navigieren Sie zwischen dem Labor und Ihrem Zuhause?

Ich kenne meinen Mann seit langer Zeit. Wir teilen die Leidenschaft für die Forschung und die Behandlung der Patienten. Ich habe es immer geschätzt, dass ich Schwierigkeiten mit Jean-Paul besprechen und auch angenehme Augenblicke mit ihm teilen kann. Natürlich arbeiten wir viel und setzen uns voll ein, so wie alle anderen auch bei Idorsia. Wir versuchen, zwischen Büro und Zuhause eine Grenze zu ziehen, besonders, wenn unsere Kinder und Enkel da sind. Wir wollen für sie da sein. Es ist anstrengend, aber wir denken und sprechen nicht rund um die Uhr über die Arbeit.

Werden Sie in zehn Jahren immer noch auf der Jagd nach neuen Medikamenten sein?

Nein, wohl eher nicht. Ich möchte nicht bis in alle Ewigkeit arbeiten. Irgendwann möchte ich mehr Zeit für die Familie und meinen Freundeskreis habe.

Actelion ist nicht nur für ihre Medikamente, sondern auch für ihr Gebäude bekannt. Idorsia hat ihren Sitz in einem Bauwerk von Herzog & de Meuron. Wie wichtig ist Ihnen Architektur?

Sehr wichtig. Diese Bauten werden noch lange Zeit stehen und gehören zur Kultur und zum Stil von Basel. Die Schweiz und Basel im Besonderen zeichnen sich durch avantgardistische Architektur aus. Wir freuen uns, dass wir daran teilnehmen konnten. Die Architektur stellt die Innovation dar, die wir anstreben. Wir wollen gute Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden, viel Licht und viele Möglichkeiten, zu interagieren, schliesslich verbringen wir viel Zeit im Büro.

Wir haben gehört, dass Idorsia das Akronym für «I do research in Allschwil» ist. Stimmt diese amüsante Geschichte?

Nein, aber sie gefällt mir. In Wirklichkeit hatten wir die Möglichkeit, einen unserer bereits geschützten Produktnamen zu verwenden. Das half uns, unseren Firmennamen von Anfang an abzusichern.

Interview: Annett Altvater und Stephan Emmerth

report Life Sciences

Axovant bietet Stammaktien an

14.03.2019

event Supporting Entrepreneurs

Workshop Business Model Canvas - Beginner

Datum: 30.03.2019

Ort: Startup Academy, Picassoplatz 4, 4052 Basel

report Supporting Entrepreneurs

«Es muss nicht alles bleiben, wie es immer war»

08.01.2019

Désirée Mettraux ist seit 2016 CEO von Creadi. Das Spin-off der Pax hat die Online-Versicherungsplattform Simpego entwickelt. Die Versicherungsexpertin ist überzeugt, dass die Branche gewinnt, wenn sie sich gegenüber Partnern öffnet. Ihr Ziel: Versichern soll Spass machen.

BaselArea.swiss: Frau Mettraux, was bedeuten Versicherungen für Sie?

Désirée Mettraux: Für viele Leute ist das Thema langweilig und kompliziert. Ich verbinde Versicherungen mit Freiheit. Ich will, dass Versicherungen Spass machen.

Das Spin-off der Pax wurde 2016 ausgegründet. Was hat sich seither getan?

Von unseren ursprünglichen Vorstellungen haben wir viele über den Haufen geworfen. Der Insurtechmarkt ist stark in Bewegung, in ganz Europa wird viel Geld investiert. Da sehen wir auch, welche Modelle im B2C Markt nicht funktionieren. Wir sind kritisch mit uns und hinterfragen uns regelmässig. Aus einer Testphase, in der wir vieles ausprobiert haben, entstand Simpego, unsere Online-Plattform für Versicherungen.

Creadi wird von Pax finanziert, richtig?

Genau. Wendige Ausgründungen sind für die grossen Mutterschiffe die ideale Lernumgebung. Gleichzeitig ziehen sie Talente an. Wir haben mit Simpego die erste Native App auf den Schweizer Markt gebracht, bei der man on-the-go Versicherungen abschliessen kann. Das kann nicht jede Versicherung schnell auf die Beine stellen. Aber wir können zusammen mit einem grossen Versicherer testen, wie sein Produkt auf der Plattform funktioniert. Vom Erkenntnisgewinn profitieren alle.

Wie viel muss die Schweizer Versicherungsbranche im Bereich Insurtech noch lernen?

Die Schweiz hinkt im europäischen Vergleich stark hinterher. Die Online-Abschlussquote für Versicherungen liegt in der Schweiz bei zwölf Prozent. In Deutschland liegt die Quote bei über 30 Prozent. Dieser Rückstand ist nicht so einfach aufzuholen.

Inwiefern?

Wenn die Gesellschaft noch nicht so weit ist, reicht es nicht, dass eine Versicherung ihre Produkte digital zur Verfügung stellt. Unsere Gesellschaft funktioniert noch sehr klassisch mit Versicherungsberatern.

Creadi greift dieses Modell an. Das kann nicht allen gefallen.

Es gab Vorreiter, die auf den Markt drängten und dafür keine Sympathien geerntet haben. Aber das tut dem Markt nicht schlecht. Wenn etwas Neues kommt, müssen sich alle bewegen. Das nützt am Ende den Konsumentinnen und Konsumenten.

Offenbar vertrauen viele Leute einem Versicherungsmakler, der am Küchentisch die Policen erklärt. Wie schafft man mit einer App Vertrauen?

Vertrauen und Markenwahrnehmung sind unsere grossen Herausforderungen. Natürlich lässt sich der persönliche Kontakt, den manche Kunden über Jahrzehnte mit ihren Versicherungsvertreterinnen haben, nicht einfach durchbrechen. Darum bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit zum Live-Chat oder beraten sie telefonisch.

Kann das die Lösung sein?

Das eigentliche Thema liegt aus meiner Sicht woanders: Zum einen sind die meisten Versicherungsprodukte, die nicht in die komplexen Vorsorgebereiche gehen, Standard. Niemand erfindet die Welt der Privathaftpflichtversicherung neu. Zum anderen verkauft ein Vertreter der Mobiliar nur die eigenen Produkte, die aber nicht unbedingt zum Kundenbedürfnis passen. Wir wollen diesen Knoten lösen und einen anderen Service bieten. Der Kunde soll wählen können, bei welchem Anbieter er die Versicherung online abschliesst oder ob er eine Beratung in Anspruch nimmt. Bei uns kann man innerhalb von einer Minute eine Versicherung abschliessen, völlig ohne Papierkram.

Wie ist die Resonanz von anderen Versicherern?

Es gibt Gesellschaften, die nichts mit Insurtechs zu tun haben wollen, weil sie nicht ihren eigenen Vertriebskanal angreifen wollen. Mittlerweile gibts aber immer mehr Versicherer, die empfänglich für Digitalisierungsthemen sind und die neue Sachen ausprobieren wollen. Wir sind prinzipiell offen für alle Partner. Ich bin sehr dafür, dass sich die ganze Branche gegenüber ihren Mitstreitern öffnet und als Teil eines gemeinsamen Ökosystems zusammen etwas auf die Beine stellt.

Das klingt gut...

... aber die Realität sieht etwas anders aus. Darum versuchen wir, verschiedene Anbieter auf unserem Marktplatz zu vereinen. Es muss nicht alles bleiben, wie es immer war.

Welche Rolle spielt die Digitalisierung für die Branche?

Wer manuelle Prozesse elektronisch abwickelt, hat noch nicht digitalisiert. Digitalisierung ist für mich eine Haltung und eine Frage von Kunden-Zentrierung. Viele Unternehmen orientieren sich von innen nach aussen und nicht von aussen nach innen. Da muss noch viel passieren. Wir alle – Versicherer inklusive – brauchen eine Strategie für eine digitale Welt. Wer hätte vor zwölf Jahren gedacht, dass wir Schuhe und Kleider fast nur noch online kaufen? Vielleicht werden wir irgendwann auch mit Versicherungen so weit sein.

Gibt es bei den Versicherungsprodukten auch Modernisierungsbedarf?

Ja, allerdings. Die jüngere Kundengeneration wird immer hybrider. Sie kaufen M-Budget Cottage Cheese und gleichzeitig Finefood Olivenöl. Beim Versichern beobachten wir das auch: Es sollte zwar allen klar sein, dass ein 25-Jähriger in seiner Hausratsdeckung kein Tiefkühlgut für 5000 Franken versichern muss. Trotzdem ist dieser Posten bei vielen Hausratsversicherungen standardmässig dabei. Wer aber beispielsweise in einem günstig eingerichteten WG-Zimmer wohnt, braucht vielleicht eher eine Versicherung für das 4000 Franken teure Velo oder für Handy und Laptop. Viele Versicherungen entsprechen gerade in urbanen Regionen nicht mehr dem Lifestyle.

Ein anderes Problem ist das Image.

Versicherungen haben den Ruf, dass sie einem etwas verkaufen wollen. Bei Creadi arbeiten wir gegen dieses Image an und schaffen Transparenz. Wenn wir für eine Person nicht das passende Angebot haben, sagen wir unseren Kunden das und weisen sie auf Produkte hin, die besser zu ihnen passen. Wir bieten auch keine langfristigen Verträge an, es ist alles kurzfristig ausgerichtet.

Creadi hat im vergangenen Jahr den DIAmond Award gewonnen. Herzlichen Glückwunsch nachträglich!

Danke. Wir haben den Fahrzeugausweisscanner Simpego Snap programmiert. Der liest ein Foto vom Fahrzeugausweis mit image processing aus, anschliessend macht das Programm die passende Offerte für den Fahrzeugtyp. Dahinter steckt ein cleverer Algorithmus, der dir sagt, für welches Fahrzeug in welcher Kategorie mit dem Jahrgang welche Deckung vorgeschlagen wird. Du kannst in einer Minute eine Fahrzeugversicherung abschliessen. Das ist auf mobile Geräte ausgerichtet, denn der Fahrzeugausweis liegt in der Regel im Handschuhfach. Solche Produkte finde ich grossartig. Sie machen das Leben einfacher.

Was bedeuten solche Auszeichnungen für Sie?

Für uns war wichtig, dass wir unseren Showcase vor über 1000 Leuten aus der Branche validiert haben. In unserem Ökosystem konnten wir uns beweisen und bestätigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das ist sehr wertvoll und erleichtert den Zugang zu anderen Partnern. Mit unserer Entwicklung zeigen wir, dass wir viel mehr sind als ein Versicherungsbroker.

Aktuell arbeiten bei Creadi 15 Personen. Wie war die Personalsuche?

Das Basler Pflaster ist für ein Technologie Start-up schwierig. Trotzdem haben wir uns bewusst für Basel entschieden. Einige unserer Mitarbeiter sind extra für uns hergezogen. Basel ist definitiv ein attraktiver Standort, der auch kulturell und infrastrukturell viel bietet. Die Stadt hat etwas Internationales. Trotzdem ist sie überschaubar und unsere Mitarbeitenden finden bezahlbare Wohnungen.

report Life Sciences

Roche führt Schweiz bei Patenten an die Spitze

12.03.2019

event Supporting Entrepreneurs

Créer son entreprise

Datum: 02.04.2019

Ort: CCIJ, Rue de l'Avenir 23, 2800 Delémont

report Precision Medicine

«Blockchain im Gesundheitswesen nimmt in Basel Fahrt auf»

03.12.2018

Marco Cuomo und Daniel Fritz von Novartis haben vor zwei Jahren angefangen, sich mit Blockchain zu beschäftigen. Inzwischen haben sie sich hohe Ziele gesetzt: Zusammen mit anderen Pharmaunternehmen haben sie im Rahmen der europäischen Innovative Medicines Initiative das Programm «Blockchain-Enabled Healthcare» ins Leben gerufen, das 2019 starten soll. Das Programm, das die beiden am Blockchain Leadership Summit in Basel – der grössten Schweizer Konferenz zum Thema – vorgestellt haben, hat sich nichts weniger zum Ziel gesetzt, als verbindlich festzulegen, wie Blockchain künftig im Gesundheitswesen eingesetzt werden soll.

BaselArea.swiss: Sie beide arbeiten für den Pharmakonzern Novartis, der weltweit für seine Arzneimittel, aber nicht unbedingt für technologische Lösungen bekannt ist. Wie kamen Sie dazu, sich mit den Möglichkeiten von Blockchain auseinanderzusetzen?

Marco Cuomo: Das Thema Blockchain hat ganz allgemein unser Interesse geweckt, und wir wollten herausfinden, welche Art von Problemen mit dieser Technologie gelöst werden können. Zusammen mit einer Handvoll weiterer Interessenten haben wir uns daher zu einem ersten informellen Gespräch getroffen und danach eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit den wesentlichen Aspekten von Blockchain auseinandersetzen sollte. Das war vor zwei Jahren.

Was ist dabei herausgekommen?

Marco Cuomo: Als Erstes haben wir eine Reihe von Anwendungsfällen analysiert, um uns mit der Technologie vertraut zu machen. Dabei haben sich manche Querverbindungen zum Thema Lieferkette ergeben, da sich Blockchain zum Beispiel für die exakte Überwachung und Rückverfolgung von Warenwegen (Tracking & Tracing) anbietet. So nahmen wir Dan mit ins Boot, der bei Novartis als Supply Chain Domain Architect arbeitet, und stellten ihm die Aufgabe, eine solche Lieferkette vom Hersteller bis zur Apotheke gleich einmal mit Hilfe von Lego-Robotern nachzubauen …

Daniel Fritz: … wobei wir IoT-Sensoren für Temperatur und Feuchtigkeit sowie eine Prüfung auf Produktfälschung integriert haben. Dabei erfuhren wir einiges über das immense Potenzial der Blockchain-Technologie und ihre zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten.

Marco Cuomo: Mit unserem Lego-Modell konnten wir auf effektvolle Weise unsere Ideen kommunizieren, und zwar intern wie extern. Dabei ist uns schnell klar geworden, dass ähnliche Diskussionen auch in anderen Pharmaunternehmen stattfinden müssen. Deshalb haben wir diese schliesslich direkt zum Gespräch eingeladen.

Weshalb haben Sie nicht einfach eine eigene Lösung entwickelt?

Marco Cuomo: Natürlich könnte man schon so etwas wie eine eigene Kryptowährung ins Leben rufen – doch was dann? Um diese austauschen zu können, benötigt man andere, die dieselbe Währung benutzen. Nein, bei Blockchain handelt es sich nicht bloss um eine weitere neue Technologie, die man anwendet, um einen besonderen Nutzen daraus zu ziehen.
Der entscheidende Aspekt von Blockchain ist, dass bei dieser Technologie etwas von Wert zwischen mehreren Parteien ausgetauscht wird. Betrachten wir zum Beispiel die Lieferkette von Pharmaprodukten, an der Hersteller, Vertriebszentrum, Grosshandel, Apotheken, Ärzte und Spitäler beteiligt sind. In solch einem Kontext lässt sich Blockchain sinnvoll anwenden. 

Wie das?

Marco Cuomo: Mit Hilfe von Blockchain entfällt zum Beispiel die Notwendigkeit, das eigene Supply-Management-System in irgendeiner Weise anzupassen. Stattdessen lässt sich eine gemeinsame Basis für den Austausch zwischen mehreren Parteien legen. Auf Intermediäre jeglicher Art kann dabei gänzlich verzichtet werden, da Blockchain deren Funktion übernimmt. Wir bezeichnen das Ganze gerne als «Mannschaftssport», da sich alle Beteiligten an dieselben Regeln halten müssen.

Welcher Nutzen ergibt sich hieraus insbesondere für die Life Sciences Industrie?

Daniel Fritz: Wenn wir den Leuten das Thema Blockchain nahebringen wollen, sprechen wir nicht einfach nur über die Basics. Wir befassen uns auch mit Anspruchsvollerem, etwa der Frage, wie eine Anwendung auszusehen hat, die auf dem aktuellen Regulierungsrahmen aufbaut. Dabei wird den Leuten schnell klar, dass sich ganz neue Möglichkeiten der Wertschöpfung bieten, indem man gesetzliche Vorgaben noch übertrifft. Die meisten begreifen schnell, dass die Blockchain-Technologie eine Vielzahl von Vorteilen besitzt, die sie gegenüber bisher eingesetzten Technologien auszeichnet.

Marco Cuomo: Zum Nutzen, den Blockchain bietet, gehören Aspekte wie Kosteneffizienz, Schnelligkeit und erhöhte Sicherheit. So lassen sich elektronische Aufzeichnungen mit Blockchain völlig transparent machen. Sollte zum Beispiel eine Kühlkette irgendwo unterbrochen werden, wird dies für alle daran Beteiligten sofort ersichtlich. Heutzutage muss man dagegen erst die Ankunft eines Produkts am Zielort abwarten, um herausfinden, ob dieses eventuell schadhaft ist und retourniert werden muss. Setzt man Blockchain ein, verlässt ein solches Produkt den Hersteller gar nicht erst.

Daniel Fritz: Bei den Lieferketten in anderen Branchen verhält es sich ähnlich. Immer mehr Menschen setzen zum Beispiel auf Bioprodukte. Wie weiss man aber, ob dort, wo «Bio» draufsteht, auch wirklich «Bio» drin ist? Mit Blockchain lässt sich die Herkunft eines Produkts garantieren, so dass falsch deklarierte Waren ganz oder zumindest teilweise aus der Lieferkette entfernt werden können. Dies kommt der Branche ebenso zugute wie den Abnehmern, in unserem Fall also den Patienten.

Marco Cuomo: Wo wir von Patienten sprechen: Hier besteht das oberste Ziel, gewissermassen der «Heilige Gral», darin, den Patienten die vollständige Kontrolle über die eigenen Daten zu übertragen. Heute sind diese Daten noch auf verschiedene Stellen verteilt, werden etwa in Spitälern oder Arztpraxen aufbewahrt. Mit Blockchain lässt sich dies von Grund auf ändern, so dass am Ende die Patienten alleine entscheiden, wer ihre Daten einsehen darf und wer nicht.

Bietet eine Gesundheitsversorgung auf Basis von Blockchain noch weitere Vorteile?

Marco Cuomo: Unser CEO, Vas Narasimhan, verfolgt die Vision einer Medizin, die allein auf verlässlichen, empirisch erhobenen Daten basiert. Blockchain kann für eine lückenlose Überwachung und Rückverfolgung dieser Daten sorgen, so dass deren einwandfreie Herkunft jederzeit garantiert ist. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Einrichtung von speziellen Datenmarktplätzen, auf denen man seine persönlichen Daten Pharmaunternehmen und Forschungseinrichtungen anbieten kann. Blockchain könnte auch hier die Abläufe vereinfachen. Denn der zeitraubende Aufbau einer Vertrauensbasis, die die Voraussetzung für den Austausch solch sensibler und wertvoller Daten bildet, ist beim Einsatz dieser Technologie nicht mehr nötig. Novartis selbst hegt die Hoffnung, mit Hilfe solcher Daten künftig neuartige Arzneimittel entwickeln zu können.
Auch das Thema Third-Party-Risikomanagement spielt in diesem Zusammenhang eine Rolle. Wie können wir bei Novartis sicherstellen, dass sich unsere Lieferanten jederzeit an unsere internen Arbeits- und Sicherheitsbestimmungen halten? Wieso sollten wir dieselbe Überprüfung zehn Mal im Jahr durchführen statt nur ein einziges Mal? Und wieso sollte diese Überprüfung nicht in der Zuständigkeit des Lieferanten selbst liegen – vorausgesetzt, es ist garantiert, dass es dabei zu keinerlei Manipulationen kommt?

Sie haben vor zwei Jahren als kleines Grüppchen begonnen. Wo stehen Sie jetzt?

Marco Cuomo: Wir haben realisiert, dass zuerst bestimmte Standards festgelegt werden müssen, ehe Blockchain im Gesundheitssektor auf breiter Basis eingesetzt werden kann. Deshalb haben wir jüngst bei der europäischen Innovative Medicine Initiative, an der sich Novartis mit über 100 Projekten bereits intensiv beteiligt, das Programm «Blockchain-Enabled Healthcare» eingereicht.
Dabei ist es uns gelungen, acht weitere Pharmaunternehmen für die Teilnahme zu gewinnen: J&J, Bayer, Sanofi, AstraZeneca, UCB, Pfizer, Novo Nordisk und AbbVie sind alle mit von der Partie. Finanziert wird das Programm – das bei drei Jahren Laufzeit 18 Mio. Euro kosten soll – zur einen Hälfte durch die beteiligten Branchenvertreter und zur anderen Hälfte durch die EU. Die Anmeldefrist für das Projekt, bei dem Spitäler, Forschungslabore, Patienten, KMU und Universitäten mit uns zusammenarbeiten sollen, ist im Oktober 2018 abgelaufen. Als Nächstes werden die genauen Abläufe festgelegt, so dass mit der Arbeit gegen Ende 2019 begonnen werden kann.

Worum geht es bei «Blockchain-Enabled Healthcare» im Einzelnen?

Marco Cuomo: Das Hauptziel besteht darin, verbindliche Standards zu definieren, auf deren Basis ein Konsortium eingerichtet werden soll, das auch nach Programmende weiterbesteht. Wie das W3C, das World Wide Web Consortium, das die technischen Standards im Internet festlegt, soll unser Gremium über die Anwendung von Blockchain im Gesundheitswesen wachen. Dabei ist das Internet ein gutes Beispiel: Auch hier musste jemand zuerst für einheitliche Standards sorgen, ehe das Ganze seine rasante Entwicklung nehmen konnte. Dasselbe soll, so unsere Hoffnung, auch im Gesundheitssektor erfolgen.
Man stelle sich vor: Novartis schafft seine eigene Blockchain-Anwendung – und müsste danach Tausende von Lieferanten erst überzeugen, diese ebenfalls zu benutzen. Wenn alle so ihr eigenes Süppchen kochten, wäre so etwas wie ein durchgehendes Tracking von Pharmaprodukten schlicht ein Ding der Unmöglichkeit. Und wieso sollten die Ärzte überhaupt unser System als das gültige akzeptieren? Zudem erhalten die Patienten ihre Medikamente ja meist aus mehreren Quellen, nicht nur von Novartis allein. Deshalb sind hier verbindliche Standards einfach unerlässlich.

Wie einfach war es, die übrigen Firmen zur Teilnahme zu bewegen?

Daniel Fritz: Einige von ihnen sagten bei unserer Anfrage auf der Stelle zu. Andere mussten wir von unserer Vision erst überzeugen. Aus diesem Grund haben wir zahlreiche Gespräche geführt, die allesamt sehr positiv verlaufen sind – denn es ist uns offenbar gelungen, eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens aufzubauen. Und um Vertrauen geht es bei Blockchain ja.

War es hilfreich, dass diese Reise in Basel ihren Anfang nahm?

Marco Cuomo: Basel ist der Ausgangspunkt des Projekts, bei Novartis laufen alle Fäden zusammen. Da war es natürlich schon günstig, dass sämtliche Pharmaunternehmen und Forschungseinrichtungen, mit denen wir das Projekt besprechen wollten, ganz in unserer Nähe sind. Ebenfalls von Vorteil war die Tatsache, dass sowohl unser CEO wie unser CDO digitale Initiativen grundsätzlich befürworten und von deren Potenzial überzeugt sind.

Daniel Fritz: Das Thema Blockchain im Gesundheitswesen nimmt in Basel, bei Novartis und auch global zunehmend Fahrt auf. Die Technologie wird sowohl Patienten wie Pharmaunternehmen zugutekommen. Doch bevor es soweit ist, müssen wir zusammen mit unseren öffentlichen Partnern noch jede Menge harte Arbeit leisten.


Zur Person

Marco Cuomo ist als Manager of Applied Technology Innovation und als Senior Digital Solutions Architect für Novartis tätig. Er stiess 2005 als Ingenieur für Wirtschaftsinformatik zum Unternehmen und verfügt über einen Bachelor of Science in Business Administration.

Daniel Fritz ist Supply Chain Domain Architect bei Novartis. Davor war er als technischer Offizier für die US-Armee und als Materials Manager tätig. Er absolvierte die United States Military Academy in West Point (New York) und hält einen Master of Business Administration von der Duke University (North Carolina).

report BaselArea.swiss

«Le Tout Connecté 2019»: Am Puls von Gesundheit und Innovation

05.03.2019

event Supporting Entrepreneurs

Workshop Mixed Management Pickles

Datum: 03.04.2019

Ort: Startup Academy, Picassoplatz 4, 4052 Basel

report BaselArea.swiss

Expats mögen Basel am liebsten

23.11.2018

Für internationale Arbeitnehmer ist Basel die attraktivste Stadt in der Schweiz. Das geht aus einer Studie der Expat-Organisation InterNations hervor. Sechs Schweizer Städte sind dafür untersucht worden.

InterNations hat für die Studie insgesamt 72 internationale Städte untersucht und über 18.000 Expats nach ihrer Meinung befragt. Dabei sind auch Basel, Zug, Lausanne, Genf, Zürich und Bern bewertet worden. Unter diesen Schweizer Städten ist Basel die Nummer 1 für die Expats, in der Gesamtwertung reicht dies für Platz 22. Zug folgt einen Platz dahinter, während Lausanne (44.), Genf (56.), Zürich (57.) und Bern (61.) in der unteren Hälfte rangieren. Die Gesamtwertung wird von Taipei angeführt, es folgen Singapur, Manama, Ho-Chi-Minh-Stadt, Bangkok und Kuala Lumpur. Auf dem siebten Rang rangiert mit Aachen die erste europäische Stadt. Auf den drei letzten Plätzen liegen Rom, Dschidda und Riad.

An Basel schätzen die Expats insbesondere das Wirtschaftsklima, wie einer Übersicht von swissinfo zu entnehmen ist. Hier rangiert Basel unter allen 72 Städten auf dem fünften Platz. Bei der Lebensqualität kommt Basel dabei auf den zehnten Rang, wobei insbesondere das Verkehrssystem gelobt wird. Bei den Finanzen und der Wohnraumsituation liegt Basel unter allen Städten auf Platz 28. Lediglich bei zwei Aspekten fällt die Meinung etwas weniger positiv aus. So gaben 32 Prozent der Befragten an, sich in Basel nicht heimisch zu fühlen. Weltweit liegt dieser Wert im Durchschnitt lediglich bei 23 Prozent. Und 54 Prozent beklagten, dass es schwer sei, Freundschaften zu schliessen. International sehen das 34 Prozent der Befragten so.

report Life Sciences

Neu im Switzerland Innovation Park Basel Area: SunRegen

05.03.2019

event Supporting Entrepreneurs

Finance your Innovation – Non-dilutive funding and support for Start-ups and SMEs

Datum: 04.04.2019

Ort: Messeturm Basel, Messepl. 12, 4058 Basel

report BaselArea.swiss

Roivant wird mit 7 Milliarden Dollar bewertet

14.11.2018

Basel - Das Basler Pharmaunternehmen Roivant Sciences hat bei einer Finanzierungsrunde 200 Millionen Dollar eingenommen. Damit wird der Konzern nun auf einen Wert von 7 Milliarden Dollar geschätzt.

An der aktuellen Finanzierungsrunde haben sich einerseits alle bestehenden institutionellen Investoren beteiligt, wie es in einer Medienmitteilung von Roivant Sciences heisst. Das Basler Pharmaunternehmen konnte zudem mehrere neue Investoren begrüssen. Dazu gehören auch NovaQuest Capital Management und RTW Investments. Die neuen Investoren hatten an dieser Finanzierungsrunde, bei der Roivant 200 Millionen Dollar eingenommen hat, eine führende Rolle inne. Die Finanzierungsrunde läuft noch weiter und wird erst Anfang Dezember geschlossen. Mit den bisherigen Einnahmen wird Roivant Sciences nun mit circa 7 Milliarden Dollar bewertet, wie es in der Mitteilung heisst.

Seit der bislang letzten Finanzierungsrunde von Roivant im vergangenen Jahr konnte die Zahl der Produktkandidaten von 14 auf 34 erhöht werden. Die Anzahl der Einzelfirmen im Konzern stieg von sechs auf 14. Die Zahl der Beschäftigten bei Roivant und allen Tochterfirmen nahm von weniger als 350 auf mehr als 750 zu. Und die Tochterfirma Enzyvant konnte einen Zulassungsantrag für eine regenerative Therapie bei der amerikanischen Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) einreichen.

Für das kommende Jahr erwartet das Basler Unternehmen wichtige Daten aus sechs klinischen Phase-3-Studien. Zudem sollen 2019 von Roivant Health neue Firmen gegründet werden. Diese Tochtergesellschaft wurde im Juni gegründet, um Firmen zu entwickeln, welche innovative Therapien in aufstrebenden Ländern einführen und sich auf die Entwicklung und Vermarktung von neuen Medikamenten mit Hilfe von Technologien konzentrieren. Zudem werden wachsende Umsätze von der im Herbst 2017 gegründeten Datavant erwartet, einem Tochterunternehmen, welches künstliche Intelligenz für die Datenanalyse nutzt, um klinische Tests und damit die Medikamentenentwicklung zu beschleunigen.

Roivant Sciences und seine Tochterfirmen wurden bei der Ansiedlung in Basel von BaselArea.swiss unterstützt. jh

report Precision Medicine

Informatik und Medizin wachsen zusammen

04.03.2019

event Life Sciences

Mirum Pharmaceuticals: raising $120 million to develop therapies for rare liver disease

Datum: 09.04.2019

Ort: Halle 7, Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192, 4053 Basel

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