Willkommen bei BaselArea.swiss

Wir fördern Innovation und beschleunigen Geschäftsvorhaben in der dynamischsten Wirtschaftsregion der Schweiz >>>>

Nr. 1 in Swissness

Swissness bedeutet Wirtschaftsfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Produktivität. Dafür steht die Region Basel mit ihrer Wirtschafts... >>>> Swissness bedeutet Wirtschaftsfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Produktivität. Dafür steht die Region Basel mit ihrer Wirtschaftskraft und liberalen Grundhaltung ein.

Nr. 1 in Life Sciences und Healthcare

Die komplette Life Sciences-Wertschöpfungskette auf engstem Raum:
Das macht die Region Basel einmalig und zum bevorzugten Stan... >>>>
Die komplette Life Sciences-Wertschöpfungskette auf engstem Raum:
Das macht die Region Basel einmalig und zum bevorzugten Standort
für Forschungs- und Entwicklungs-, Produktions- und Headquarter-Funktionen
von über 600 Unternehmen.

Nr. 1 in innovativen Industrien

Die Schweiz gilt gemäss verschiedener Studien als innovativstes Land der Welt. Zugang zu Wissen, qualifizierte Mitarbeitende aus al... >>>> Die Schweiz gilt gemäss verschiedener Studien als innovativstes Land der Welt. Zugang zu Wissen, qualifizierte Mitarbeitende aus aller Welt, gepaart mit einem starken industriellen Rückgrat machen die Region Basel zum führenden Innovations-Hub der Schweiz.

Nr. 1 in Anbindung von und nach Europa

Ob per Containerschiff über die Weltmeere oder per Flugzeug: Die hervorragenden Verkehrsanbindungen, die zentrale Lage mitten in Eu... >>>> Ob per Containerschiff über die Weltmeere oder per Flugzeug: Die hervorragenden Verkehrsanbindungen, die zentrale Lage mitten in Europa und an der Grenze zu Deutschland und Frankreich machen die Region Basel zur bevorzugten Logistikzentrale und Handelsmetropole.

Nr. 1 in Kultur und Freizeit

Kunstschätze und Sportanlässe von Weltformat, internationales, urbanes Ambiente umgeben von intakter Naturlandschaft zur Naherholun... >>>> Kunstschätze und Sportanlässe von Weltformat, internationales, urbanes Ambiente umgeben von intakter Naturlandschaft zur Naherholung machen die Region Basel zu einem der lebenswertesten Wohn- und Arbeitsorte der Welt.

Als die gemeinsame Innovationsförderung und Standortpromotion der Nordwestschweizer Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Jura unterstützt BaselArea.swiss Firmengründer und Unternehmen aus dem In- und Ausland bei der erfolgreichen Umsetzung ihrer Innovations- und Geschäftsvorhaben in der Region Basel.

Über ein Netzwerk von über 8’500 Entscheidern, Innovatoren, Experten und Multiplikatoren vermittelt BaselArea.swiss ihren Kunden den gezielten Zugang zu Wissen und spezialisiertem Know-how.

Ihren Kunden bietet BaselArea.swiss Services in vier Bereichen an:

  • Unter Invest in Basel Region erhalten Kunden massgeschneiderte Entscheidungshilfen für die Ansiedlung ihrer Geschäftsaktivitäten in der Region und werden während ihres gesamten Niederlassungsprozesses kompetent beraten.
  • Unter Connecting Innovators erhalten Unternehmen und Forscher Unterstützung in den Themen Technologie, F&E und Innovation innerhalb der Technologiefelder „Life Sciences“, „Medtech“, „ICT“, „Micro, Nano & Materials“ sowie „Production Technologies“.
  • Unter Supporting Entrepreneurs erhalten Unternehmer, die sich in der Region ansiedeln oder hier neu gegründet werden, allgemeine Hilfestellung zur operativen Umsetzung ihres Vorhabens. Darüber hinaus werden Start-ups sowie expandierende KMUs in den oben genannten Technologiefeldern durch die gezielte Vernetzung mit Fachexperten und Investoren gefördert.
  • Unter Accessing China können sich Nordwestschweizer Unternehmen, die nach China expandieren wollen, über ein kompetentes Partnernetzwerk den erleichterten Marktzugang verschaffen und ihr Expansionsvorhaben optimal umsetzen.

Darüber hinaus betreibt BaselArea.swiss eine umfassende Informationsplattform, welche die Kompetenzen in der Wirtschaftsregion Basel aufzeigt und somit die Vernetzung unter den Akteuren fördert:

  • „Innovation Reports“: Berichtet über das Innovationsgeschehen in der Region Basel und publiziert monatlich einen Newsletter mit Interviews, Hintergrundberichten sowie Informationen zu Firmengründung und Unternehmensansiedlungen.
  •  „Innovation Events“: An über 50 Events pro Jahr mit Fokus auf Knowledge-Transfer und Entrepreneurship vernetzt die BaselArea.swiss Innovatoren und Unternehmensgründer zu aktuellen Themen.

Die Schweiz gehört seit Jahren punkto Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu den führenden Wirtschaftsstandorten der Welt. Verschiedene Faktoren setzen die Schweiz auf den Spitzenrang. Nebst dem hohen Ausbildungstand und der State of the Art-Infrastruktur ist sicher auch die Effizienz der Behörden einer der Hauptgründe dafür, dass Swissness gemeinhin mit Wirtschaftsfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Produktivität gleichgesetzt wird. Unternehmen profitieren denn auch seit Jahrzehnten von einer hohen Rechts-, Planungs- sowie Investitionssicherheit und verfügen damit über die wichtigsten Grundvoraussetzungen für eine nachhaltige Expansion in neue Märkte. Nicht umsonst findet sich in der Schweiz die höchste Dichte an multinationalen Grossunternehmen.

Zu diesem Erfolg der Schweiz trägt die Region Basel massgeblich bei. Nicht nur haben hier zahlreiche global führende Unternehmen ihren Ursprung, vielmehr sorgen diese auch für eine anhaltende Wirtschaftsdynamik: So wächst das Bruttoinlandprodukt in der Region Basel deutlich über dem Landesdurchschnitt – und zwar auf höchstem Niveau: So weist die Grossagglomeration Basel das höchste BIP pro Kopf aus. Gleichzeitig stützt die Region aufgrund ihres weltweit führenden und produktivsten Life Sciences Clusters sowie des hohen Anteils an Hightech-Industrien die Innovationsstärke des Landes massgeblich. So wird rund ein Fünftel des exportierten Warenwertes der Schweiz in der Region Basel hergestellt – notabene von deutlich weniger als 10 Prozent der Schweizer Bevölkerung.

Vier wesentliche Faktoren sind es, welche die Schweiz im Allgemeinen und die Region Basel ganz besonders als weltweit führenden Wirtschafts-, Industrie- und Wissensstandort auszeichnen:

  • Vernünftige Steuerpolitik: Der föderalistische Staatsaufbau der Schweiz sorgt für Steuerwettbewerb unter den Kantonen und hält damit die Belastung des Fiskus in einem vernünftigen Rahmen. Abgesehen vom fixen Bundesanteil obliegt die Festlegung des Steuersatzes den Kantonen – und diese bieten bestmögliche Rahmenbedingungen. Davon profitieren in der Region Basel insbesondere Unternehmen, die im hochwertschöpfenden Innovationsbereich tätig sind und hohe Investitionen in Forschung, Entwicklung sowie Produktion tätigen werden.
  • Liberaler Arbeitsmarkt: Aufgrund der hohen Dichte international tätiger Unternehmen in der Hochtechnologie sind die Behörden in der Region Basel überaus unterstützend, um der Nachfrage nach ausländischen Fachkräfte gerecht werden zu können. Darüber hinaus profitieren Unternehmen von einer der liberalsten Arbeitsgesetzgebungen in Europa bei gleichzeitig hoher sozialer Absicherung für den einzelnen Arbeitnehmer, was Unternehmen erlaubt, schnell auf Marktveränderungen zu reagieren.
  • Nachhaltige Infrastruktur: Eine Zugverspätung von fünf Minuten gilt in der Schweiz bereits als Ärgernis – und Ausnahme. Darüber können viele ausländische Gäste nur schmunzeln. Doch Tatsache ist, dass die Schweizer Infrastruktur zu den modernsten und solidesten der Welt gehört. Davon profitieren auch Unternehmen in der Region Basel: hervorragende Anbindung per Auto, auf der Schiene sowie per Flugzeug von und nach Europa sowie über den Rhein auf dem Wasserweg in die ganze Welt.
  • Praxisnahe Ausbildung: Nur ein Drittel aller jungen Schweizer schliesst die Schulbildung auf der Stufe Gymnasium ab und studiert an einer der Schweizer Spitzenuniversitäten. Was für viele Volkswirtschaften eine katastrophale Quote darstellen würde, gehört zur absoluten Stärke der Schweiz. Denn das sogenannte duale Bildungssystem sieht vor, dass die Mehrheit der jungen Menschen eine Berufslehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis absolviert und sich damit sehr früh ins Arbeitsleben integriert. Allerdings nicht ohne sich später meist „on the job“ an einer der Fachhochschulen praxisnah zu spezialisieren. Damit verfügt der Schweizer Arbeitsmarkt über junge Mitarbeitende, die einige Jahre Berufserfahrung mitbringen und sich flexibel in Fachrichtungen weiterbilden, die von der Industrie auch tatsächlich nachgefragt werden. Darüber hinaus bietet gerade die Region Basel ein breites Angebot an internationalen Schulen, die es Mitarbeitenden von multinationalen Unternehmen erleichtert, sich hier mit ihren Familien zu integrieren.

Als einziges Staatswesen, das die direkte Demokratie kennt, hat die Schweiz über Jahrhunderte zu diesem sehr spezifischen politischen und gesellschaftlichen System gefunden. Es zeichnet sich aus durch föderalistische Selbstbestimmung, Konkordanz sowie Verlässlichkeit und ist Grundvoraussetzung für ein politisch und gesellschaftlich stabiles Umfeld. Dies gilt ganz besonders auch für die Region Basel, wo Unternehmen dank der Offenheit sowie einer pragmatischen, lösungsorientierten Grundhaltung von Behörden und Bürgern die Vorzüge der Swissness zu ihrem Erfolgsfaktor machen können.

Die Region Basel gehört weltweit zu den führenden Life Sciences-Standorten und ist klar die Nummer 1 Europas. Mit Roche und Novartis stammen gleich zwei der drei globalen Marktführer aus der Region Basel und betreiben hier in Basel ihre globale Konzernzentrale.

Neben den Grossen sind weitere internationale Player mit bedeutenden Geschäftsfunktionen vor Ort. Darunter Elanco (Eli Lilly Company), Abott oder Bayer. Hinzukommen eine ganze Reihe von Newcomer wie Actelion, Basilea, Evolva sowie Spezialisten wie Bachem oder
Polyphor. Zudem hat sich die Region Basel zum Hotspot vielversprechender Start-ups entwickelt.

Insgesamt zählt die Region Basel über 600 Life Sciences-Firmen, welche zu einem dynamischen Wirtschaftsumfeld beitragen. Der Erfolg dieser Unternehmen gründet auf drei wesentlichen Faktoren:

  • Die Life Sciences-Industrie ist der Wachstumsmotor der Region Basel – und hier fest verankert: Mit insgesamt 27’000 Arbeitnehmenden im Life Sciences-Sektor bringt die Region Basel jede Stunde Güter und Dienstleistungen im Wert von 301 Millionen Dollar hervor. Damit gehört die Region Basel weltweit mit Abstand zur Life Sciences-Destination mit der höchsten Produktivität. Aber auch in punkto Bruttowertschöpfung ist die Region Basel Weltmeister: Mit 13 Milliarden Dollar pro Jahr werden nirgends in der Welt höhere Volumen produziert. Gleichzeitig ist die Region Basel mit jährlich 9 Milliarden Dollar Investitionen global führend in Forschung und Entwicklung. Die Life Sciences sorgen für ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum der Region Basel und entsprechend hoch ist ihr Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung.
  • In der Region Basel finden sich Talente und Experten aus allen Kompetenzbereichen – nicht selten in Gehdistanz: Von der Forschung über Start-ups bis hin zu Produktion, Marketing und Vertrieb, befindet sich in der Region Basel die komplette Life Sciences-Wertschöpfungskette vor Ort. Dies generiert einen Fundus an erfahrenen Spezialisten und Experten für jede Unternehmensphase und Unternehmensfunktion. Hinzu kommen Weltklasse-Forschungsinstitute wie das Biozentrum der Universität Basel, das Department of Biosystems Science and Engineering der ETH Zürich sowie das Friedrich Miescher Institute. Diese Breite an Ressourcen, Expertise und Talente auf kleinstem Raum – nicht selten buchstäblich in Gehdistanz - ist weltweit einmalig und bietet einen unvergleichlichen Nährboden für künftige Innovationen.
  • Innovation in Life Sciences hat in der Region Basel Tradition - seit über 250 Jahren: Die Region Basel ist der Life Sciences-Standort mit der längsten Geschichte. Angefangen Mitte des 18. Jahrhunderts im Zuge der industriellen Seidenbandfärberei bis hin zur Biotech-Revolution ist es dem Basler Life Sciences-Ökosystem immer wieder gelungen, sich neu zu erfinden und alle massgeblichen Entwicklungen zu gestalten und mitzugehen. Und die Erfolgsgeschichte geht weiter, denn im Gegensatz zu anderen historisch gewachsenen Life Sciences-Standorten ist die Region Basel in den vergangenen Jahren solide gewachsen und setzt mit rund 7 Milliarden Franken geplanter Investitionen in den nächsten Jahren in öffentliche und private Infrastrukturprojekte schon zum nächsten Entwicklungsschub an.

Tradition, ein starkes industrielles Rückgrat und über Jahrzehnte gewonnene Expertise in Forschung und Entwicklung sowie bei der Kommerzialisierung machen die Region Basel mit zur komplettesten Life Sciences-Destination der Welt. Nirgends lassen sich Life Sciences-Projekte effizienter zur Marktreife entwickeln und nachhaltiger zum Erfolg führen wie in der Region Basel.

 

Hochtechnologie treibt die Wirtschaft der Region Basel an und sorgt für ein überdurchschnittliches Wachstum. Dies wird auch in Zukunft so bleiben. Denn ein starkes industrielles Rückgrat, ein internationales Geschäftsumfeld, das Talente und Fachleute aus aller Welt anzieht, kombiniert mit Schweizer Hochschul- und Berufsausbildung auf Weltklasseniveau machen die Region Basel zum idealen Nährboden für Innovation. Unternehmen - insbesondere aus der Medizinaltechnologie, dem ICT-Sektor sowie der Präzisionsgüterindustrie und Chemie - profitieren dabei von folgenden Standortvorteilen:

  • Die Region Basel verfügt über eine starke industrielle Basis in den Hochtechnologien: 92 Prozent der industriellen Wertschöpfung im Kanton Basel-Stadt stammt von Hightech-Firmen. Auch in den ländlichen Kantonen Baselland und Jura beträgt diese Quote über 70 Prozent. Dies ist deutlich mehr als der Landesdurchschnitt von rund 60 Prozent - und damit reiht sich die Schweiz bekanntlich unter die innovativsten Nationen der Welt.
  • Die Region Basel ist Spitzenreiter in Forschung und Entwicklung: In der Schweiz sorgt der private Sektor für 69 Prozent der Investitionen in Forschung und Entwicklung. Zu diesem - im globalen Vergleich sehr hohen - Anteil steuert die Region Basel 40 Prozent bei, obwohl nur zehn Prozent der Schweizer Bevölkerung hier leben. Von den zehn Schweizer Unternehmen, welche die meisten Patente einreichen, haben deren fünf ihren Hauptsitz in der Region Basel: Roche, Novartis, Clariant, Syngenta und Endress+Hauser. Es gibt auch keine andere Schweizer Region, die mehr Arbeitnehmende in der industriellen Forschung und Entwicklung beschäftigt.
  • Die Region Basel ist global vernetzt und verfügt über einen Talentpool aus aller Welt: Rund jeder fünfte der über 700'000 Einwohner stammt aus dem Ausland, darunter 36’000 Expats. An der Grenze zu Deutschland und Frankreich gelegen, strömen jeden Tag 70'000 Mitarbeitende aus dem benachbarten Ausland in die Region. Es gibt wenige Wirtschaftsstandorte, wo sich auf kleinstem Raum ein derart internationales Geschäftsumfeld konzentriert und damit Fachspezialisten aus aller Welt anziehen.
  • Wissenschaft und Hochschulausbildung auf Weltklasseniveau: Neben der intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Industrie ist Basel auch hervorragend eingebettet in die Hochschullandschaft. Die Universität Basel mit 2’000 Dozierenden und 12'000 Studierenden gehört zu den ältesten in Europa und rangiert unter den Top 100 der Welt. In weniger als zwei Stunden Bahnfahrt sind zudem die Eidgenössischen Technischen Hochschulen ETH Zürich (mit Life Science-Ableger in Basel) sowie EPFL Lausanne zu erreichen, beides weltweite Spitzen-Universitäten. Insgesamt finden sich in der Region Basel inklusive benachbartem Ausland nicht weniger als 167 Forschungsinstitute im Umkreis von ein paar hundert Kilometern. Darüber hinaus sorgt auch das duale Bildungssystem der Schweiz sowie die Fachhochschule Nordwestschweiz für bestens ausgebildete Berufsleute und Fachspezialisten.

Studien setzten die Schweiz immer wieder auf den Spitzenplatz der führenden Innovationstandorte der Welt. Mit seinem starken industriellen Rückgrat, dem internationalen Geschäftsumfeld, das Talente und Fachleute aus aller Welt anzieht, kombiniert mit der Schweizer Hochschul- und Berufsbildung wurde Basel zum führenden Innovations-Hub der Schweiz. Einzigartig ist dabei die Dichte des Angebots: Wissenschaftliche Höchstleistung, Fachexpertise, industrielles Know-how und höchst qualifizierte Mitarbeitende sind nicht selten in Gehdistanz zu finden.


Bereits zur Römerzeit stellte der Basler Rheinhafen die südlichste schiffbare Verbindung zur Nordsee dar. Mit der Erstellung der ersten und während langer Zeit einzigen Brücke über den Rhein zwischen Bodensee und Nordsee im Jahr 1226, entwickelte sich die Stadt zur bedeutenden Handelsmetropole. Die bevorzugte Lage mitten in Europa und an der Grenze zu Deutschland und Frankreich machen die Region Basel noch heute zum wichtigsten Logistikzentrum der Schweiz. Davon profitiert die Industrie.
Aber auch als Standort für internationale Headquarters und für global tätige Handelsunternehmen bietet der Standort in Europa einmalige Vorzüge:

  • Die Region Basel ist eine europäische Verkehrsdrehscheibe: Nur 15 Minuten per Bus oder Taxi vom Stadtzentrum entfernt, fliegt der EuroAirport über 90 Destinationen in Europa, Nordafrika und im Nahen Osten an. Aus den drei Rheinhäfen lassen sich Container direkt in drei Tagen nach Rotterdam und von da über die Weltmeere verschiffen. Per Bahn können sämtliche grösseren Städte wie Zürich (inklusive internationaler Flughafen Kloten), Bern, Lausanne und Genf sowie die Wirtschaftszentren am Oberrhein (Freiburg, Karlsruhe oder Strassburg) im Stundentakt angefahren werden. Auch Europas Metropolen Frankfurt, Paris und Mailand sind per Hochgeschwindigkeitszug in wenigen Stunden bequem zu erreichen.
  • Die Region Basel ist das führende Logistikzentrum der Schweiz: 842'000 Tonnen Nahrungsmittel und 12 Prozent des Schweizer Aussenhandels werden in den drei Rheinhäfen jährlich umgeschlagen. Ein Drittel des gesamten Schweizer Aussenhandels wird über die Region Basel abgewickelt. Der EuroAirport ist der führende Flughafen der Schweiz für Luftfracht. Dies kommt nicht von ungefähr: 23'000 Erwerbstätige der Region Basel sind in der Logistik beschäftigt. 990 Logistikfirmen - darunter führende Unternehmen wie DHL, Panalpina, Goldrand oder Kerry Logistics -  sind in der Region Basel niedergelassen und bieten Lösungen für komplexe Supply Chain Management-Anforderungen wie sie in den Life Sciences und der chemischen Industrie vielfach anzutreffen sind.
  • Die zentrale Lage macht die Region Basel zum idealen Geschäftssitz für internationale Handelsunternehmen: Ob Tabak (Davidoff), Einzelhandel (Dufry), Gastronomie (Transgourmet) oder internationaler Finanzaustausch (BIZ): Güter und Dienstleistungen aller Art werden von Basel aus gehandelt. So haben auch Coop (Nummer 2 im Schweizer Detailhandel) sowie Manor (grösste Schweizer Warenhauskette) hier ihre Hauptsitze. Grosse Bedeutung hat die Region Basel auch als internationaler Messe-Standort. So wird ein Grossteil des Uhren- und Schmuckgeschäfts an der jährlich stattfindenden Basel World abgewickelt und die Art Basel ist die bedeutendste Kunstmesse der Welt. Die Vorzüge von Basel als Handelsstadt entdecken zudem immer mehr ausländische Brands und eröffnen ihren Europasitz in der Region. Beispiele sind der Lifestyle Brand Fossil, der Fahrrad-Hersteller Cannondale oder das Modelabel Tally Weijl.

Aufgrund der hervorragenden Verkehrsanbindung sowie der vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen in Logistik und internationalem Handel wird die Region Basel von global tätigen Unternehmen mehr und mehr als europäischer oder globaler Sitz entdeckt. Aber auch etablierte Unternehmen und Start-ups profitieren von der zentralen Lage des Standortes. Nicht zuletzt prägen die Grenzsituation und der konstante Austausch mit aller Welt die offene Mentalität der Bevölkerung und sorgen für eine konstant dynamische Entwicklung der gesamten Wirtschaftsregion.

Frühstücken in Deutschland, Lunch in Frankreich und Abendessen in der Schweiz: Eingebettet im Dreiländereck und geprägt durch das internationale Ambiente der globalen Industrie bietet die Region Basel eine einmalige Lebensqualität. Und dies weit kostengünstiger als in den restlichen Schweizer Grossagglomerationen. Mit ihrer preisgekrönten Architektur, dem historischen Stadtkern und dem reichhaltigen Kulturangebot - von hip bis klassisch - lässt es sich in der Region Basel sehr urban leben. Gleichzeitig sorgt ein bestens ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz für den schnellen und unkomplizierten Anschluss zu den ländlichen Wohngegenden und Naherholungsgebieten.
Die Zuzügler müssen es wissen: Die Region Basel verfügt nicht nur über die grösste Expat Community mitsamt umfassendem Angebot von internationalen Schulen für deren Nachwuchs, sondern auch über den höchsten Anteil an Zuzügler,  die sich länger als fünf Jahre in der Region niederlassen und zuhause fühlen. Dafür gibt es mehr als einen Grund:

  • Urbaner Lebensstil und reichhaltiges Kulturangebot für jeden Geschmack: Basels Wurzeln reichen weit zurück bis zu den Römern und Kelten. Die erste Blüte erlebte die Region im späten Mittelalter und der beginnenden Neuzeit. Dennoch ist man keineswegs stehen geblieben. Im Gegenteil: eine lebendige Kreativszene sorgt – gepaart mit gastronomischer Vielfalt und einem reichhaltigen Angebot an Veranstaltungen – für einen grossstädtischen Lebensstil. Ob Fasnachtsbummel durch die pittoreske Altstadt, Sinfoniekonzert im neobarocken Musiksaal des Stadtcasinos oder Filmgenuss im Open Air Kino auf dem Münsterplatz: In Basel herrscht rund ums Jahr Hochbetrieb.     
  • Kunstliebhaber sind in der Region Basel am richtigen Ort: Das Basler Kunstmuseum, 1671 gegründet, gilt als älteste öffentliche Kunstsammlung eines Gemeinwesens und gehört gemäss einem Rating der Londoner „Times“ zu den fünf besten Kunstmuseen der Welt. Ein nicht minder internationaler Anziehungspunkt ist die Fondation Beyeler, erbaut vom italienischen Stararchitekten Renzo Piano. Als weitere Superlative lädt die führende Kunstmesse der Welt – Art Basel – alljährlich zum Stelldichein der Kunstwelt sowie des internationalen Jetsets. Aber auch Produktionen des Stadttheaters (Oper, Schauspiel und Ballett) schaffen es regelmässig in internationalen Wettbewerben aufs Podest.
  • Sport ist in der Region Basel immer angesagt, nicht nur im Stadion oder auf der Couch: Die Créme de la Crème des europäischen Fussballs werden vom FC Basel im St. Jakob-Park empfangen und die Tenniselite spielt an den Swiss Indoors auf – mitsamt dem Superstar aus der Region, Roger Federer. Aber auch ausserhalb der Sportarenen zeigt sich die Bevölkerung der Region Basel sportbegeistert. So wird in keiner anderen Stadt mehr Fahrrad gefahren wie in Basel, sei es zur Arbeit oder auf den zahlreichen Velowegen übers Land. Laufsportler können ungehindert am Rheinufer entlangrennen. Langläufer finden im Jura kilometerlange Loipen und Skifahrer stehen in weniger als zwei Stunden Autofahrt auf einer Piste in den Schweizer Alpen.
  • Eingebettet im Dreiländereck und am Tor zur Schweiz lockt eine Vielfalt von Aktivitäten: Ob Wein degustieren im Elsass, Schlemmen in Südbaden oder ein lauschiges Picknick auf der Jurahöhe: In der Region Basel gibt es kaum einen Wunsch, der nicht in wenig mehr als einer Stunde Autofahrt erfüllt werden könnte. Und noch mehr gilt es zu entdecken, zum Beispiel einen Sprung in den Fluss, wenn sich an lauen Sommerabenden das Basler Rheinufer in eine veritable Riviera verwandelt.

Vielseitigkeit in kürzester Distanz, eine öffentliche Verkehrs-Infrastruktur, die weltweit ihresgleichen sucht, sowie die politische Sicherheit und Stabilität bringen die Schweiz in allen gängigen Studien punkto Lebensqualität regelmässig auf die Spitzenränge. All dies findet sich selbstverständlich auch in der Region Basel, angereichert mit viel Kultur, Lifestyle und internationalem Flair. Nicht umsonst zählt Basel bei der jungen Bevölkerung zu einem der trendigsten Orte der Schweiz.

 

Our services

Invest in Basel Region

Ihr Unternehmen ist auf Expansionskurs? Sie wollen in Europa und in der Schweiz Fuss fassen und neue Märkte erschliessen? Dann ist die Region Basel Ihre erste Wahl. Auf engstem Raum finden Sie hier alles, was es zum langfristigen und nachhaltigen Erfolg braucht.

Mehrere multinationale Konzerne, allen voran aus der Life Sciences-Industrie, sorgen für ein internationales Geschäftsumfeld. Entsprechend ist in der Region ein global ausgerichteter Talentpool mit hervorragend ausgebildeten Mitarbeitenden aus sämtlichen Kompetenzbereichen vorhanden. Mitten in Europa, an der Grenze zu Frankreich und Deutschland gelegen, bietet die Region Basel attraktive wirtschaftliche Rahmenbedingungen und höchste Schweizer Lebensqualität.

Soll auch Ihr Unternehmen von diesen Standortvorteilen profitieren? Gerne zeigen wir Ihnen, wie. Unsere Spezialisten beraten und begleiten Unternehmen kompetent und umfassend während des gesamten Ansiedlungsprozesses:

  • Evaluation: Steuern? Arbeitsmarkt? Konkurrenzsituation? Bewilligungen? Industrielles Umfeld? Zugeschnitten auf Ihr Vorhaben können wir sämtliche standort-relevanten Informationen zur Region Basel und der Schweiz zusammenstellen.
  • Standortwahl: Noch offene Fragen? Überzeugen Sie sich aus erster Hand. Wir vermitteln persönliche Kontakte zu Behörden, Experten sowie Entscheidungsträgern und unterstützen Sie kompetent bei der Flächensuche.
  • Standortbesuch: Sie wollen die Region Basel kennenlernen? Wir gestalten Ihren Besuch so effizient wie möglich und erarbeiten - ganz zugeschnitten auf Ihre Bedürfnisse -  ein individuelles Besuchsprogramm.
  • Geschäftsaufbau: Sie wollen keine Zeit verlieren? Wir unterstützen Sie bei der Kontaktanbahnung zu wichtigen Partnern und Institutionen und beschleunigen so den Zugang in die vielfältige Wirtschafts- und Innovationslandschaft der Region Basel.

Dieser vollumfängliche Service ist kostenlos für alle Unternehmen, die nachhaltig zur Dynamik unseres Wirtschaftsstandortes beitragen. Innovation und Offenheit für Neues hat in der Region Basel seit Jahrhunderten Tradition. Wir sind gespannt auf Ihr Geschäftsvorhaben und freuen uns, diesem zu einem erfolgreichen Start zu verhelfen.

Gabriela Güntherodt

Ihre Kontaktperson

Gabriela Güntherodt

Member of the Management Board, Head of International Markets & Promotion

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Connecting Innovators

„Connecting Innovators“ vernetzt Ideen, Unternehmen und Entrepreneurs. Einerseits geschieht dies informell an den von BaselArea.swiss organisierten Fachveranstaltungen, andererseits unterstützt BaselArea.swiss Projekte auf individueller Basis durch Vermittlung von Experten, Kooperationspartnern und Finanzierung. Dabei können die Experten von BaselArea.swiss auf ein breites Netzwerk von über 8’000 Innovatoren zurückgreifen.

Thematisch fokussiert „Connecting Innovators“ auf fünf Kernbereiche: „Life Sciences“, „Medtech“, „Information and Communications Technology“, „Production Technologies“ sowie „Micro, Nano & Materials“. Jedes dieser Technologiefelder wird von einer Fachperson gemanagt. In enger Zusammenarbeit mit der Industrie setzt der Technologiefeldmanager das Veranstaltungsprogramm fest, fungiert als Ansprechpartner für Projektvorhaben und pflegt Partnerschaften zu den relevanten Forschungseinrichtungen sowie anderen Institutionen in der Region Basel.

Damit bietet „Connecting Innovators“ den idealen Eingangspunkt, um in der Region Basel Fuss zu fassen und von ihrem vielfältigen Innovations-Ökosystem zu profitieren. An jährlich mehr als 80 Veranstaltungen treffen sich Unternehmer, Innovatoren und Experten zum regelmässigen Ideen- und Wissensaustausch – in unterschiedlichen Formaten:

  • Innovation Events: Fokussieren auf den Wissenstransfer, bieten Unternehmen und insbesondere auch Start-ups die Gelegenheit, sich und ihr Projektvorhaben vorzustellen, und fördern den regelmässigen, firmen- und disziplinenübergreifenden Erfahrungs- und Wissensaustausch unter den Innovatoren in der Region Basel.
  • Innovation Workshops: Vertiefen ein Thema, indem sie den Dialog innerhalb eines firmen- und disziplinenübergreifenden Fachgremiums ermöglichen - mit dem Ziel, das Anwendungsspektrum neuer Technologien auszuloten und konkrete Projekte und Kooperationen anzubahnen.
  • Technology & Innovation Circles: Verstehen sich als Initiativen, die über mehrere Jahre laufen, um ein Innovationsthema innerhalb einer firmen- und disziplinenübergreifende Gemeinschaft weiter zu entwickeln und sich neue Marktpotentiale zu erschliessen.
    Darüber hinaus unterstützt BaselArea.swiss Innovatoren und Entrepreneurs auf individueller Basis im Rahmen von Einzelgesprächen und Expertenworkshops bei der Beurteilung ihrer Business-Ideen und Vermittlung zu potentiellen Kooperations-, Forschungs- und Finanzierungpartnern.

Unternehmen in der Gründungsphase bietet BaselArea.swiss zudem spezifische Veranstaltungen und Dienstleistungen unter Supporting Entrepreneurs.

 
 

Sebastien Meunier

Ihre Kontaktperson

Sebastien Meunier

Member of the Management Board, Head of Innovation & Entrepreneurship


Tel. +41 61 295 50 15

sebastien.notexisting@nodomain.commeunier@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss
Sebastien Meunier

Ihre Kontaktperson

Sebastien Meunier

Member of the Management Board, Head of Innovation & Entrepreneurship

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Supporting Entrepreneurs

Sie wollen ein Unternehmen gründen? Das freut uns, denn unsere Wirtschaftsregion lebt vom Unternehmertum. Als Innovationsförderung und Standortpromotion der Region Basel unterstützt BaselArea.swiss vor allem Unternehmer, die ihren Fokus auf Technologie und Innovation setzen.

Im Zentrum des Angebots steht unser Seminar- und Workshop-Programm: Der Gründerkurs als unser Basisangebot richtet sich an alle Interessierten, die eine Firmengründung planen:

  • Gründerkurs: Vermittelt werdenden Unternehmern einen Überblick über alle relevanten Aspekte, die es bei der Gründung der eigenen Firma zu beachten gilt. Der Gründerkurs findet in Kooperation mit dem Institut für Jungunternehmen 10-mal im Jahr statt. Hier finden Sie die Übersicht zu den nächsten Kursen

Das weiterführende aufbauende Angebot richtet sich ausschliesslich an Start-up und Entrepreneurs mit konkreten Projektvorhaben aus dem Innovations- und Technologiebereich:

  • Innovationsseminare und -workshops für Entrepreneurs: Erlaubt die tiefergehende Auseinandersetzung mit verschiedenen unternehmerischen Fragestellungen wie Businessplan, Finanzierung, Produktentwicklung, Preisgestaltung, geistiges Eigentum sowie Marketing und Kommunikation.

Zusätzlich zur Veranstaltungsserie Innovationsseminare und -workshops bietet BaselArea.swiss auch Beratungen auf individueller Basis zu konkreten Projektvorhaben aus dem Innovations- und Technologiebereich:

  • „Connect & Advisory“: In einem ersten Beratungsgespräch ermitteln unsere Spezialisten den Unterstützungsbedarf und stellen Verbindungen her zu Fachexperten, Forschungseinrichtungen oder potentiellen Kooperationspartnern.
  • „New Venture Assessment“: Im Rahmen eines geführten Prozesses und anlässlich individuell einberufener Experten-Meetings können Start-ups und innovative KMUs ihr Geschäftsvorhaben von ausgewiesenen Industrieexperten, Unternehmern und Investoren überprüfen lassen. Weitere Informationen

Mit diesen Services deckt BaselArea.swiss vor allem die Frühphase der Unternehmensgründung ab. Ziel ist es, zwischen Idee und tatsächlicher Gründung bis hin zur ersten Umsetzungsplanung und Finanzierungsrunde wertvolle Informationen und handfeste Empfehlungen mit auf den Weg zu geben. Damit erhalten Unternehmer mehr Sicherheit und können die Umsetzung ihres Vorhabens wesentlich beschleunigen.

Weitere Informationen zum Thema Unternehmensgründung finden Sie im Magazin «Gründen», das von BaselArea.swiss mitherausgegeben wird. Das pdf finden Sie hier

Sebastien Meunier

Ihre Kontaktperson

Sebastien Meunier

Member of the Management Board, Head of Innovation & Entrepreneurship

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Gabriel Schweizer

Ihre Kontaktperson

Gabriel Schweizer

Senior Project Manager Asia


Tel. +41 61 295 50 13

gabriel.notexisting@nodomain.comschweizer@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss

Accessing China

Die Bedeutung von China als Wirtschaftsstandort hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Dies nicht nur als Offshore-Destination für die kostengünstige Produktion von Konsumgütern, vielmehr und vermehrt auch als bedeutender Absatzmarkt. Insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen, die im Hochtechnologiebereich tätig sind, bietet die Geschäftsexpansion nach China grosse Wachstumspotenziale. Allerdings ist es nicht einfach, in diesem komplexen Wirtschaftsraum Fuss zu fassen.

Unternehmen aus der Region Basel (Kantone Basel-Stadt, Baselland und Jura) bietet BaselArea.swiss deshalb umfassende Unterstützung aus einer Hand –  von der ersten Marktevaluation über Unternehmensreisen bis hin zur konkreten Vermittlung von Geschäftspartnern. Neben der nötigen Fachkompetenz verfügen unsere Berater über exzellente Kontakte vor Ort, die über den jahrelangen Austausch sowohl auf politischer als auch auf wirtschaftlicher Ebene gefestigt wurden. Zudem pflegt BaselArea.swiss ein grosses Netzwerk von Unternehmern und Experten mit Chinaerfahrung, die sich regelmässig über die neusten Entwicklungen informieren.

Konkret profitieren Unternehmen von den folgenden Dienstleistungen:

  • „Connect & Advisory“: Vermitteln von Grundlagenwissen für den Aufbau der Geschäftstätigkeit in China sowie individuelle und fallbezogene Beratung durch Experten von Switzerland Global Enterprise.
  • Unternehmens- und Delegationsreisen: Neben dem offiziellen Programm können auch individuell Kontakte zu potenziellen Geschäftspartnern angebahnt werden.
  • Events: Vertiefen den Austausch zwischen China und der Region Basel mit dem Ziel, neue gemeinsame Geschäftspotenziale zu erschliessen.

Life Sciences-Unternehmen profitieren zudem von den Partnerschaften mit dem Zhangjiang High-Tech Park sowie dem neuen Fenglin Life Sciences Park in Shanghai und erhalten so Zugang zum führenden Life Sciences-Standort Chinas. Das langjährige Partner-Team vor Ort unterstützt sowohl beim Geschäftsaufbau in Shanghai (Produktregistrierung, Finanzierung, Vermarktung usw.) sowie bei der Kontaktaufnahme zu potentiellen Geschäftspartnern und Kunden.

Gabriel Schweizer

Ihre Kontaktperson

Gabriel Schweizer

Senior Project Manager Asia


Tel. +41 61 295 50 13

gabriel.notexisting@nodomain.comschweizer@baselarea.notexisting@nodomain.comswiss

Our Channels: EVENTS | REPORTS

report Innovation

«Wir wollen Start-ups an der Universität Basel sichtbarer machen»

06.11.2017

Seit acht Monaten ist Christian Schneider als Head of Innovation der Universität Basel tätig. Seine Aufgabe: Fördern von Entrepreneurship und Projekten mit der Industrie.

Herr Schneider, Sie haben an der Universität Basel eine neu geschaffene Stelle angetreten: Die Innovation soll an der Hochschule ein Gesicht bekommen. Was ist Ihre Aufgabe?

Wir haben uns zwei Schwerpunkte gesetzt: Zum einen soll das Thema «Entrepreneurship» an der Universität sichtbar gemacht werden. Forschende mit guten Ideen sollen motiviert werden, diese Idee kommerziell zu verwerten. Und jene, die bereits auf diesem Weg sind, sollen besser unterstützt werden. Der zweite Schwerpunkt liegt bei Kooperationen mit der Wirtschaft. Hier geht es darum, mehr Projekte mit der Industrie umzusetzen.

Wie gehen Sie diese Aufgabe an?

In den vielen Gesprächen, die ich in den vergangenen Monaten mit Start-ups der Universität geführt habe, hat sich beispielsweise gezeigt, dass diese Szene kaum vernetzt ist, dass sich viele Gründer untereinander gar nicht kennen. Interessant ist ja, dass viele Jungunternehmerinnen und Jungunternehmen mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben. Also haben wir diese Leute zusammengebracht, den Entrepreneurs Club gegründet und ihnen so die Möglichkeit zum Austausch gegeben. Wir möchten, dass sich die Gründerinnen und Gründer als Team sehen – als eine Gruppe, die von der Universität und der Gesellschaft wahrgenommen und wertgeschätzt wird. Wir können ihnen Zugang zu Persönlichkeiten schaffen, die sie einzeln nur schwer erreichen würden.

Was können Sie den Gründerinnen und Gründern anbieten? Worauf haben diese gewartet, was hat ihnen gefehlt?

Auf der einen Seite hat den Start-ups der Universität die Sichtbarkeit gefehlt: Man kannte sie nicht, sie waren oft auf sich gestellt. Unsere Rolle sehen wir darin, ihnen auf der einen Seite mehr Visibilität zu ermöglichen – nach innen und nach aussen. Weiter unterstützen wir sie beim Aufbau von Verbindungen zu Partnern in der Industrie oder in der Finanzbranche und anderen Dienstleistern. Geplant ist auch, zukünftige Start-ups früh mit einem Coaching und Mentoring von Experten zu unterstützen.

Seit ein paar Monaten bieten Sie Kurse an, in denen Studierende und Mitarbeiter der Universität Basel die wichtigsten Skills erlernen können – Erstellen von Business-Plänen, Umgang mit IP-Rechten und vieles mehr. Wie ist das Echo auf dieses neue Angebot?

Die Nachfrage ist riesig, wir wurden regelrecht überrannt und sind überwältigt vom Erfolg. Wir prüfen daher einen Ausbau dieses Angebots mit dem Ziel, Studierende schon früh auf diese wichtigen Themen anzusprechen. Je früher sich die Unternehmerinnen und Unternehmer mit diesen Themen auseinandersetzen, desto weniger Fehler machen sie später. So ist es zum Beispiel wichtig, dass man die Forschenden sehr früh für das Thema des geistigen Eigentums – also der IP-Rechte – sensibilisiert, weil man sonst Gefahr läuft, dass sie wichtige Erkenntnisse zu früh preisgeben und sich diese dann nicht mehr schützen lassen. Mit diesen Kursen können wir in einer frühen Phase unterstützend wirken, und diese Unterstützung kann dann fliessend in ein Coaching übergehen.

Sie sind seit acht Monaten als Head of Innovation der Universität Basel im Einsatz – welche Reaktionen haben Sie bisher erlebt?

Wo immer ich in den letzten Monaten aufgetaucht bin: Unsere Innovations-Initiative und die bisher aufgebauten Angebote werden durchwegs positiv, ja enthusiastisch gewertet. Offensichtlich war die Zeit reif, dass sich die Universität Basel aktiv in dieser Thematik engagiert und damit eine Lücke füllt.

Am 10. November findet in Allschwil der erste Innovation Day der Universität Basel statt – was dürfen wir erwarten?

Am Innovation Day zeigen wir, was uns wichtig ist: Menschen zusammenbringen, über Innovation debattieren, neue Ideen entwickeln – dies in einer anregenden Umgebung, in einer unkomplizierten Atmosphäre. Wir haben über 200 Anmeldungen, eine lange Warteliste und freuen uns, dass dieser neue Event auf Anhieb so grossen Anklang findet.

Was möchten Sie in den kommenden zwei Jahren erreichen?

Start-ups sollen sich an der Universität Basel zu Hause fühlen. Die vielen Einzelkämpfer sollen sich vernetzen, es soll sich eine aktive, dynamische Szene entwickeln, die auch für Start-ups aus der erweiterten Region interessant wird. Langfristig könnten wir uns durchaus zu einem Hub mit internationaler Ausstrahlung entwickeln, der Gründer und Jungunternehmer anzieht. Wir wollen dazu beitragen, dass Basel zu einem Standort wird, an dem möglichst viele Start-ups ihre visionären Ideen umsetzen wollen. Dies können wir nur erreichen, wenn wir mit allen Partnern eng zusammenarbeiten: Mit den ansässigen Hochschulen, mit Institutionen wie BaselArea.swiss, vor allem aber mit Partnern in der Industrie. Gerade die Gespräche mit der Wirtschaft zeigen, dass wir dort offene Türen einrennen.

Interview: Matthias Geering, Head of Communications & Marketing an der Universität Basel

report Life Sciences

Myovant Sciences erhöht Forschungsausgaben

16.11.2017

event Supporting Entrepreneurs

Elevator Pitch: Die professionelle Vorstellung – kurz und knapp

Datum: 17.11.2017

Ort: business parc, Christoph Merian-Ring 11, 4153 Reinach

report Life Sciences

«Man sollte immer etwas Verrücktes im Köcher haben»

03.10.2017

Als Jennifer Doudna im September an der Basel Life auftrat, war das Auditorium im Congress Center gut besucht. Susan Gasser, Ordinaria für Molekularbiologie an der Universität Basel, hob in ihrer Einleitung zu Doudnas Vortrag den Pioniergeist und die Innovationskraft der Professorin für Chemie sowie Molekular- und Zellbiologie an der University of California, Berkeley, hervor. Doudna sei eine ihrer Wunsch-Rednerinnen gewesen. Die Gallionsfigur der CRISPR-Revolution, wie Wissenschaftler diesen bahnbrechenden neuen Ansatz in der Gentechnik bezeichnen, sprach mit BaselArea.swiss über ihr Labor, flexible Karrierewege und verriet, was erstklassige Forscherinnen und Forscher ausmacht.

Grundlagenforschung war immer ein wichtiger Bestandteil Ihrer Arbeit. Was hat sich für Sie und Ihr Labor seit Ihren CRISPR-Veröffentlichungen verändert?

Jennifer Doudna: Wir befassen uns nach wie vor stark mit der CRISPR-Technologie. Dabei besteht ein grosser Teil unserer Arbeit darin, neue Systeme zu entdecken und RNA-Targeting und -Integration zu erforschen. Dies ist unsere Hauptmotivation, hat aber nicht zwangsläufig etwas mit Genome Editing zu tun. Aber es hat sich einiges verändert. Beispielsweise befassen wir uns viel mehr mit angewandter Wissenschaft als früher. Dies führte zu zahlreichen interessanten Kooperationen mit Personen, mit denen ich früher nie in Kontakt gekommen wäre. Wir hatten die grossartige Chance, unsere Aktivitäten gleichzeitig zu vertiefen und auszuweiten.

Wie schaffen Sie es, Ihre Studenten und Postdoktoranden in Ihrem wachsenden Labor zu betreuen?

Ich hole tolle Leute an Bord, die gleichzeitig innovative Initiativen und Projekte mit klarer prognostizierbaren Ergebnissen verfolgen können. Anfänglich gebe ich den Rahmen vor, dann lasse ich sie von der Leine. Zudem bilden wir innerhalb des Labors Teams, was sich als sehr wirksam erwiesen hat. Ich mache nicht immer alles richtig, aber wenn alles wie gewünscht läuft, entstehen erstaunliche wissenschaftliche Erkenntnisse.

Sie leben in einer Region, in der Unternehmertum ein Lebensstil zu sein scheint. Wie beurteilen Sie das Umfeld für Forschung und Start-ups in Europa im Vergleich zur Benchmark Kalifornien?

Es gibt einige interessante – wahrscheinlich kulturelle – Unterschiede bei der Herangehensweise an Forschung und Wissenschaft. In Berkeley planen viele unserer Studenten eine Zukunft in der Wissenschaft. Wer in Kalifornien Karriere in der Industrie machen will, denkt meist daran, selbst ein Start-up zu gründen oder in eines einzusteigen. Aus Gesprächen mit meinen Schweizer Kollegen schliesse ich, dass so ein Schritt vielen Studenten in der Schweiz nicht ganz geheuer ist. Sie wollen lieber zu einem guten Lohn für ein grosses Unternehmen arbeiten. Daran ist nichts auszusetzen. Trotzdem denke ich, dass man Studenten ermutigen sollte, das Risiko einzugehen und den Schritt aus ihrer Komfortzone hinaus zu wagen.

Wie gut funktioniert das in Berkeley?

Zwei meiner Studenten haben ausgehend von ihrer Laborarbeit gemeinsam mit mir Unternehmen gegründet. Das eine entwickelt neue Technologien mit einem therapeutischen oder landwirtschaftlichen Nutzen. Das andere befasst sich mit Wegen zur Nutzung von Genome Editing in der Neurologie. Beide Studenten arbeiten als CEO und konnten alle erforderlichen Schritte zum Aufbau des Unternehmens selbst durchführen – von allen rechtlichen Fragen über die Finanzierung bis zur Entwicklung des Businessplans und der Wissenschaft selbst. Sie mussten Mitarbeiter anstellen, ein Team aufbauen und Verträge abschliessen. Ich sage ihnen immer, dass ich ihren Job nie bewältigen könnte.

Wie motivieren Sie Ihre Studenten dennoch zu einem solchen Schritt?

Ich glaube, dass die Nähe zum Silicon Valley viel zur unternehmerischen Einstellung in der Bay Area beiträgt. Diese Haltung schlägt sich überall nieder. Mein Sohn sieht junge Unternehmer – kaum älter als ein Teenager–, die die nächsten Robotik- oder AI-Unternehmen aufbauen. Natürlich kommen auf jede erfolgreiche Unternehmensgründung zahlreiche Misserfolge. Aber wenn Teenager erfolgreiche Unternehmer sehen, sind sie motiviert, es selbst zu versuchen.

Wie schafft man eine solche Kultur?

Die Kultur im Silicon Valley kann man nicht kopieren. Aber man kann eine Kultur schaffen, die Risikofreude und unkonventionelles Handeln fördert. Wenn jemand mit dem eigenen Start-up Schiffbruch erleidet, sollte er nicht dafür bestraft werden. Vielmehr sollte es möglich sein, anschliessend beim Grosskonzern einzusteigen. Wenn wir unsere Studenten ermutigen, alle Möglichkeiten – von der Karriere in der Wissenschaft, über die Industrie bis zum eigenen Unternehmen – zu prüfen, realisieren sie, dass sie nicht unbedingt ihr ganzes Arbeitsleben lang denselben Karrierepfad verfolgen müssen.

Waren Sie schon einmal versucht, die Seiten zu wechseln?

Ich habe es ausprobiert. 2009 gab ich meine Stelle an der Berkeley University auf und stiess als Vice President des Bereichs Grundlagenforschung zu Genentech. Ich habe nur ein paar Monate durchgehalten.

Warum?

Von aussen betrachtet schien sich mir dort die spannende Möglichkeit zu bieten, meine Forschung in einer deutlich anwendungsorientierteren Richtung weiterzuverfolgen. Nach dem Stellenantritt merkte ich aber, dass ich dort meine Stärken nicht ausspielen konnte. Stattdessen wurde mir klar, worin ich gut bin und was mir wirklich Spass macht – kreative, ungebundene Forschung. Ich liebe es, mit jungen Menschen zusammenzuarbeiten und ein Umfeld zu schaffen, in dem sie einer interessanten Arbeit nachgehen können. Das wäre grundsätzlich auch bei Genentech möglich gewesen, aber in einem anderen Rahmen. Der Prozess war ziemlich schmerzhaft, aber auch wertvoll. Ich kehrte an die UC Berkeley zurück, um das zu tun, weshalb ich ursprünglich in die Wissenschaft gegangen war: Ich wollte verrückte, kreative Projekte verfolgen, die zwar nicht zwingend klinisch relevant, aber von wissenschaftlichem Interesse sind. Damals entschied ich, meine Arbeit an CRISPR auszudehnen. Ohne den Ausflug zu Genentech zurück zur Berkeley University wäre ich vielleicht nie zu den CRISPR-Ergebnissen gekommen.

Ein Thema, mit dem Sie sich herumschlagen müssen, ist der ungelöste Patentstreit um CRISPR Cas9. Hat dies einen Einfluss auf Ihre Arbeit?

Ich versuche, die Sache pragmatisch zu betrachten. Ich bin eine Lehrperson – und in dieser Angelegenheit habe ich selbst unheimlich viel gelernt, zum Beispiel über Patentrecht und juristische Prozesse. Einiges davon war unerfreulich. Irgendwann werde ich ein Buch darüber schreiben.

Eine andere Jury könnte sich eindeutiger zu Ihren Leistungen äussern: Sie sind eine heisse Kandidatin für den Nobelpreis. Was denken Sie darüber?

Ich versuche, nicht zu viel darüber nachzudenken. Natürlich macht mich der Gedanke daran demütig. Ich habe mich gefragt, was der Sinn solcher Auszeichnungen ist? Ich denke, damit werden wissenschaftliche Fortschritte und ihre möglichen positiven Auswirkungen gewürdigt. Aber ich habe diesen Job nicht gewählt, um Preise zu gewinnen. Ich bin einfach mit Leib und Seele Wissenschaftlerin.

Brauchen erstklassige Forscherinnen und Forscher diesen Enthusiasmus – oder kennen Sie irgendeine magische Formel?

Wichtig ist wohl eine Kombination: Es braucht die Bereitschaft, Neues auszuprobieren und den Willen, anderen zuzuhören. Ich kenne eigenwillige, kreative Studenten, die nicht in der Lage sind, ein Protokoll zu befolgen. Ein solches Verhalten führt nicht unbedingt zu guten Forschungsergebnissen. Aber auch das Gegenteil funktioniert nicht: Wer sich nur ans Protokoll hält und nie von den Abläufen abweicht, wird ebenfalls keine spannenden Forschungsergebnisse erzielen. Meist lassen wir die Studierenden eine Serie von Experimenten mit fixen Abläufen machen, die mit Sicherheit einige interessante Daten liefern. Das zweite Projekt ist für die Studenten selbst von Interesse. Diese Mischung führt oft zu den besten Ergebnissen. Seien wir ehrlich: Mit akademischer Forschung wird man nicht reich. Der Lohn für die Arbeit besteht im Erkenntnisgewinn und in der Freiheit, Entdeckungen zu machen. Ich sage meinen Studenten immer: «Wenn du in der akademischen Forschung bleiben willst, mach was draus.» Man sollte immer etwas Verrücktes im Köcher haben. Das sorgt für den nötigen Spass.

Interview: Alethia de Léon und Annett Altvater

report Invest in Basel region

Basel lockt internationale Fachkräfte an

15.11.2017

event Micro, Nano & Materials

Technology Circle NanoPolymers & Structures

Datum: 21.11.2017

Ort: Nanosurf, Gräubernstrasse 12, 4410 Liestal

report Invest in Basel region

SpiroChem eröffnet Räumlichkeiten für Forschung/Entwicklung und Services in Basel

29.09.2017

Basel - Das Feinchemieunternehmen SpiroChem ist in topmoderne Räumlichkeiten auf dem Basler Rosental-Areal umgezogen. SpiroChem will seine Tätigkeiten nun deutlich ausweiten und hat auch seinen Verwaltungsrat verstärkt.

Bei SpiroChem handelt es sich um eine Ausgliederung aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Dort war das Unternehmen bislang auch ansässig, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Demnach wurde der operative Betrieb am neuen Standort bereits aufgenommen. „Wir sind sehr erfreut, unseren Umzug nach Basel in topmoderne Räumlichkeiten anzukündigen. Wir sind nun gut aufgestellt, um mit grossen und kleinen Organisationen zu interagieren und zusammen zu arbeiten. Zudem können wir Herausforderungen unserer Kunden schnell und flexibel lösen, so dass sich diese noch stärker auf die effiziente Entwicklung der Medikamente von morgen fokussieren können“, wird CEO Thomas Fessard in der Mitteilung zitiert.

SpiroChem bietet neuartige Moleküle an, die zur Erforschung und Entwicklung neuer Medikamente genutzt werden. In diesem Bereich hat sich das Unternehmen nach eigenen Angaben eine weltweite Führungsposition erarbeitet. So kann es innovative Lösungen für die Pharmabranche anbieten. „SpiroChem beabsichtigt, ein Schlüsselunternehmen in Basels dynamischer und innovationsgetriebener Life Sciences-Industrie zu werden. Zudem haben wir die Ambition, das Kundenportfolio zu erweitern und talentierte Mitarbeitende für unser wachsendes, modernes Unternehmen zu gewinnen“, erläutert Fessard.

Für den anstehenden Wachstumskurs hat SpiroChem auch seinen Verwaltungsrat verstärkt. Anthony Baxter kann auf umfassende Erfahrungen in der Pharmabranche zurückblicken. „Seine Branchenerfahrung und sein Netzwerk innerhalb der Life Sciences-Industrie wird bei der Vergrösserung unseres Portfolios an kleinen, mittleren und grossen Pharma-, Agribusiness- und Life Sciences­Kunden weltweit von grossem Vorteil sein“, so Fessard. 

report Life Sciences

Novartis präsentiert aktuellen Forschungsstand

13.11.2017

event ICT

Showcasing virtual reality in the Basel Region

Datum: 22.11.2017

Ort: Halle 7, Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192, 4053 Basel

report BaselArea.swiss

13 Startup-Projekte qualifizieren sich für die erste Phase von BaseLaunch

18.09.2017

Am 14. September startete das Healthcare Accelerator-Programm BaseLaunch von BaselArea.swiss. Aus über 100 Bewerbungen aus mehr als 30 Ländern wählte das Selection Committee 13 Projekte für Phase I aus. Diese werden nun während drei Monaten zusammen mit Industrieexperten ihren Business Case schärfen.

Über 100 Projekte aus mehr als 30 Ländern haben sich für das Accelerator-Programm BaseLaunch von BaselArea.swiss beworben. Die Bandbreite der eingereichten Projekte reichte von Therapeutika sowie Diagnostik über Digital Healthcare bis hin zu Medtech. Statt der vorgesehenen 10 nominierte das Auswahlkomitee dreizehn vielversprechende Projekte für die erste Phase. «Die hohe Innovationskraft der Bewerbungen war beeindruckend», sagt Trudi Haemmerli, CEO von PerioC Ltd sowie Managing Director bei TruStep Consulting GmbH, die dem Gremium vorsteht. «Wir sind gespannt, wie die ausgewählten Projekte die Phase I nutzen werden, um ihren Business Case weiter zu schärfen.»

Gemäss Stephan Emmerth, bei BaselArea.swiss Business Developement Manager für BaseLaunch widmen sich die ausgewählten Projekte den verschiedensten Zielen: Verfolgt werden neue Ansätze zur Behandlung von Erkrankungen wie Alzheimer, neuartige Immuntherapien, innovative Delivery Methoden oder die nächste Generation von Gentherapien für die Krebsbehandlung. Andere Projekte zielen auf die Entwicklung neuer diagnostische Verfahren, um Biomarker für Krebserkrankungen zu finden oder mittels digitaler Messmethoden die Erkennung von neurologischen Erkrankungen zu revolutionieren.

Ebenso breit präsentierte sich das Entwicklungsstadium der Projekte: Eingereicht wurden sowohl Projekte, die im Rahmen von BaseLaunch ein Unternehmen gründen wollen sowie existierende Startups, die bereits erste erfolgreiche Finanzierungsrunden hinter sich haben und mit BaseLaunch Ihre Firma erfolgreich weiterentwickeln möchten. Auch der berufliche Werdegang der Gründer ist unterschiedlich. Einerseits haben die Bewerber langjährige Forschungs- und Entwicklungserfahrung in der Industrie, andererseits wurden Gründer aus dem universitären Umfeld für Phase I ausgewählt.

«Wir haben die vielversprechendsten Projekte ausgewählt. Zudem sollen die Projekte möglichst viel von BaseLaunch und dem regionalen Life Sciences-Ökosystem profitieren», betont Alethia de León, Managing Director bei BaseLaunch. Geachtet wurde vor allem auf eine solide wissenschaftliche und technische Basis, einen hohen Grad an Innovation sowie auf das unternehmerische Potenzial des Gründerteams. De León hob auch den produktiven Auswahlprozess hervor. Dem Auswahlgremium gehören unter anderen Vertreter der Healthcare-Partner Johnson & Johnson Innovation, Novartis Venture Fund, Pfizer sowie Roche an: «Wir hatten während des Auswahlprozesses sehr konstruktive Diskussionen.»

Die dreizehn ausgewählten Startups haben ab dem 14. September drei Monate Zeit, um ihre Geschäftsidee weiterzuentwickeln. Dabei werden sie vom BaseLaunch-Team sowie von erfahrenen Unternehmern und Beratern unterstützt. In dieser ersten Phase stehen den Projekten jeweils bis zu 10'000 Franken zur Verfügung. Anschliessend wählt das Selection Committee unter den Projekten der Phase I drei für die Phase II aus. Diese dauert zwölf Monate, wobei die Projekte mit je bis zu 250'000 Franken unterstützt werden. Zudem erhalten sie Zugang zum BaseLaunch-Lab im Switzerland Innovation Park Basel Area, um wichtige Meilensteine in der Forschung zu erreichen und ihren Business Cases weiterzuentwickeln.

Die ausgewählten Projekte im Überblick:

ABBA Therapeutics entwickelt neue therapeutische Antikörper für die Krebsimmuntherapie.

Das β-catenin-Projekt soll neue Therapieansätze für Dickdarm-, Lungen-, Leber-, Brust-, Gehirn und Eierstockkrebs entwickeln, mit denen der menschliche Körper von pathologischen Proteinen befreit werden soll.

CellSpring analysiert menschliche Zellen, die in einem besonderen dreidimensionalen Milieu gezüchtet werden, um neue Instrumente zur Früherkennung von Krebs zu entwickeln.

Eyemove versucht, neurologische Krankheiten im Frühstadium durch Eye-Tracking zu erkennen.

Polyneuron Pharmaceuticals hat sich der Entwicklung einer vielversprechenden neuen Arzneimittelklasse zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten verpflichtet.

Das SERI Projekt entwickelt neue Arzneimittel zur Behandlung von Angststörungen und Stress. Diese modulieren die Aktivität der Cannabinoide im menschlichen Körper.

SunRegen entwickelt neue Arzneimittel für neurodegenerative Krankheiten.

T3 Pharma entwickelt die nächste Generation von bakterien-basierenden Krebstherapien.

T-CURX ist bestrebt, mit der «UltraModularCAR»-Plattform die nächste Generation  von CAR-T basierten Immuntherapien zu entwickeln.

TEPTHERA hat sich zum Ziel gesetzt, neue therapeutische Krebsimpfungen zu entwickeln.

TheraNASH entwickelt individuell abgestimmte Arzneimittel für die Behandlung der nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH), die weltweit auf dem Vormarsch ist und zu Leberkrebs führt.

VERSAMEB entwickelt neue Ansätze im Bereich der regenerativen Medizin.

Ein Biotech-Unternehmen, das nicht genannt werden möchte, entwickelt neue Arzneimittel für Immuntherapien gegen Krebs.

report Life Sciences

Myovant-Mittel überzeugt in Studie

10.11.2017

event Supporting Entrepreneurs

Unlocking Product Innovation through effective Branding & Communications

Datum: 24.11.2017

Ort: BaselArea.swiss, 4. Stock, Dufourstrasse 11, 4052 Basel

report Precision Medicine

«In der Schweiz werden gute Technologien oft zu früh verkauft»

05.09.2017

Ulf Claesson ist ein «serial entrepreneur»: Seit 25 Jahren gründet er Firmen, die sich nachhaltig am Markt bewähren. 2012 stieg er als Aktionär und CEO bei Clinerion ein. Inzwischen hat sich das Unternehmen im Bereich medizinische Daten positioniert und ging kürzlich eine Partnerschaft mit dem britischen Unternehmen Cisiv ein. Für Auftraggeber aus Big Pharma findet die Anwendung von Clinerion Patienten für klinische Studien – und zwar in Echtzeit. Aber die Konkurrenz schläft nicht: Insbesondere in den USA treten mehr und mehr Mitbewerber auf, die mit viel Risikokapital ausgestattet werden. Wie das Basler HealthTech-Unternehmen seine führende Rolle behaupten will, erklärt Claesson im Gespräch mit dem Innovation Report.

Interview: Thomas Brenzikofer

Herr Claesson, was hat Sie dazu bewogen, bei Clinerion einzusteigen?

Ulf Claesson: Clinerion war ursprünglich eine IT-Plattform mit einem komplizierten Namen. Die Gründer hatten die Idee, eine grosse Datenschaltzentrale für die Gesundheitsindustrie aufzubauen. Das war ziemlich ambitiös. Ich schätze, die WHO oder die Bill und Melinda Gates-Stiftung könnten das allenfalls stemmen. Aber eine kleine Firma in Basel? Als IT-Mensch habe ich schnell gesehen, wie gut die technologische Basis war. Unklar war dagegen das Problem, das man damit lösen konnte. Also machten wir uns an die Arbeit und haben uns schrittweise an den Use Case Patientenrekrutierung herangetastet. Heute sind wir als einziges Unternehmen weltweit in der Lage, aus Millionen von Patientendaten in Echtzeit jene Patienten zu identifizieren, die sich für eine bestimmte klinische Studie eignen.

Sie haben also das Unternehmen auf eine ganz bestimmt Nische ausgerichtet?

Ja, eindeutig. Eine Firma im Aufbau muss sich fokussieren und ein reales Problem lösen. Mit unserer Technologie verschafft sich der Kunde einen eindeutigen Vorteil. Um Patientinnen und Patienten zu finden, braucht es normalerweise Monate, manchmal Jahre. Wir verkürzen diese Zeit auf Wochen. Wir sorgen dafür, dass eine Pharmafirma, ein Spital oder ein Auftragsforschungsinstitut schon von Studienbeginn an genau weiss, wo sich die betroffenen Patienten befinden und wie viele dies typischerweise sind. Je nach Zielsetzung kann das Studienprotokoll dann beliebig optimiert werden. Weil wir Schätzungen vermeiden und reale, in diesem Moment existierende qualifizierte Patienten präsentieren, wird das Studiendesign solider, das Risiko wird minimiert. Weiter weiss ein Studiensponsor genau, wo er wie viele seiner «Sites» platzieren muss. Hierfür ist die Echtzeitanzeige von grosser Bedeutung. Aktiviere ich ein Studienprotokoll, werden beteiligte Ärztinnen und Ärzte sofort benachrichtigt und können ihre Patienten aufbieten.

Ist es einfach, die Spitäler davon zu überzeugen, mit Clinerion zusammenzuarbeiten?

Anfangs waren wir ziemlich naiv. Aus der IT-Perspektive würde man die Cloud nutzen. Genau das haben wir versucht und sind damit mehrheitlich auf Ablehnung gestossen. Ausserdem stellten wir fest, dass das Verhältnis zum Datenschutz sowie die Regulatorien von Land zu Land völlig verschieden sind. Diese Faktoren machen eine Cloud-Lösung fast unmöglich. Heute installieren wir in der Infrastruktur der Spitäler eine Hardware-Appliance. So bleiben die Daten da, wo sie gesammelt werden und sind so sicher wie alle anderen Patientendaten. Weiter greifen wir nur auf konsolidierte und aggregierte Metainformationen zu. So gewinnen wir das Vertrauen von Entscheidungsträgern und von denjenigen, die das System einsetzen.

Was genau ist die Motivation der Spitäler, ihre Daten preiszugeben?

Im Grunde teilen wir alle das Ziel, den betroffenen Patienten schnellstmöglich Medikamente zur Verfügung zu stellen. Wir helfen dabei. Unikliniken forschen unter anderem aus eigenem Interesse und können ihre internen Studien dank uns schneller durchführen. Zudem werden Spitäler von Pharmafirmen für jeden Patienten, der an einer Studie teilnimmt, vergütet. Für Mediziner ist es wichtig, sich an interessanten Studien beteiligen zu können. Wir stellen fest, dass Spitäler, sobald sie mit uns zusammenarbeiten, deutlich mehr Studien angeboten bekommen als zuvor.

Zu wie vielen Patienten haben Sie derzeit Zugang?

Wir haben durch die Spitäler Zugang zu 35 Millionen Patienten. Das braucht man auch. Denn die Zahlen schrumpfen sehr schnell, je nach Indikation, nach der man sucht.

Sie sind vor allem in Schwellenländern wie Brasilien oder der Türkei aktiv. Warum?

In Europa ist man, ausser in Grossbritannien, zurückhaltender bei klinischen Studien. Die Türkei will die 50 Millionen Euro, die sie 2014 mit klinischen Studien eingenommen hat, bis 2020 auf 1,5 Milliarden vervielfachen. In Brasilien werden sogar Gesetze geändert, damit Pharmafirmen in Zukunft leichter Studien durchführen können. In klinischen Studien ist es wichtig, dass der Pflegestandard aller teilnehmenden Patientinnen und Patienten auf dem gleichen Niveau ist. Studienteilnehmer erhalten dadurch beispielsweise in Osteuropa eine bessere Pflege als üblich. Das kann für manche Patienten ein Anreiz sein.

Fokussieren Sie bei der Datenakquisition also vor allem auf Emerging Markets?

Nein, nicht nur. Wir sind auch in einigen europäischen Ländern gut positioniert. Aber wir können hier sicher noch zulegen. Daneben wollen wir unsere Präsenz beispielsweise in Indien und in Taiwan vergrössern. Auch Grossbritannien haben wir im Fokus. Dabei wird uns die Zusammenarbeit mit Cisiv helfen. Wir sind kürzlich eine Partnerschaft mit dem britischen Unternehmen eingegangen. Cisivs Plattform ergänzt unser Screening optimal.

Das klingt nach einem Datenwettlauf. Wie weit ist Ihre Hauptkonkurrenz?

Es gibt drei Mitbewerber. Wir sind jedoch die einzigen, die Echtzeitergebnisse bieten können. Unserer Konkurrenz in den USA steht jedoch ein Vielfaches an Kapital zur Verfügung. Bei einem der Konkurrenten belief sich die neuste Investitionsrunde auf 32 Millionen Dollar.

Und Sie können nicht nachziehen?

Es ist in der Tat schwierig für ein ICT-Start-up in der Schweiz, derartige Beträge zu erhalten. Aber wir sind nur bedingt darauf angewiesen. Wir haben ein sehr loyales Aktionariat und sind genügend finanziert, auch wenn wir noch weit davon entfernt sind, profitabel zu sein.

Ein Verkauf steht nicht zur Debatte?

Unsere Vision ist es, Patienten mit Medizin zu versorgen. Falls wir sehen, dass wir dieses Ziel auf einem anderen Weg schneller erreichen, sind wir offen. Aber derzeit steht ein Verkauf nicht zur Debatte. Ich habe schon einige Firmen gegründet. Einige wurden zu früh verkauft, obwohl man sie noch ein, zwei Stufen hätte voranbringen können. Ich bin überzeugt, dass uns das mit Clinerion gelingt.

Sehen Sie in der fehlenden Wachstumsfinanzierung ein Problem für die Schweizer Start-up-Szene?

Eindeutig. Tendenziell werden gute Technologien zu früh verkauft, weil sich kein inländisches Geld für den nächsten substanziellen Meilenstein finden lässt.

Was schlagen Sie vor?

Das Silicon Valley zu imitieren bringt nichts. Auch weil die Kosten dort derzeit untragbar hoch sind. Wir sollten uns vielmehr auf unsere Stärken konzentrieren. An der ETH beispielsweise werden  pro Jahr doppelt so viele Start-ups gegründet wie in Berkeley. Wo die Universitäten gut sind, entsteht ganz von selbst eine Start-up-Community. Die Studierenden, die ich an der ETH erlebe, sind voller Ambitionen und Energie. Festzustellen ist aber auch, dass viele Schweizerinnen und Schweizer die Sicherheit eines Arbeitsplatzes in einem Grosskonzern bevorzugen. Es braucht etwas mehr Mut zum Risiko. Daran müssen wir noch arbeiten.

Wie sehen Sie den Innovationsstandort Basel?

Wir haben hier einen guten Zugang zur Branche, zudem können wir auch aus dem benachbarten Deutschland Arbeitskräfte rekrutieren. Der Standort ist somit auf dem Arbeitsmarkt auch weniger kompetitiv als beispielsweise Zürich. Wir fühlen uns pudelwohl in Basel.

Interview: Thomas Brenzikofer and Annett Altvater​

Über Ulf Claesson
Ulf Claesson studierte Produktionstechnologie an der Chalmers Universität in Göteborg und absolvierte zudem ein Managementstudium an der Universität St. Gallen. Er war bei IBM und Hewlett-Packard tätig, gründete Spin-offs für verschiedene Unternehmen und entwickelte eigene Start-ups. Sein Wissen als «serial entrepreneur» vermittelt er Studierenden an der ETH in seiner Vorlesung zu «Technology Entrepreneurship». Er ist im Verwaltungsrat verschiedener Unternehmen tätig, Foundation Board Director der AO Foundation und seit 2012 CEO von Clinerion.

report Life Sciences

Evolva sichert Weiterentwicklung ab

09.11.2017

event Supporting Entrepreneurs

Workshop Business Model Canvas - Advanced

Datum: 25.11.2017

Ort: Startup Academy, Picassoplatz 4, 4052 Basel

report BaselArea.swiss

«Ich möchte innovative Forschung in neue Medikamente umsetzen»

04.07.2017

Jährlich erkranken etwa 250´000 Patienten an einer Krebsart, für die es zurzeit keine spezifische Therapie gibt, Krebs, der aufgrund einer fehlgesteuerten Kommunikation zwischen Zellen entsteht. Diese Fehlfunktion entsteht im sogenannten NOTCH-Signalweg. Wirksame Therapiemöglichkeiten fehlen – doch das soll sich ändern. Die Cellestia Biotech AG entwickelt ein neuartiges Medikament gegen diese Krebsart. Der neuartige Wirkstoff greift selektiv nur die fehlgesteuerte Zellkommunikation an. Damit könnten Leukämie, Lymphome und feste Tumore wie zum Beispiel Brustkrebs behandelt werden.

Im Jahr 2014 gründeten Professor Freddy Radtke und Dr. Rajwinder Lehal, der bereits mit seiner Dissertation an diesem Thema gearbeitet hatte, die Firma Cellestia Biotech AG. 2015 kam ein erfahrenes Team von Pharma- und Onkologie-Entwicklungsspezialisten um Michael Bauer hinzu, die sich als Mitgründer bei Cellestia engagierten. Bauer hatte zuvor zusammen mit seinem Team mehrere Jahre lang verschiedene Projekte geprüft, um den Aufbau eines solchen Start-up-Unternehmens mitzugestalten. Wir sprachen mit ihm über Risiken und Nebenwirkungen der Firmengründung.

Interview: Stephan Emmerth

Herr Bauer, wie lange mussten Sie suchen, bevor Sie ein Projekt gefunden haben, bei dem Sie einsteigen wollten?

Michael Bauer: Über viele Jahre hin habe ich zusammen mit Kollegen und neben dem regulären Job – mal mehr und mal weniger intensiv – eine Reihe von Projekten geprüft, evaluiert und wieder verworfen. Zum Teil waren das tolle Projekte, manche waren unglaublich innovativ. Aber immer wieder gab es leider Dinge, die uns bewogen haben, diese Projekte am Ende doch nicht weiter zu verfolgen.

Die Suche hat Sie wohl nicht nur viel Zeit gekostet, sondern auch Geld, immerhin musste ja jedes Mal eine Due Diligence durchgeführt werden?

Diesen Aufwand mussten wir natürlich leisten. Im Prinzip haben wir wie ein kleiner Venture Fund Projekte identifiziert, geprüft und evaluiert. Aufgrund der Zusammensetzung des Teams konnten wir viele Aufgaben selbst erfüllen, teilweise zogen wir Experten hinzu. In vielen Fällen haben uns Spezialisten aus unserem Netzwerk unterstützt, da gab es ein erhebliches Mass an Goodwill. Zum Teil kamen wir für die Kosten auf.

Und warum hatte es vor Cellestia nicht geklappt?

Viele Faktoren müssen stimmen: Als Grundlage natürlich hervorragende, innovative Forschungsergebnisse, die über Patente geschützt sind. Wichtig sind auch geregelte Eigentumsverhältnisse an den Erfindungen und vernünftige Lizenzbedingungen. Zu guter Letzt muss es eine Übereinkunft über die Erwartungen der am Projekt beteiligten Personen geben. Wir haben so ziemlich alles erlebt. In vielen Fällen stellte sich im Verlauf der Prüfung heraus, dass beispielsweise die Forschungsdaten doch nicht so überzeugend waren wie zunächst dargestellt. Oder die Erwartungen hinsichtlich der Lizenzkonditionen lagen zu weit auseinander. Bei einem Projekt wollte man uns Patente verkaufen, die längst verfallen waren. Oft kommt es vor, dass die Wissenschaftler unrealistische Vorstellungen bezüglich des Werts ihres Projekts haben. Ein pensionierter Professor, der schon mehrere Jahre vergeblich versucht hatte, seine Firma zu finanzieren, erwartete von uns, dass wir es für fünf Prozent der Anteile nochmals versuchen. Das ist natürlich keine Basis für eine Partnerschaft.

Forschung und Unternehmertum unter einen Hut zu bringen ist also die grosse Herausforderung?

Es gilt hier, ein Verständnis für die Relationen und den Beitrag der verschiedenen Parteien zu entwickeln, die sich mit sehr unterschiedlichem persönlichem Risiko an einem solchen Projekt engagieren. Hinter Cellestia stehen auf der einen Seite etwa 20 Jahre Grundlagenforschung, elf Jahre davon an der EPFL. Seit etwa neun Jahren leistet Rajwinder Lehal – zunächst im Rahmen seiner Dissertation, dann als Post-Doc und seit 2014 als Chief Scientific Officer – konkrete Arbeit an diesem Projekt. Diese Historie respektieren wir vom Managementteam und sind froh über den Zugang zu dem daraus resultierenden Wissen. Gleichzeitig muss die Erfinderseite den Gesamtaufwand sehen: An der EPFL wurden über die Jahre etwa fünf Millionen an öffentlichen Geldern investiert. Aber bis ein Produkt auf den Markt kommt, braucht es unter Umständen hunderte Millionen. Und der Weg vom ersten erfolgreichen Experiment im Tiermodell bis zu einem für Menschen zugelassenen Medikament ist weit. Insgesamt ist der Aufwand in der Forschung im Vergleich zu den Entwicklungs- und Marketingkosten unter Umständen marginal und beträgt nur noch wenige Prozent. Und die Entwicklungskosten werden von Investoren aufgebracht, für die sich ein Investment lohnen muss. All diese Faktoren müssen in einer Partnerschaft bedacht und respektiert werden. Mit unserem Team hat das geklappt.

Sie verfügen über langjährige Industrieerfahrung. Was hat Sie am Unternehmertum gereizt?

Für mich liegt der Reiz in der Herausforderung, bahnbrechende Erfindungen in Produkte umzusetzen. Ich sehe mich als Produktentwickler und wollte schon als Student eine Firma gründen. Rückblickend muss ich sagen, dass ich zum Glück erst einmal fast 20 Jahre Berufserfahrung gesammelt habe. Dies ist wichtig, um die Komplexität der Herausforderungen in der Produktentwicklung in Life Sciences und Pharma gut verstehen und einschätzen zu können. Dieser Erfahrungsschatz hilft auch zu wissen, wo das eigene Wissen endet und wann welche Experten hinzugezogen werden müssen, um ein Projekt oder eine Firma erfolgreich voranbringen zu können.

Wie verlief die Inkubation vom ersten Kontakt bis zu Ihrem Einstieg als Mitgründer bei Cellestia?

Der heutige Chief Scientific Officer Rajwinder Lehal und ich waren über einige Jahre hinweg regelmässig miteinander in Kontakt. Zu dieser Zeit war das Projekt aber noch nicht weit genug fortgeschritten für eine Firmengründung. 2014 wurde dann Cellestia gegründet, zunächst von Professor Radtke, Rajwinder Lehal und Maximilien Murone. Im Sommer 2015 trafen wir uns einige Male mit dem Lausanner Forscher- und Gründerteam bei i-net, der Vorgängerorganisation von BaselArea.swiss. Dann ging es recht zügig. In wenigen Treffen konnten wir das Projekt evaluieren und ein gutes persönliches Verhältnis entwickeln, was für mich und meine Partner für einen Einstieg bei Cellestia sehr wichtig war. Wir waren uns schnell einig, es lief quasi per Handschlag. Danach kamen die notwendigen Verträge, und im November waren wir bereits im Handelsregister eingetragen. Unser Anwalt und Mitgründer Ralf Rosenow regelte die Formalitäten. Wir haben uns entschlossen, das Headquarter von Lausanne nach Basel zu verlegen und die Forschungsaktivitäten in Lausanne zu belassen, sozusagen eine transkantonale Partnerschaft.

Warum ist das Headquarter in Basel?

Für uns war das wichtigste Argument für Basel der Zugang zu Talenten und Ressourcen für die Produktentwicklung. Dies ergibt sich aus der Nachbarschaft zu führenden Pharmakonzernen wie Novartis, Roche, Actelion und vielen weiteren Firmen. Dieser Zugang zu erfahrenen Entwicklungsspezialisten ist in Lausanne schwieriger. Hinzu kommt, dass über unseren Mitgründer Roger Meier und weitere Kollegen bereits ein aktives Investoren-Netzwerk in Basel besteht, das Affinität zur Branche und zum Standort Basel mitbringt. Diesen Zugang hatten wir zu Beginn in Zürich oder Genf noch nicht. Mir persönlich gefällt auch die Arbeits- und Lebensqualität in Basel. Die Stadt ist übersichtlich und trotzdem international, mit einem vielfältigen Kulturangebot. Zudem hat der Flughafen Basel hervorragende Verbindungen – man befindet sich in der Mitte Europas und ist in nur ein bis zwei Flugstunden praktisch überall in Europa, in London, Berlin oder Barcelona. Für Lausanne spricht das herausragende akademische Umfeld mit EPFL und dem Swiss Institute für Experimental Cancer Research. Auch hier gibt es ein hervorragendes Umfeld für Start-up-Unternehmen, allerdings aus unserer Sicht eher in ingenieurwissenschaftlichen und technischen Disziplinen oder Medizintechnik. Jedes Jahr werden viele Firmen an der EPLF gegründet, das Innovationspotential ist enorm. Allerdings ist Cellestia die erste Firmengründung aus der EPFL, die ein Medikament in die klinische Entwicklung bringt. Wir sind froh, über den nun etablierten Ansatz mit zwei Standorten die positiven Elemente beider Regionen vereinen zu können.

Welche Voraussetzungen waren denn entscheidend, dass es schliesslich zur Zusammenarbeit und Firmengründung kam?

Es hat eigentlich von Anfang an alles gepasst. Zunächst einmal muss die persönliche Atmosphäre zwischen den beteiligten Persönlichkeiten stimmen. Dies war auch die Grundlage, um eine für alle Mitgründer faire Übereinkunft im Verständnis der Bewertung und Zuteilung der jeweiligen Anteile an der Firma zum Zeitpunkt der Gründung zu finden. Auf der anderen Seite war es natürlich zentral, dass die inhaltliche Prüfung des Projekts – sowohl was die wissenschaftlichen Grundlagen als auch was die Qualität der Daten betrifft – und die Prüfung des Patents sowie die Lizenzbedingungen der EPFL positiv waren. Wichtig war uns auch, dass das Risikoprofil überschaubar ist, also eine gute Balance zwischen Innovation und Bezug zu bereits geleisteter Forschung hält.

Wie wird sich Cellestia operativ weiterentwickeln?

Cellestia hat ja schon eine lange Vorgeschichte, beginnend mit den Forschungsaktivitäten an der EPFL. Mit der Managementerweiterung 2015 kamen neben mir weitere Mitgründer hinzu: Dirk Weber als Chief Medical Officer sowie die bereits erwähnten Mitgründer Ralf Rosenow und Roger Meier. Inzwischen beschäftigt Cellestia insgesamt sechs Mitarbeiter. Hinzu kommen zahlreiche Dienstleistungs- und Beratungsmandate, die je nach Bedarf unsere internen Ressourcen ergänzen. Insgesamt schätze ich, dass inzwischen weit über 100 Personen an Cellestia mitwirken, wenn man die externen Dienstleistungen mitberücksichtigt. Wir rechnen damit, dass wir mit dem Fortschritt unseres ersten Projekts in Richtung klinische Entwicklung weiter wachsen werden und das Team weiter ausbauen. Ausserdem möchten wir möglichst bald weitere Produkte in unserer Pipeline entwickeln. Dies wird sicherlich weitere finanzielle Mittel beanspruchen. Ebenfalls wird sich der Verwaltungsrat weiterentwickeln, der mit jeder Finanzierungsrunde erweitert und angepasst wird, um die neuen Investoren angemessen zu repräsentieren. Die Forschungsarbeiten laufen zunehmend über externe Dienstleister, sowie zum Teil weiterhin im Labor von Professor Freddy Radtke an der EPFL. Derzeit setzen wir mit der EPLF neue Rahmenverträge über die weitere Nutzung ihrer Infrastruktur auf. Die Flexibilität dort ist für uns sehr hilfreich.

Was sind die nächsten Meilensteine?

Ein entscheidender Meilenstein ist die Behandlung der ersten Krebspatienten. Wir hoffen, dass wir im Oktober die ersten Patienten behandeln können.

Wie sind die klinischen Studien aufgebaut?

Der Ablauf der klinischen Prüfung von neuen Wirkstoffen ist streng reglementiert. In der Phase-I-Studie wird zunächst die Verträglichkeit des Wirkstoffs geprüft. Hier werden wir Patienten behandeln, bei denen es eine hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass sie an einer Krebsart leiden, bei denen NOTCH eine Rolle spielt. In der darauffolgenden Phase-II-Studie wird die Wirksamkeit unseres Medikaments in verschiedenen Krebsarten erforscht. Hier werden wir Patienten auswählen, bei denen die Aktivierung des NOTCH-Signalwegs mit einem von Cellestia etablierten Diagnoseverfahren nachgewiesen wird. Damit ist ein therapeutischer Nutzen für diese Patienten sehr wahrscheinlich.

Gab es bisher Überraschungen?

Nein, nicht wirklich, weil wir mit allem rechnen. Oder doch, ja, erfreuliche Überraschungen gab es: Wir waren aufgrund vieler Vorarbeiten schon sehr sicher, was den Wirkmechanismus angeht. Jetzt ist es aber nach langen Versuchen endlich gelungen, den exakten Bindungsmechanismus des Wirkstoffs nachzuweisen, was alle vorherigen Untersuchungen voll bestätigte. Dies ist auch die Grundlage dafür, das Programm deutlich auszudehnen. Wir können nun eine Plattform aufbauen, auf deren Grundlage wir neue Wirkstoffe für neue Indikationen generieren können. Ausserdem war es nicht ganz trivial, den Wirkstoff in grossem Massstab in hoher Qualität herzustellen. Dafür waren innovative Schritte nötig, die letztlich zu einem Patent führen.

Haben Sie schon die nächsten fünf Jahre vor Augen?

Wir sind sehr optimistisch, was unsere Erfolgsaussichten für Cellestia angeht und planen etwa zwei Jahre im Detail voraus. Natürlich haben wir auch einen Plan für die gesamte Entwicklung über fünf Jahre hinaus. Allerdings ändern sich solche Pläne erfahrungsgemäss immer wieder mit den erzielten Resultaten. Das ist auch der Reiz und die Herausforderung in der Medikamentenentwicklung – es lässt sich nicht alles im Detail vorausplanen und man muss flexibel auf neue Ergebnisse reagieren. Dies gilt selbstverständlich auch für eventuelle Rückschläge. Es ist wichtig, hinreichend Reserven zu haben, um diese zu verarbeiten und zu lösen. Dank der erfolgreichen Finanzierungsrunden, die wir im Januar 2017 abschliessen konnten, sind wir in der Lage, schon jetzt mit der Phase I zu beginnen und parallel die weitere Finanzierung in Angriff zu nehmen.

Wer hat bislang in Cellestia investiert?

Die ersten Investoren nach der Einlage des Gründungskapitals waren vor allem viele unserer Berater, also mit der Branche vertraute Experten sowie Privatpersonen, die sich als Investoren im Life-Sciences und Pharma-Sektor engagieren. Etwa ein Drittel der Aktionäre sind Experten aus dem Pharma und Life-Sciences Umfeld. Im Laufe der SEED A-, B- und C-Runde kamen dann auch einige grössere Investments seitens Family Offices hinzu. Der erste institutionelle Investor, die PPF Group, beteiligte sich nach einer ausführlichen Due Diligence, durchgeführt durch Experten der Firma Sotio. Insgesamt konnten wir bislang acht Millionen Franken mobilisieren, um die Produktentwicklung von Cellestia voranzutreiben. In Vorbereitung auf die nächste Finanzierungsrunde sind wir mit privaten Investoren, Venture Funds sowie Pharma-Unternehmen im Gespräch. Wir sind zuversichtlich, gute Partner für die nächste Phase von Cellestia gewinnen zu können. Die richtige Mischung aus Partnerschaft und Finanzierung ist wichtig. Wir brauchen starke Partner an Bord, um unser Medikament Patienten schnell zugänglich zu machen.


Zur Person
Michael Bauer (geboren 1966) ist seit November 2015 CEO bei Cellestia. Er studierte an der Universität Hamburg Chemie und absolvierte von 1994 bis 1997 sein Doktorat in Biotechnologie an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Nach dem Berufseinstieg in der Metabolismus-Forschung bei der Firma Zeneca in England wechselte er 2001 nach Basel zu Syngenta. Dort arbeitete er als Global Regulatory Affairs Manager, im Projekt- und Portfolio-Management. Von 2007 bis 2009 war er als Projektleiter bei Arpida, einer Biotech-Firma im Bereich Antibiotikaentwicklung, tätig. 2009-12 leitete er als Global Program Manager bei Novartis globale Entwicklungsprojekte im Bereich Onkologie und brachte eine Reihe von Produkten in die klinische Entwicklung. 2012-15 war er bei Polyphor Leiter der Klinischen Entwicklung. 

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